Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Anklang

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Götterfunken und Schicksalsklang". Himmlisches und Irdisches bei Ludwig van Beethoven findet Michael Krassnitzer, Journalist und Musikliebhaber, in der Woche zum Ö1-Beethoventag. - Gestaltung: Alexandra Mantler Im Werk Ludwig van Beethovens, dessen Geburtstag sich 2020 im Dezember zum 250. Mal jährt, manifestieren sich höchst gegensätzliche geistige Strömungen. In der "Missa Solemnis", einer der berühmtesten Messen der abendländischen Musik, macht der Komponist die Ohnmacht des Menschen gegenüber der göttlichen Allmacht auf überwältigende Weise erfahrbar. Zugleich war Beethoven geprägt von der Französischen Revolution mit ihrem Ruf nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und ein glühender Anhänger der Aufklärung, in welcher der Mensch die höchste Instanz darstellt. Wie auch immer er diese Gegensätze für sich unter einen Hut gebracht haben mag - Beethovens Wirken spiegelt eine Epoche wider, in der um das Verhältnis zwischen Mensch und Gott erbittert gerungen wurde, gesellschaftlich und individuell. In der Woche zum "Ö1-Beethoventag" am 1. Februar macht sich der Journalist und Musikliebhaber Michael Krassnitzer "Gedanken für den Tag" über Himmlisches und Irdisches bei Ludwig van Beethoven.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Teresa Vogl. Immer Ärger mit Ludwig Ludwig van Beethoven kam im Herbst 1826 ins niederösterreichische Gneixendorf, wo sein Bruder Johann das feudale "Wasserschloss" besaß. Der Grund für die Anreise war, dass Beethovens Neffe Karl, den er nach dem Tod seines jüngeren Bruders Kaspar adoptiert hatte, von der Polizei aus Wien verbannt worden war, weil er einen Selbstmordversuch unternommen hatte, womit man sich damals strafbar machte. Nach einer Woche kam es zum Streit und Beethoven, der damals bereits vollkommen taub war, zog wütend in das Haus eines reichen Kaufmanns, wo er ein Streichquartett komponierte und die Neunte Symphonie überarbeitete. Anfang Dezember trat er die Rückreise nach Wien an. Tragischerweise in einem offenen Pferdewagen, in dem er sich bei klirrender Kälte eine schwere Lungenentzündung zuzog, der Wasser- und Gelbsucht folgten, worauf seine Leberzirrhose zum Ausbruch kam, an der er letztendlich wenige Monate später sterben sollte.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Schmuck, Schutz und Wärmedämmung. Der Ornithologe Benjamin Knes über die Vogelfeder. Teil 3: Aufbau und Mauser Gestaltung: Aimie Rehburg Ob weiße Daunenfeder, gesprenkelte Armschwinge, schwarzer Stoß oder rote Konturfeder - die Farben-, Formen- und Funktionsvielfalt der Vogelfeder scheint grenzenlos. So "schminkt" der Bartgeier sich und seine Federn rot mit Hilfe von Eisenoxid-haltigem Wasser, der Pfau wiederum muss nur in die Sonne schreiten, um die Farben seines Rads zur Geltung kommen zu lassen. Im Schatten allerdings verblassen diese. Dass nicht nur tropische Vögel bunt sind, erklärt der junge Wissenschafter Benjamin Knes ebenso anschaulich, wie die Notwendigkeit, dass das Sammeln von Vogelfedern klaren Regeln des Naturschutz- und Jagdgesetzes unterliegt. Benjamin Knes beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit dem Thema Vogelfeder. Aus seiner kindlichen Leidenschaft ist ein leidenschaftlicher Beruf geworden: Als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel kümmert sich der angehende Wildtierökologe Benjamin Knes nicht nur um das Monitoring und den Schutz der Vögel, sondern er gibt auch als selbständiger Ornithologe und Vogelfeder-Experte zahlreiche Workshops und arbeitet ehrenamtlich beim Vogelfeder-Online-Nachschlagwerk "featherbase" mit.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das postfaktische Zeitalter

Von der Degradierung der Wissenschaft (3). Gestaltung: Ulla Ebner Noch nie waren Menschen so gebildet wie heute. Noch nie war Wissen so leicht zugänglich für alle. Und dennoch werden Falschmeldungen und Verschwörungstheorien zu einem wachsenden Problem für unsere Demokratien. Sie beeinflussen Wahlen, verstärken die Polarisierung von Gesellschaften und lassen exzentrische Politiker an die Macht kommen, die bewusst ihre eigenen Parallelrealitäten erschaffen. Als ein Wendepunkt wird hier das Jahr 2016 gesehen: das Jahr, in dem Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewann. Im selben Jahr erklärte das Oxford Dictionary den Begriff "Post-Truth" zum Wort des Jahres, in Deutschland erhielt das Wort "postfaktisch" den gleichen Titel. Laut Washington Post verbreitete Trump in den ersten 1.000 Tagen seiner Amtszeit mehr als 13.400 Unwahrheiten. Doch, gelogen wurde in der Politik vermutlich seit es sie gibt. Was also ist das Neue am Phänomen der postfaktischen Demokratie? Auffällig ist, dass sich Politiker wie Trump oder Putin gar nicht darum kümmern, ob ihre Lügen auffliegen. Tatsachen verdrehen ist zur Machtdemonstration geworden: ich entscheide, was wahr oder falsch ist. Sich offen zur einen oder anderen "Wahrheit" zu bekennen, wird Ausdruck einer bestimmten politischen Identität. Vorsätzlich diskreditieren politische Akteure wissenschaftliche Forschung, wenn diese ihren Interessen widerspricht. Stichwort Klimawandel. Der politische Kampf gegen Klimaforscher und andere Wissenschafter hat Methode. Die Erdölindustrie finanziert gezielt konservative Think Tanks, um angebliche Experten in die Medien zu bringen, die fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über Treibhausgase in Frage stellen. Vorlage dafür war eine Kampagne der Tabakindustrie in den 1950ern. Diese versuchte jahrelang, in der Öffentlichkeit Zweifel darüber zu schüren, ob Rauchen tatsächlich krebserregend sei. Neu ist auch die massive Verbreitung von "Fake News" über das Internet. Eine unüberschaubare Fülle an Informationen macht es den Menschen schwer, seriöse Berichte von Halbwahrheiten und Lügen zu unterscheiden. Auf Social Media bekommt Aufmerksamkeit, wer am schrillsten ist und am meisten emotionalisiert. Das ist kein Zufall. Die Algorithmen dieser Netzwerke wurden unter Einbindung von Psychologen entwickelt, die untersucht haben, was es braucht, damit wir möglichst lang in den Netzwerken verweilen. Zahlreiche Faktencheck-Projekte gehen mittlerweile den Falschmeldungen nach und bemühen sich, Richtigstellungen im Netz zu verbreiten. Mit mäßigem Erfolg. Manchmal können diese Versuche sogar das Gegenteil bewirken: sie erzeugen bei deren Anhängern ein "Jetzt erst recht"-Gefühl, den sogenannten Backfire-Effekt. Denn Informationen, die nicht in unser Weltbild passen, erzeugen bei uns eine kognitive Dissonanz, ein Gefühl der Verstörung. Wie kann man dieses Phänomen also bekämpfen? Ein Radiokolleg über alternative Fakten, gefühlte Wahrheiten und die Zukunft unserer Demokratie. Die Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

09.30 Uhr
Radiokolleg - Mehr Tabu als Sex?

Die Menstruation im Porträt (3). Gestaltung: Tanja Rogaunig Die Periode, die Regel, meine Tage, Besuch von Tante Rosa, Erdbeerwoche, Los Wochos. Die Menstruation betrifft die Hälfte der Menschheit. Trotzdem wird sie nur selten bei ihrem Namen genannt. Nach wie vor wird über die Monatsblutung mehr peinlich geschwiegen als offen gesprochen. In ihrer vierteiligen Radiokolleg-Reihe über die Menstruation stellt sich Tanja Rogaunig die Frage, warum das so ist und was während der Tage im Körper eigentlich passiert. Sie spricht mit Gynäkologen über Regelschmerzen und fragt nach, wie harmlos es ist, die Monatsblutung mit der Pille ganz zu unterdrücken. Mädchen und Frauen erzählen über ihre erste Regel, über Stimmungs- und Leistungsschwankungen, bevorzugte Hygieneartikel und Sex während der "kritischen Tage". Dass über die Regel nicht gesprochen wird, hat lange Tradition. Bereits das Alte Testament deklarierte die Menstruation als Unreinheit, der mit strengen Auflagen zu begegnen sei: "Hat eine Frau Blutfluss und ist solches Blut an ihrem Körper, soll sie sieben Tage lang in der Unreinheit ihrer Regel verbleiben. Wer sie berührt, ist unrein bis zum Abend". (Buch Levitikus, Kapitel 15) Auch in anderen religiösen Schriften wird die menstruierende Frau als unrein und damit tabu erklärt, was ihren Ausschluss aus dem religiösen und sozialen Leben bedeutet. In Indien ist Frauen im gebärfähigen Alter der Zutritt zu vielen Tempeln nach wie vor verboten. Außerdem werden sie, wie auch in manchen Gegenden Nepals, während ihrer Tage in Menstruationshütten verbannt. In Europa griff im 20. Jahrhundert die Intimhygiene-Industrie das Reinheitsgebot auf. Binden und Tampons wurden mit Slogans wie "sauber und sicher" beworben. Nach wie vor wird Diskretion großgeschrieben. Anstelle von Menstruationsblut ist es in Werbespots üblich eine blaue Ersatzflüssigkeit zu zeigen. Vor allem Hersteller von nachhaltigen Damenhygieneprodukten wie Bio- Binden oder Menstruationstassen bemühen sich seit einigen Jahren um eine schambefreite und offene Kommunikation: "Menstruation ist normal. Sie zu zeigen sollte es ebenso sein", lautet etwa ein Slogan. Auf Social-Media-Kanälen rufen Aktivistinnen unter dem Hashtag #periodpride zu einem stolzen Umgang mit der Periode auf. Frei von Scham und Tabus ist das Thema aber noch nicht. Erst 2019 wurde in sozialen Netzwerken gegen ein Menstruations-Emoticon in Form eines roten Bluttropfens protestiert. Und eine repräsentative Umfrage der Wiener Menstruations-Informationsplattform "Erdbeerwoche" unter 1.100 österreichischen Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren aus dem Jahr 2017 ergab nicht nur gewaltige Wissenslücken rund um das Thema Menstruation, sondern förderte auch ein negatives Bild der Regel zutage. 60 Prozent der Mädchen gaben an, eine negative Einstellung zu ihrer Menstruation zu haben und 70 Prozent der Burschen fanden das Thema "unwichtig" und "peinlich".

09.45 Uhr
Radiokolleg - Beethovens "Fidelio"

Klingende Revolution und /oder Manifest bedingungsloser Liebe? (3). Gestaltung: Gerhard Krammer Nicht gerade einfach war sie, die Entstehung der Oper "Fidelio" von Ludwig van Beethoven. Drei Versionen, vier Ouvertüren - heute würde man diese moderne Genese als "work in progress" bezeichnen. Was - neben künstlerischen Motiven - zusätzlich hinter diesem Prozess stand, versucht dieses Radiokolleg anlässlich des bevorstehenden Ö1-Beethoventages am 1. Februar 2020 aufzuzeigen. Das in den Jahren der Fidelio-Entstehung bestimmende gesellschaftlich einschneidende wie nachhaltig verändernde Ereignis war die französische Revolution. Diese Veränderungen fanden ihren Ausdruck auch in der Kunst. Und ging es bei Mozarts "Le Nozze di Figaro" um das Recht auf körperliche Liebe durch Macht, so steht Fidelio für die erschütternden Veränderungen in der Gesellschaft, die revolutionäre Sprengkraft der Freiheit, den Fall der Fesseln der Unterdrückung und der Willkür. Beethoven schreibt Musik aus der Aufklärung heraus. Mehr noch, er führt uns in die Weiten des Erhabenen, mit einer davor noch nie dagewesenen Sprache. Beethoven schafft hier - auch dank des Librettos von Joseph Sonnleitner nach der Vorlage von Jean-Nicolas Bouilly - ein Plädoyer für Liebe. Heute mögen solche Begriffe mit zu viel Pathos verknüpft sein. Schaut man aber auf die Substanz, so bietet sich Fidelio auch den Menschen im 21. Jahrhundert als Gesellschafts- und Lebensentwurf an, den zu reflektieren man sich zumindest ein wenig Zeit nehmen sollte. Auch um zu erspüren, ob etwas Allgemeingültiges auch noch 250 Jahre nach Beethovens Geburtstag zu uns durchdringen kann, uns durchdringen kann. Aus historischen Dokumenten und Berichten, philosophischen und historischen Positionen von Hector Berlioz bis Theodor W. Adorno, aktuellen Produktionen und Aufnahmen von Wiener Staatsoper, Theater an der Wien bis zum Freiburger Barockorchester - Momentaufnahmen eines zeitlosen Kunstwerkes, dem noch immer eine faszinierende Magie innewohnt. Gestaltung: Gerhard Krammer

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Nadja Kayali. Ludwig van Beethoven: Septett für Streicher und Bläser Es-Dur op. 20 Im Jahre 1800 hat Beethoven eine Akademie (ein Konzert) zu seinen Gunsten veranstaltet. Zu hören waren nicht nur die Uraufführungen der 1. Symphonie und des 1. Klavierkonzertes, sondern auch ein ungewöhnlich besetztes Kammermusikwerk für Streicher und Bläser. Genauer gesagt für Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Cello und Kontrabass. Das Septett in Es-Dur war keine Uraufführung, sondern wurde zum wiederholten Mal gespielt. Es hat sich im Laufe der Jahre zu einem der beliebtesten Werke Beethovens entwickelt und hat sich dennoch - oder gerade deshalb - den Groll seines Schöpfers zugezogen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Welcher der drei?" Von Anton Tschechow (160. Geburtstag). Es liest Herbert Föttinger. Nadja ist jung, schön und in heiratsfähigem Alter. Alle warten auf ihre Entscheidung. Alle, das heißt Ivan, der Sohn eines Moskauer Großkaufmanns, hässlich, aber unsterblich in sie verliebt, Vladimir, verliebt, aber heiratsunwillig, und Dmitrij, der junge, schüchterne Musikstudent. Wer wird sich wohl für wen entscheiden? "Eine alte, aber ewig neue Geschichte", wie es im Untertitel heißt. Anton Tschechow wurde 1860 in Taganrog, Südrussland, geboren. Sein Großvater war Leibeigener gewesen, der sich freigekauft hatte. Sein Vater war ein kleiner Kaufmann, der Bankrott machte. 1879 ging Tschechow zum Studium der Medizin nach Moskau. Er schrieb kleine Erzählungen, Humoresken, Splitter, Minidramen und Satiren für verschiedene Zeitungen. Er wurde Arzt, widmete sich aber zunehmend der Literatur. Jung an Tuberkulose erkrankt, verbrachte er sein Leben ab 1898 in Kurorten Südrusslands und Westeuropas. Er starb 1904 in Badenweiler in Deutschland. Tschechow ist sowohl als großer Erzähler als auch als großer Dramatiker hervorgetreten. Seine Dramen "Der Kirschgarten", "Onkel Wanja", "Drei Schwestern" und "Die Möwe" zählen zu den meistgespielten Theaterstücken weltweit. Eine Sendung anlässlich der 160. Wiederkehr von Anton Tschechows Geburtstag. Gestaltung: Edith Vukan, Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Tyler Hay spielt Etüden von Friedrich Wilhelm Kalkbrenner Wer hat sich im Klavierunterricht nicht an Etüden von Carl Czerny abgearbeitet? Im 19. Jahrhundert erfuhren diese Übungsstücke jedoch selbst einen Lagenwechsel: aus der "Zubringer"-Literatur wurden eigenständige Werke. Der in Kassel geborene Friedrich Wilhelm Kalkbrenner (1785-1849) gilt als einer der Initiatoren dieser Bewegung. Als Klaviervirtuose in ganz Europa bekannt, wurde er u.a. von Beethoven und Clementi gefördert. Chopin verehrte ihn und widmete ihm sogar sein e-Moll Klavierkonzert. Der britische Pianist Tyler Hay (*1994) hat sich für das Label Piano Classics Kalkbrenners "Grandes Études de Style et de Perfectionnement" angenommen. Genauer: diesen 25 verteufelt schweren Nummern, die zwar auch das lyrische Spiel fördern sollen, aber enorme Fingerfertigkeit erfordern. Dank Hays stupender Technik hat der Pianist aber Zeit, auch hinter das Offensichtliche dieser kurzen Etüden zu blicken - und dort wartet ein Kosmos an Farben und Unterhaltungswert darauf gehört zu werden. Musikalisch prägnant, rhythmisch konsequent, aber immer mit der nötigen Portion Einfühlungsvermögen, kostet Hay jede Nuance dieser Etüden aus. Zugabe inklusive.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

London Mozart Players, Dirigent und Klavier: Howard Shelley. Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie C-Dur KV 338 * Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Klavier und Orchester F-Dur op. posth. * Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (aufgenommen am 20. Juni 2019 im Kaisersaal der Würzburger Residenz im Rahmen des "Mozart Festival Würzburg 2019"). Präsentation: Peter Kislinger Klangkunst in Vollendung Von "Klangkunst in Vollendung", schwärmte die Rezensentin der Würzburger Main-Post nach dem Gastspiel der London Mozart Players beim 98. Mozartfest in Würzburg. Das Hummel-Klavierkonzert F-Dur op. posth. wurde von Mozarts Symphonie Nr. 34 und Beethovens Symphonie Nr. 4 gerahmt. Howard Shelley war im Kaisersaal der Würzburger Residenz in der Doppelrolle als Dirigent und Pianist zu erleben. Von stimmigen Tempi, wohlgeformtem Umgang mit Wechseln der harmonischen Ebenen und Bezüge, gar liebevollem Umgang mit Einzeltönen und großen Kantilenen, feinem Nachspüren bei leisesten Passagen und großem Auftrumpfen im Forte war die Rede, auch von "erstaunlich differenzierter Klarheit selbst bei überbordenden Läufen und Schichten". Auf Kaffeepause mit Mozart - aber wo? 2021 soll das 100-Jahrjubliäum des Würzburger Mozartfestes in großem Rahmen gefeiert werden. Zwei Details hat die Intendantin Evelyn Meining hat bereits verraten. Im Eröffnungskonzert wird Mozarts "Sinfonia concertante" aufgeführt - erklingen sollen Mozarts eigene Geige und Bratsche. In der Ausstellung "100 Jahre Mozartfest - 100 Mozart-Bilder" im Martin-von-Wagner-Museum wird jener Brief im Original zu sehen sein, in dem Mozart von einer "Kaffeepause" in Würzburg berichtet. Aber wo genau ist Mozart eingekehrt und hat sich seinen Kaffee schmecken lassen? Eine Antwort auf diese noch offene Frage der Mozart-Forschung versucht der Würzburger Musikwissenschaftler und Mozart-Experte Ulrich Konrad noch rechtzeitig finden.

15.30 Uhr
Moment

Wie Hass-Poster durch das Interventionsprogramm "Dialog statt Hass" lernen, wie man sich im Internet korrekt verhält Wo hört die freie Meinungsäußerung auf? Wo beginnt - strafbare - Verhetzung? Hass-Postings betreffen tausende Menschen, die Opfer von verletzender Aggression und Hetze werden. Nach einem einjährigen Probebetrieb bietet der Bewährungshilfeverein Neustart seit kurzem in ganz Österreich ein Programm für die Täterseite an. Es findet in Kooperation mit der Justiz statt. Menschen, die wegen Verhetzung straffällig wurden, lernen in Einzelgesprächen und Gruppeneinheiten, wie sie ihre Meinung im Netz äußern können, ohne Andere dabei abzuwerten und sich strafbar zu machen. Außerdem lernen sie die Perspektive der Opfer kennen. Ein Klient sowie Mitglieder des Teams von "Dialog statt Hass" berichten. Gestaltung: Alina Sklenicka Wort der Woche: Matthias Däuble Moment-Echo: Elisabeth Stecker

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Wenn Ratten sich vor Lachen kringeln. Rudi hat von einer höchst interessanten Studie gelesen: Ratten sind kitzlig. Aber nur, wenn sie gut gelaunt sind. Ha, denkt sich der Radiohund - wie ist das bei Hunden? Er greift zum Hörer und telefoniert mit Univ. Prof. Dr. Michael Brecht von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Ratten für die Wissenschaft gekitzelt hat. Das kann helfen, auch die Stimmungen beim Menschen besser zu verstehen, vor allem aber, erfährt Rudi, ist das Kitzeln eine höchst merkwürdige und rätselhafte Sache. Kann man sich selbst kitzeln? Können Ratten wirklich lachen? Warum ist kitzeln nicht immer lustig?

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. Ein spanischer Sänger und ein kubanischer Pianist interpretieren Boleros Diego "El Cigala" und Bebo Valdés haben es Anfang des Jahrtausends vorgemacht, jetzt haben sich auch Enrique Heredia Negri und Pepe Rivero auf diese reizvolle musikalische Reise begeben: ein spanischer Flamencosänger und ein jazz-erprobter kubanischer Pianist interpretieren alte romantische Songs aus Lateinamerika. Pepe Rivero und Enrique Heredia Negri haben sich dabei ganz auf den Bolero konzentriert, wie auch der Titel ihres jüngst erschienenen Albums klar stellt: "Bolero solo".

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Frauen im Alten Ägypten. Mit Irmgard Hein, Institut für Ägyptologie der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Bildliche Darstellungen in Grabstätten, Plastiken aber auch Texte aus ca. 3000 Jahren pharaonischer Geschichte erzählen von der vielfältigen gesellschaftlichen Bedeutung der Frau im Alten Ägypten. Während Frauen als Königinnen zu den bekannteren Wahrnehmungen gehören, ist das Bild der Frau im Alltag noch weniger ausgeleuchtet. Frauen als Königinnen kamen bereits seit dem Alten Reich (2686-2181 v.Chr.) wichtige Funktionen zu, zum einen als Gattin des Königs, etwa Nefertari, der Gattin von Ramses II. (Neues Reich, 13. Jh. v.Chr.) insbesondere aber als Mutter des Thronerben. War dieser noch jugendlich, führten sie auch an dessen Stelle die Geschäfte. Frauen, die vom Königshaus abstammten oder in dieses einheirateten, zählten zweifellos zur Elite im Alten Ägypten. Auch als Priesterinnen oder Gattinnen von Beamten kam ihnen eine hohe Stellung zu. Eigene Grabstellen bzw. eigene Verehrungsstellen im Grab des Mannes belegen dies. Die Berufsbilder der meisten Frauen im Alten Ägypten waren mit der Nahrungszubereitung verknüpft, wie Kornmahlen, Brotbacken, Bierbrauen und Weben. Grabbeigaben und Bilder in Gräbern zeigen sie als Dienerinnen oder beim Warenhandel am Markt. Frauen waren aber auch für die sogenannten "Schönen Künste" zuständig - Darstellungen von Musikantinnen oder Tänzerinnen sind aus allen Epochen der ägyptischen Geschichte erhalten. Innerhalb der Familie hatte die Frau die Stellung als "Herrin des Hauses" (nebet per) inne. Als solche war sie keinesfalls rechtlos oder unter Verschluss gehalten, sondern geschäftsfähig und erbberechtigt. Nicht zuletzt wird die Frau in der Liebeslyrik, die vor allem aus dem Neuen Reich erhalten ist, besungen. Darin wird ihre Schönheit gepriesen, aber auch ihre Untreue beklagt.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.30 Uhr
Klartext

Die Vergangenheit hat gezeigt: Gegen die Länder hat sich noch keine Bundesregierung ernsthaft zu regieren getraut, also muss sie sie ins Boot holen. Aber wie? Darüber diskutieren bei Klaus Webhofer im "Klartext": Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau-Stv. Niederösterreich, ÖVP Gaby Schaunig, Landeshauptmann-Stv. Kärnten, SPÖ Birgit Hebein, Wiener Vizebürgermeisterin, Grüne Manfred Haimbuchner, Landeshauptmann-Stv. Oberösterreich, FPÖ Andrea Klambauer, Landesrätin Salzburg, NEOS Was haben eigentlich die Bundesländer von der ersten türkis-grünen Regierung zu erwarten? Anfang Februar steht ein erster Test bevor, wenn Sozialminister Rudolf Anschober mit den Ländern eine Neuregelung der Mindestsicherung finden soll. Darüber schweigt sich das an sich voluminöse Regierungsprogramm ja beredt aus. Größere Aufgaben folgen werden folgen müssen: Wer wird am Ende das neue Öffi-Ticket bezahlen? Wie gehen die Länder mit Asylzentren, Kopftuchverbot, Pflege, Wohnbauförderung um? Und wie kann ein Finanzausgleich gestrickt sein, der neuerdings an Klimaziele gekoppelt werden soll?

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Graindelavoix, Leitung: Björn Schmelzer. V. Gebot: Du sollst nicht töten. Carlo Gesualdo da Venosa: Tenebrae Responsoria (aufgenommen am 22. Jänner im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses).

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Der Autor Max Deml und seine Leidenschaft für ethisches Investieren Gestaltung: Katrin Mackowski Was er weiß und gründlich recherchiert hat, gibt er gern preis, manchmal sogar auf der Bühne, gemeinsam mit dem Finanzkabarettisten Georg Bauernfeind. Max Deml ist Pionier der "grünen Geldanlage". Schon 1990, als nachhaltiges Investieren in Österreich noch ein Fremdwort war, hat der Psychologe und Politikwissenschafter das Handbuch "Grünes Geld" geschrieben und legt es seitdem jährlich neu auf. Außerdem erscheint alle zwei Wochen seine Zeitschrift "Ökoinvest". Seit über 30 Jahren informiert Deml darin über Investments mit Verantwortung und stellt Musterdepots vor. An Unternehmen, die sich um erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung und Mikrokredite kümmern, ist Max Deml auch selbst beteiligt. Er sagt: "Der Risikomanager eines Unternehmens, der der Klima- Umwelt- und Reputationsrisiken nicht berücksichtigt, hat seinen Beruf heute verfehlt". Sicher ist: seit der Klimakrise ist aus dem Nischenthemen für Öko-Freaks längst ein Milliardenmarkt geworden. Doch Max Deml ist kein Finanzberater und wird auch keiner werden. Er ist und bleibt ein Beobachter; einer der genau analysiert, ob das, was als ethisch und grün bezeichnet wird, auch wirklich den Kriterien für Nachhaltigkeit entspricht. Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski. Diese Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das postfaktische Zeitalter. Von der Degradierung der Wissenschaft (3). Gestaltung: Ulla Ebner Mehr Tabu als Sex? Die Menstruation im Porträt (3). Gestaltung: Tanja Rogaunig Beethovens "Fidelio". Klingende Revolution und /oder Manifest bedingungsloser Liebe? (3) Gestaltung: Gerhard Krammer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten