Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Punkt eins

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Götterfunken und Schicksalsklang". Himmlisches und Irdisches bei Ludwig van Beethoven findet Michael Krassnitzer, Journalist und Musikliebhaber, in der Woche zum Ö1-Beethoventag. - Gestaltung: Alexandra Mantler Im Werk Ludwig van Beethovens, dessen Geburtstag sich 2020 im Dezember zum 250. Mal jährt, manifestieren sich höchst gegensätzliche geistige Strömungen. In der "Missa Solemnis", einer der berühmtesten Messen der abendländischen Musik, macht der Komponist die Ohnmacht des Menschen gegenüber der göttlichen Allmacht auf überwältigende Weise erfahrbar. Zugleich war Beethoven geprägt von der Französischen Revolution mit ihrem Ruf nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" und ein glühender Anhänger der Aufklärung, in welcher der Mensch die höchste Instanz darstellt. Wie auch immer er diese Gegensätze für sich unter einen Hut gebracht haben mag - Beethovens Wirken spiegelt eine Epoche wider, in der um das Verhältnis zwischen Mensch und Gott erbittert gerungen wurde, gesellschaftlich und individuell. In der Woche zum "Ö1-Beethoventag" am 1. Februar macht sich der Journalist und Musikliebhaber Michael Krassnitzer "Gedanken für den Tag" über Himmlisches und Irdisches bei Ludwig van Beethoven.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Renate Burtscher. Mozart hat Geburtstag, Schostakowitsch wird Ende Jänner 1936 zum Volksfeind und Beethoven- Name-Dropping 1: der tanzende Neffe von Luigi Boccherini Wer großer Kunst begegnet, der wird darüber staunen dürfen. Schon im Barock hat ein Dichter - so habe ich in der Caravaggio-Bernini-Schau im Kunsthistorischen Museum gelernt - das Wunderbare und das Staunen darüber zum zentralen Moment der Beurteilung von Dichtung erklärt. Es war Giambattista Marino, der meinte: "Das Ziel des Dichters ist das Wunderbare, ich spreche vom Meister, nicht vom Stümper. Wer nicht Staunen machen kann, dessen Platz ist im Stall".

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Schmuck, Schutz und Wärmedämmung. Der Ornithologe Benjamin Knes über die Vogelfeder. Teil 1: Vom Finden zum Bestimmen Gestaltung: Aimie Rehburg Ob weiße Daunenfeder, gesprenkelte Armschwinge, schwarzer Stoß oder rote Konturfeder - die Farben-, Formen- und Funktionsvielfalt der Vogelfeder scheint grenzenlos. So "schminkt" der Bartgeier sich und seine Federn rot mit Hilfe von Eisenoxid-haltigem Wasser, der Pfau wiederum muss nur in die Sonne schreiten, um die Farben seines Rads zur Geltung kommen zu lassen. Im Schatten allerdings verblassen diese. Dass nicht nur tropische Vögel bunt sind, erklärt der junge Wissenschafter Benjamin Knes ebenso anschaulich, wie die Notwendigkeit, dass das Sammeln von Vogelfedern klaren Regeln des Naturschutz- und Jagdgesetzes unterliegt. Benjamin Knes beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit dem Thema Vogelfeder. Aus seiner kindlichen Leidenschaft ist ein leidenschaftlicher Beruf geworden: Als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel kümmert sich der angehende Wildtierökologe Benjamin Knes nicht nur um das Monitoring und den Schutz der Vögel, sondern er gibt auch als selbständiger Ornithologe und Vogelfeder-Experte zahlreiche Workshops und arbeitet ehrenamtlich beim Vogelfeder-Online-Nachschlagwerk "featherbase" mit.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das postfaktische Zeitalter

Von der Degradierung der Wissenschaft (1). Gestaltung: Ulla Ebner Noch nie waren Menschen so gebildet wie heute. Noch nie war Wissen so leicht zugänglich für alle. Und dennoch werden Falschmeldungen und Verschwörungstheorien zu einem wachsenden Problem für unsere Demokratien. Sie beeinflussen Wahlen, verstärken die Polarisierung von Gesellschaften und lassen exzentrische Politiker an die Macht kommen, die bewusst ihre eigenen Parallelrealitäten erschaffen. Als ein Wendepunkt wird hier das Jahr 2016 gesehen: das Jahr, in dem Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewann. Im selben Jahr erklärte das Oxford Dictionary den Begriff "Post-Truth" zum Wort des Jahres, in Deutschland erhielt das Wort "postfaktisch" den gleichen Titel. Laut Washington Post verbreitete Trump in den ersten 1.000 Tagen seiner Amtszeit mehr als 13.400 Unwahrheiten. Doch, gelogen wurde in der Politik vermutlich seit es sie gibt. Was also ist das Neue am Phänomen der postfaktischen Demokratie? Auffällig ist, dass sich Politiker wie Trump oder Putin gar nicht darum kümmern, ob ihre Lügen auffliegen. Tatsachen verdrehen ist zur Machtdemonstration geworden: ich entscheide, was wahr oder falsch ist. Sich offen zur einen oder anderen "Wahrheit" zu bekennen, wird Ausdruck einer bestimmten politischen Identität. Vorsätzlich diskreditieren politische Akteure wissenschaftliche Forschung, wenn diese ihren Interessen widerspricht. Stichwort Klimawandel. Der politische Kampf gegen Klimaforscher und andere Wissenschafter hat Methode. Die Erdölindustrie finanziert gezielt konservative Think Tanks, um angebliche Experten in die Medien zu bringen, die fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über Treibhausgase in Frage stellen. Vorlage dafür war eine Kampagne der Tabakindustrie in den 1950ern. Diese versuchte jahrelang, in der Öffentlichkeit Zweifel darüber zu schüren, ob Rauchen tatsächlich krebserregend sei. Neu ist auch die massive Verbreitung von "Fake News" über das Internet. Eine unüberschaubare Fülle an Informationen macht es den Menschen schwer, seriöse Berichte von Halbwahrheiten und Lügen zu unterscheiden. Auf Social Media bekommt Aufmerksamkeit, wer am schrillsten ist und am meisten emotionalisiert. Das ist kein Zufall. Die Algorithmen dieser Netzwerke wurden unter Einbindung von Psychologen entwickelt, die untersucht haben, was es braucht, damit wir möglichst lang in den Netzwerken verweilen. Zahlreiche Faktencheck-Projekte gehen mittlerweile den Falschmeldungen nach und bemühen sich, Richtigstellungen im Netz zu verbreiten. Mit mäßigem Erfolg. Manchmal können diese Versuche sogar das Gegenteil bewirken: sie erzeugen bei deren Anhängern ein "Jetzt erst recht"-Gefühl, den sogenannten Backfire-Effekt. Denn Informationen, die nicht in unser Weltbild passen, erzeugen bei uns eine kognitive Dissonanz, ein Gefühl der Verstörung. Wie kann man dieses Phänomen also bekämpfen? Ein Radiokolleg über alternative Fakten, gefühlte Wahrheiten und die Zukunft unserer Demokratie. Die Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

09.30 Uhr
Radiokolleg - Mehr Tabu als Sex?

Die Menstruation im Porträt (1). Gestaltung: Tanja Rogaunig Die Periode, die Regel, meine Tage, Besuch von Tante Rosa, Erdbeerwoche, Los Wochos. Die Menstruation betrifft die Hälfte der Menschheit. Trotzdem wird sie nur selten bei ihrem Namen genannt. Nach wie vor wird über die Monatsblutung mehr peinlich geschwiegen als offen gesprochen. In ihrer vierteiligen Radiokolleg-Reihe über die Menstruation stellt sich Tanja Rogaunig die Frage, warum das so ist und was während der Tage im Körper eigentlich passiert. Sie spricht mit Gynäkologen über Regelschmerzen und fragt nach, wie harmlos es ist, die Monatsblutung mit der Pille ganz zu unterdrücken. Mädchen und Frauen erzählen über ihre erste Regel, über Stimmungs- und Leistungsschwankungen, bevorzugte Hygieneartikel und Sex während der "kritischen Tage". Dass über die Regel nicht gesprochen wird, hat lange Tradition. Bereits das Alte Testament deklarierte die Menstruation als Unreinheit, der mit strengen Auflagen zu begegnen sei: "Hat eine Frau Blutfluss und ist solches Blut an ihrem Körper, soll sie sieben Tage lang in der Unreinheit ihrer Regel verbleiben. Wer sie berührt, ist unrein bis zum Abend". (Buch Levitikus, Kapitel 15) Auch in anderen religiösen Schriften wird die menstruierende Frau als unrein und damit tabu erklärt, was ihren Ausschluss aus dem religiösen und sozialen Leben bedeutet. In Indien ist Frauen im gebärfähigen Alter der Zutritt zu vielen Tempeln nach wie vor verboten. Außerdem werden sie, wie auch in manchen Gegenden Nepals, während ihrer Tage in Menstruationshütten verbannt. In Europa griff im 20. Jahrhundert die Intimhygiene-Industrie das Reinheitsgebot auf. Binden und Tampons wurden mit Slogans wie "sauber und sicher" beworben. Nach wie vor wird Diskretion großgeschrieben. Anstelle von Menstruationsblut ist es in Werbespots üblich eine blaue Ersatzflüssigkeit zu zeigen. Vor allem Hersteller von nachhaltigen Damenhygieneprodukten wie Bio- Binden oder Menstruationstassen bemühen sich seit einigen Jahren um eine schambefreite und offene Kommunikation: "Menstruation ist normal. Sie zu zeigen sollte es ebenso sein", lautet etwa ein Slogan. Auf Social-Media-Kanälen rufen Aktivistinnen unter dem Hashtag #periodpride zu einem stolzen Umgang mit der Periode auf. Frei von Scham und Tabus ist das Thema aber noch nicht. Erst 2019 wurde in sozialen Netzwerken gegen ein Menstruations-Emoticon in Form eines roten Bluttropfens protestiert. Und eine repräsentative Umfrage der Wiener Menstruations-Informationsplattform "Erdbeerwoche" unter 1.100 österreichischen Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren aus dem Jahr 2017 ergab nicht nur gewaltige Wissenslücken rund um das Thema Menstruation, sondern förderte auch ein negatives Bild der Regel zutage. 60 Prozent der Mädchen gaben an, eine negative Einstellung zu ihrer Menstruation zu haben und 70 Prozent der Burschen fanden das Thema "unwichtig" und "peinlich".

09.45 Uhr
Radiokolleg - Beethovens "Fidelio"

Klingende Revolution und /oder Manifest bedingungsloser Liebe? (1). Gestaltung: Gerhard Krammer Nicht gerade einfach war sie, die Entstehung der Oper "Fidelio" von Ludwig van Beethoven. Drei Versionen, vier Ouvertüren - heute würde man diese moderne Genese als "work in progress" bezeichnen. Was - neben künstlerischen Motiven - zusätzlich hinter diesem Prozess stand, versucht dieses Radiokolleg anlässlich des bevorstehenden Ö1-Beethoventages am 1. Februar 2020 aufzuzeigen. Das in den Jahren der Fidelio-Entstehung bestimmende gesellschaftlich einschneidende wie nachhaltig verändernde Ereignis war die französische Revolution. Diese Veränderungen fanden ihren Ausdruck auch in der Kunst. Und ging es bei Mozarts "Le Nozze di Figaro" um das Recht auf körperliche Liebe durch Macht, so steht Fidelio für die erschütternden Veränderungen in der Gesellschaft, die revolutionäre Sprengkraft der Freiheit, den Fall der Fesseln der Unterdrückung und der Willkür. Beethoven schreibt Musik aus der Aufklärung heraus. Mehr noch, er führt uns in die Weiten des Erhabenen, mit einer davor noch nie dagewesenen Sprache. Beethoven schafft hier - auch dank des Librettos von Joseph Sonnleitner nach der Vorlage von Jean-Nicolas Bouilly - ein Plädoyer für Liebe. Heute mögen solche Begriffe mit zu viel Pathos verknüpft sein. Schaut man aber auf die Substanz, so bietet sich Fidelio auch den Menschen im 21. Jahrhundert als Gesellschafts- und Lebensentwurf an, den zu reflektieren man sich zumindest ein wenig Zeit nehmen sollte. Auch um zu erspüren, ob etwas Allgemeingültiges auch noch 250 Jahre nach Beethovens Geburtstag zu uns durchdringen kann, uns durchdringen kann. Aus historischen Dokumenten und Berichten, philosophischen und historischen Positionen von Hector Berlioz bis Theodor W. Adorno, aktuellen Produktionen und Aufnahmen von Wiener Staatsoper, Theater an der Wien bis zum Freiburger Barockorchester - Momentaufnahmen eines zeitlosen Kunstwerkes, dem noch immer eine faszinierende Magie innewohnt. Gestaltung: Gerhard Krammer

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Philipp Weismann. Johann Ernst Eberlin und Anton Cajetan Adlgasser 1726 kam Johann Ernst Eberlin von Augsburg nach Salzburg, wo er am Höhepunkt seiner Laufbahn von Erzbischof Andreas Jakob von Dietrichstein zum Hoforganisten und Hofkapellmeister ernannt wurde. Eberlin (1702-1762) komponierte unter anderem über 40 Messen, die weite Verbreitung in Österreich, Süddeutschland und Böhmen fanden. Sein Nachfolger als Domorganist in Salzburg war Anton Cajetan Adlgasser (1729-1777), Schüler und Schwiegersohn von Eberlin. Adlgasser schrieb neben Messen und Offertorien mehrere Symphonien und eine Oper. Bekannt ist Adlgasser auch durch das gemeinsam mit Michael Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart komponierte geistliche Singspiel "Die Schuldigkeit des Ersten Gebots" - wovon allerdings einzig der Teil des elfjährigen Mozart erhalten geblieben ist. Bei einem Gottesdienst im Dezember 1777 erlitt Adlgasser während des Orgelspiels einen Schlaganfall und starb noch am selben Abend im Alter von nur 48 Jahren. Den dramatischen Vorfall beschreibt Leopold Mozart in einem Brief an seine Frau und seinen Sohn.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Ex libris Nachlese. "Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin". Von Thomas Meyer. Es liest der Autor.

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. Filmstart: "Little Women" 2. Uraufführung: "Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich" 3. Das Trio Gabbeh im Jazzatelier Ulrichsberg in Oberösterreich Das US-amerikanische Historiendrama "LITTLE WOMEN" von Greta Gerwig folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo, Meg, Amy und Beth zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Jo March, dem Alter Ego von Autorin Louisa May Alcott und sowohl basierend auf dem Roman wie auch auf den persönlichen Schriften Alcotts, die eine US-amerikanische Schriftstellerin war und ihren Roman Little Women speziell für Mädchen geschrieben hat. Der Film handelt von vier jungen Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen und dabei teils große gesellschaftliche Hindernisse überwinden. In den Hauptrollen sind u.a. Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh und Eliza Scanlen. Filmstart in Österreich ist am 31. Jänner. In Wien im Burgkino. Vorstellungsbeginn ist um 18 Uhr und um 20.30 Uhr. "Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich" - so heißt das Stück von Torsten Fischer und Herbert Schäfer, das am 6. Februar im Theater in der Josefstadt Premiere hat. Der musikalische Theaterabend nähert sich der weltberühmten Diva, der Schauspielerin und Sängerin, Marlene Dietrich an, die auf ihren Lebensweg zurückblickt: Als "Blauer Engel" wurde sie quasi über Nacht ein Filmstar - und ein Sexsymbol. Ihre Ablehnung des Nationalsozialismus machte sie zur Emigrantin - und zur Hollywooddiva. Sie engagierte sich in der Truppenbetreuung der alliierten Streitkräfte - und war als Frauenrechtlerin bekannt. Als Stilikone prägte sie eine ganze Generation - und stellte gängige Rollenklischees in Frage. Nach ihrem letzten Filmdreh 1979 verließ Marlene Dietrich ihre Wohnung in Paris nicht mehr und verbrachte - inzwischen tabletten- und alkoholabhängig - ihr letztes Lebensjahrzehnt ausschließlich in ihrem Bett. Sona MacDonald wird Marlene Dietrich in der Produktion "Engel der Dämmerung" im Theater in der Josefstadt in Wien verkörpern. Hinter dem Bandnamen Gabbeh" stecken der Wiener Bassist Manu Mayr sowie die aus dem Iran stammenden Sängerin Golnar Shayhar und der in Teheran geborenen Klarinettistin Mona Matbou Riahi. Die drei Musiker arbeiten zusammen an einer musikalischen Mischung zwischen Improvisation, iranischer Folklore und zeitgenössischer Kammermusik. Es gehe den Künstlern dabei vor allem um ein homogenes, dreidimensionales Klangbild mit Stimme, Klarinette und Kontrabass. Am 1. Februar gibt das Trio Gabbeh im Jazzatelier Ulrichsberg in Oberösterreich ein Konzert. Beginn ist um 20.00 Uhr.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus. Cello-Duos von Jacques Offenbach in einer Aufnahme von Anne Gastinel und Xavier Phillips Das Offenbach-Jahr 2019 ist verklungen und hat die musikalischen Wurzeln des Meisters der Operette immer wieder hervorgeholt: nicht nur seine Herkunft aus einer jüdischen Familie in Köln, sondern vor allem seine Meisterschaft auf dem Cello. Eine neue CD von 2019 widmet sich Offenbach als Komponisten von zahlreichen Cello-Duos. Als Cello-Schüler und bald dann bewunderter Virtuose ("Liszt des Cello") erobert der junge Offenbach Paris. In den verschiedenen Pariser Theaterorchestern und Salons sammelt der Cellist Offenbach seine musikalischen Erfahrungen, lernt das Publikum kennen. Gleichzeitig komponiert er virtuose Cellomusik, die das Instrument in allen Facetten zum Einsatz bringt. Dabei betätigt sich Offenbach auch als Pädagoge: seine "Cours méthodique de duos pour deux violoncelles" (Methodischer Duett-Kurs für zwei Celli) erscheint in sechs Bänden mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad vom Buchstaben A bis F. Anne Gastinel und Xavier Philipps (die an den Konservatorien in Lyon bzw. Lausanne unterrichten) wählen für ihre CD-Aufnahme sechs Duos aus den Bänden C, E und F. Beide sind als Solisten und Preisträger großer Wettbewerbe seit langem schon erfolgreich. Zum ersten Mal musizieren sie gemeinsam und betonen, wie schwierig es ist, nicht als Virtuose im Mittelpunkt zu stehen, sondern auch zu begleiten: "Die Passagen technischer Meisterleistungen und jene, in denen man begleitet, wechseln ständig ab, dieser Wechsel stellt meines Erachtens den schwierigsten Teil dar. Man merkt schnell, dass es manchmal schwieriger ist, den anderen zu begleiten, als selbst im Mittelpunkt zu stehen". (Anne Gastinel)

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

Zuchtstiere und ihre Bedeutung für die Milchproduktion. Gast: Dr. Friedrich Führer, Tierarzt, NÖ Genetik Rinderzuchtverband. Moderation: Alois Schörghuber. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 E-Mails an punkteins(at)orf.at Milchproduktion ist ein zentrales Thema der Landwirtschaft in Österreich. 1.873.000 Rinder wurden laut Statistik Austria am Stichtag 1. Juni 2019 österreichweit gehalten. Die jährliche Milchleistung der Kühe des Landes ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Dazu gehören Stiere mit einem entsprechenden Vererbungspotential. Wie wichtig ist die Rinderbesamung für die Leistung eines Kuhstalls? Der Tierarzt und Besamungs-Experte Friedrich Führer ist zu Gast bei Alois Schörghuber und erzählt über seine Arbeit, die Maximierung von Leistung und wie ökologisch sinnvolle Modelle gestaltet sind. Warum ist die künstliche Rinderbesamung weltweit etabliert? Wie funktioniert sie? Was bedeutet das für die Artenvielfalt? Welche Auswirkungen hat das für die Landwirte? Und wie schaut es mit dem häufig zitierten Methanausstoß von Rindern aus? Wenn Sie sich an der Diskussion beteiligen möchten: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Leitung und Countertenor: Bejun Mehta. Georg Friedrich Händel: Arien aus "Orlando", "Tolomeo, Re d'Egitto" und "Giulio Cesare in Egitto" * Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie A-Dur KV 201 * "Joseph Haydn: Symphonie e-Moll Hob. I/44 (aufgenommen am 23. Mai 2019 im hr-Sendesaal in Frankfurt am Main). Präsentation: Gerhard Hafner Bejun Mehta gilt als einer der führenden Countertenöre unserer Tage. Was viele nicht wissen: der Großneffe des Dirigenten Zubin Mehta, der auf den internationalen Bühnen zu Hause ist und in deutscher Literatur einen akademischen Abschluss hat, verdiente seine ersten musikalischen Sporen als Orchestercellist und Dirigent. "Als Dirigent fange ich jetzt eigentlich erst wieder an, nachdem ich schon in der Uni-Zeit viel dirigiert hatte, es dann aber eine Weile gelassen habe", so Mehta in einem Interview. "Wer mich nur als Sänger kennt, wird das vielleicht als etwas Neues empfinden. Aber für mich ist das eine Art Rückkehr zu etwas, das ich sehr liebe. Das mag nach Vielseitigkeit klingen, doch ich finde, es kommt alles aus derselben Quelle in mir. Die Erfahrungen als Sänger, Schauspieler und Musiker fließen da alle zusammen. Denn als Künstler ist es wichtig, dass man sich immer neu entwickelt. Bei allem, was wir machen, geht es um die Humanität der Menschen". Am 31. Mai des Vorjahres debütierte Bejun Mehta am Pult des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt. Bei dem Abend im Frankfurter hr-Sendesaal zeigte der 52-Jährige mit drei Arien von Georg Friedrich Händel alle Facetten seines sängerischen Könnens und seine Qualitäten als Dirigent bei Symphonien von Mozart und Haydn.

15.30 Uhr
Moment

Das Casting neuer Ideen, Teil 1 Ö1 hat am 20. Jänner 2020 eine multimediale Ideensammlung gestartet. Eingeladen sind Menschen ab 20 Jahren, die in kurzen Videoclips vorstellen, was sie neu und anders machen. Im Fokus steht eine Generation, für die das Internet niemals neu war und die im Schatten der Erderwärmung erwachsen wurde. Gefragt ist alles, was Impulse zur Veränderung setzt und die Zukunft im Jetzt reparieren will - selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht. Innovative Ideen, Konzepte oder bereits realisierte Projekte, die Probleme erkennen und Lösungen anbieten: Von Klimaschutz und Armutsbekämpfung, über Sharing-Initiativen und Partizipation, bis zu Bildung, Ernährung, Musik und künstlerische Performances. "Moment" stellt an zwei Tagen jeweils drei beispielhafte Projekte vor. Heute im Fokus: Produkte des alltäglichen Lebens "Projekt GARDEROBE" ist eine Initiative gegen die Wegwerfkultur. Für einen nachhaltigen Umgang mit Umweltressourcen werden Strategien entworfen, um Kleidung länger tragbar zu machen. Schätze aus dem Kleiderschrank können gegen gleich viele Stücke getauscht werden. "ERUi", die zweite Initiative, produziert bio-zertifizierte Naturkosmetik ohne Plastik und vertreibt die Produkte in Österreich und Deutschland. Der Online-Hofladen "Paradeisa" schließlich arbeitet mit kleinstrukturierten Betrieben in der Region Ostösterreich, bringt Erzeuger und Konsumenten zusammen und sorgt dafür, dass vorbestellte lokale Lebensmittel an Verteilungsorten und Abholmärkten abgeholt werden können. Gestaltung: Noel Kriznik Randnotizen: Alois Schörghuber

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Wie unser Kontinent zu seinem Namen kam Tony Terrier hat behauptet, dass Europa durch einen Stier entstanden ist. Rudi glaubt ihm kein Wort und wobbelt sofort zur Universität Wien. Dort trifft er die Sprachwissenschaftlerin Sonja Schreiner. Sie kennt viele alte Erzählungen und erklärt dem Radiohund was der Stier mit dem Kontinent zu tun hat. Sonja Schreiner, Institut für Klassische Philologie: "Wir sollten über die Sage von Europa sprechen. Man wundert sich vielleicht darüber, dass man Europa ja eigentlich als den Kontinent kennt, auf dem viele von uns zuhause sind. Das war aber nicht immer so. Jeder der Kontinente, die es auf unserem Planeten gibt, hat eine bestimmte Ursprungsgeschichte. Afrika heißt Afrika, weil es da ein lateinisches Wort gibt, das steht für schwarz und in Afrika haben viele Menschen eben schwarze Hautfarbe. Australien ist ganz weit unten im Süden auf der Weltkugel - auch da gibt es ein lateinisches Wort, das den Süden andeutet. Amerika heißt Amerika, weil Amerigo Vespucci für ganz viele Entdeckungen vor allem in Südamerika verantwortlich ist. Asien hat mit dem Sonnenaufgang zu tun und Europa, ja da steckt eine ganz hübsche Prinzessin dahinter, die nicht aus Europa kommt."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

Im Zeit-Raum: Does capitalism erode democracy? Die israelische Soziologin Eva Illouz, die mit ihren Büchern über die Liebe im Konsumkapitalismus berühmt wurde, im Vortrag und Gespräch mit Johannes Kaup. In englischer Sprache. (Aufgenommen am 3.12.2019 im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien) Bearbeitung: Andreas Wolf In ihren Büchern "Warum Liebe wehtut" und "Warum Liebe endet" zeigt Eva Illouz, wie durch Selbstoptimierung, Kommerzialisierung des Intimlebens und digitale Kommunikation das Gefühlsleben des Einzelnen zutiefst verunsichert wird. In ihrem neuesten Buch "Das Glücksdiktat und wie es unser Leben beherrscht" kritisiert die Soziologin die boomende kapitalistische Glücksindustrie, die uns weismachen will, dass wir nur dann glücklich sein können, wenn wir unsere negativen Gefühle blockieren und uns selbst optimieren. In Kooperation mit dem IWM (Institut für die Wissenschaften vom Menschen) spricht Johannes Kaup mit Eva Illouz darüber, welche Faktoren zur Entfremdung zwischen Individuum, Gesellschaft und der Politik führen und welche Rolle dabei die neoliberal-kapitalistische Ideologie spielt.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Mitschnitte vom Eurosonic-Festival Eurosonic Noorderslag ist ein Musikfestival mit internationalem Konferenzprogramm im niederländischen Groningen. Gegründet 1986, hat sich dieser jährliche Event zur wichtigsten Plattform für aufstrebende Pop-Talente aus Europa entwickelt. Rund 4.000 Delegierte sind auch heuer wieder nach Groningen gekommen, um die Auftritte von rund 350 Musikern und Musikerinnen zu sehen. Einen großen Erfolg gab es für die österreichische Band 5KHD: Die Gruppe rund um Sängerin Mira Lu Kovacs gewann den Music Moves Europe Talent Award. Die Spielräume senden Ausschnitte ihres Auftritts und weitere Höhepunkte aus Groningen.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Frauen im Alten Ägypten. Mit Irmgard Hein, Institut für Ägyptologie der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Bildliche Darstellungen in Grabstätten, Plastiken aber auch Texte aus ca. 3000 Jahren pharaonischer Geschichte erzählen von der vielfältigen gesellschaftlichen Bedeutung der Frau im Alten Ägypten. Während Frauen als Königinnen zu den bekannteren Wahrnehmungen gehören, ist das Bild der Frau im Alltag noch weniger ausgeleuchtet. Frauen als Königinnen kamen bereits seit dem Alten Reich (2686-2181 v.Chr.) wichtige Funktionen zu, zum einen als Gattin des Königs, etwa Nefertari, der Gattin von Ramses II. (Neues Reich, 13. Jh. v.Chr.) insbesondere aber als Mutter des Thronerben. War dieser noch jugendlich, führten sie auch an dessen Stelle die Geschäfte. Frauen, die vom Königshaus abstammten oder in dieses einheirateten, zählten zweifellos zur Elite im Alten Ägypten. Auch als Priesterinnen oder Gattinnen von Beamten kam ihnen eine hohe Stellung zu. Eigene Grabstellen bzw. eigene Verehrungsstellen im Grab des Mannes belegen dies. Die Berufsbilder der meisten Frauen im Alten Ägypten waren mit der Nahrungszubereitung verknüpft, wie Kornmahlen, Brotbacken, Bierbrauen und Weben. Grabbeigaben und Bilder in Gräbern zeigen sie als Dienerinnen oder beim Warenhandel am Markt. Frauen waren aber auch für die sogenannten "Schönen Künste" zuständig - Darstellungen von Musikantinnen oder Tänzerinnen sind aus allen Epochen der ägyptischen Geschichte erhalten. Innerhalb der Familie hatte die Frau die Stellung als "Herrin des Hauses" (nebet per) inne. Als solche war sie keinesfalls rechtlos oder unter Verschluss gehalten, sondern geschäftsfähig und erbberechtigt. Nicht zuletzt wird die Frau in der Liebeslyrik, die vor allem aus dem Neuen Reich erhalten ist, besungen. Darin wird ihre Schönheit gepriesen, aber auch ihre Untreue beklagt.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Der Jahrestag der Befreiung ist seit 2005 international der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus; Gestaltung: Jan Pallokat Als die Rote Armee am 27. Jänner 1945 das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit, sehen nicht nur die Sowjetsoldaten das Grauen der nationalsozialistischen Todesmaschine. Auch Militärkameras fangen die Spuren eines Menschheitsverbrechens ein: Zerschundene, gebrochene Menschen, Behälter mit Zyklon B, menschliche Haare, die nicht mehr verarbeitet werden konnten. Zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen wurden in dem KZ ermordet. Nur wenige Zeitzeugen können heute noch von ihrem Leiden berichten. Historiker und Restauratoren suchen in Schriften und Gebäuden daher nach den Spuren von denen, die nichts mehr sagen können.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

der Kognitionsbiologin Vedrana Slipogor Von Birgit Dalheimer Die Kognitionsbiologin Vedrana Slipogor beobachtet Weißbüscheläffchen im Freiland in Brasilien und in Gefangenschaft an der Universität Wien. In ausgeklügelten Versuchen mit den kleinen Äffchen will Slipogor soziales Lernen bei den Tieren verstehen lernen. Dafür interessiert sie sich insbesondere auch für die Persönlichkeit der sehr sozialen Primaten. Vedrana Slipogor hat Molekularbiologie studiert, sich für ihre Doktorarbeit aber zu einem Wechsel der Fachrichtung entschieden. Das Verständnis der komplexen sozialen Wahrnehmung, Kommunikation und Intelligenz bei Tieren zu erforschenden ist in den vergangenen Jahren zu einem boomenden Forschungszweig geworden. Nicht zuletzt, weil immer auch die Hoffnung auf ein besseres naturwissenschaftliches Verständnis der Ursprünge vermeintlich einzig menschlicher Eigenschaften mitschwingt. Dieses Interesse brachte Slipogor 2014 an die Universität Wien und zu den Weißbüscheläffchen. Jetzt steht sie kurz vor dem Abschluss ihres Doktorats. Dafür hat sie gerade als eine von vier jungen Forscherinnen in Österreich das von L'Oréal und der UNESCO verliehene "For Women in Science" Stipendium erhalten. - Diese Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

19.30 Uhr
On stage

Orchestrale Klangfarbenpalette: Wolfgang Muthspiel und Ambrose Akinmusire Im Rahmen seines neuesten Projekts lässt der österreichische Gitarrist Wolfgang Muthspiel seine Musik im orchestralen Kleid hören: Der Argentinier Guillermo Klein hat jüngere und ältere Kompositionen Muthspiels für die 15-köpfige Besetzung seines "Large Ensemble" arrangiert und verleiht der Musik so einen bisher nicht gehörten Reichtum an Klangfarben, ohne ihren melodischen Fluss zu bremsen. Neben Muthspiel fungiert der US-amerikanische Trompeten-Poet Ambrose Akinmusire als Hauptsolist; die umjubelte Österreich-Premiere des Programms fand am 6. Oktober 2019 im Großen Wiener Konzerthaussaal statt. Gestaltung: Jörg Duit

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. Filmstart: "Little Women" 2. Uraufführung: "Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich" 3. Das Trio Gabbeh im Jazzatelier Ulrichsberg in Oberösterreich Das US-amerikanische Historiendrama "LITTLE WOMEN" von Greta Gerwig folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo, Meg, Amy und Beth zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Jo March, dem Alter Ego von Autorin Louisa May Alcott und sowohl basierend auf dem Roman wie auch auf den persönlichen Schriften Alcotts, die eine US-amerikanische Schriftstellerin war und ihren Roman Little Women speziell für Mädchen geschrieben hat. Der Film handelt von vier jungen Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen und dabei teils große gesellschaftliche Hindernisse überwinden. In den Hauptrollen sind u.a. Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh und Eliza Scanlen. Filmstart in Österreich ist am 31. Jänner. In Wien im Burgkino. Vorstellungsbeginn ist um 18 Uhr und um 20.30 Uhr. "Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich" - so heißt das Stück von Torsten Fischer und Herbert Schäfer, das am 6. Februar im Theater in der Josefstadt Premiere hat. Der musikalische Theaterabend nähert sich der weltberühmten Diva, der Schauspielerin und Sängerin, Marlene Dietrich an, die auf ihren Lebensweg zurückblickt: Als "Blauer Engel" wurde sie quasi über Nacht ein Filmstar - und ein Sexsymbol. Ihre Ablehnung des Nationalsozialismus machte sie zur Emigrantin - und zur Hollywooddiva. Sie engagierte sich in der Truppenbetreuung der alliierten Streitkräfte - und war als Frauenrechtlerin bekannt. Als Stilikone prägte sie eine ganze Generation - und stellte gängige Rollenklischees in Frage. Nach ihrem letzten Filmdreh 1979 verließ Marlene Dietrich ihre Wohnung in Paris nicht mehr und verbrachte - inzwischen tabletten- und alkoholabhängig - ihr letztes Lebensjahrzehnt ausschließlich in ihrem Bett. Sona MacDonald wird Marlene Dietrich in der Produktion "Engel der Dämmerung" im Theater in der Josefstadt in Wien verkörpern. Hinter dem Bandnamen Gabbeh" stecken der Wiener Bassist Manu Mayr sowie die aus dem Iran stammenden Sängerin Golnar Shayhar und der in Teheran geborenen Klarinettistin Mona Matbou Riahi. Die drei Musiker arbeiten zusammen an einer musikalischen Mischung zwischen Improvisation, iranischer Folklore und zeitgenössischer Kammermusik. Es gehe den Künstlern dabei vor allem um ein homogenes, dreidimensionales Klangbild mit Stimme, Klarinette und Kontrabass. Am 1. Februar gibt das Trio Gabbeh im Jazzatelier Ulrichsberg in Oberösterreich ein Konzert. Beginn ist um 20.00 Uhr.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das postfaktische Zeitalter. Von der Degradierung der Wissenschaft (1). Gestaltung: Ulla Ebner Mehr Tabu als Sex? Die Menstruation im Porträt (1). Gestaltung: Tanja Rogaunig Beethovens "Fidelio". Klingende Revolution und /oder Manifest bedingungsloser Liebe? (1) Gestaltung: Gerhard Krammer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Kontaktschnittstelle. Das Ensemble Interface im Wiener Konzerthaus. Gestaltung: Astrid Schwarz Das Ensemble Interface ist vor zehn Jahren aus der Internationalen Ensemble Modern Akademie hervorgegangen. Am 18. Dezember 2019 präsentierte im Wiener Konzerthaus neue und neueste Werke von drei Komponistinnen und drei Komponisten aus Israel, Italien, Polen, Russland und den USA. Alle Kompositionen kreisen um das Thema "Kontakt". Cohen Elias und Daniela Terranova fokussieren ihre Stücke auf den körperlichen Kontakt der Aufführenden mit den Mitteln der Klangerzeugung. Der Verlust und das (Wieder-)Finden von Kontakt zwischen Menschen im realen wie im mentalen Raum stehen im Mittelpunkt von Marco Stroppas Trio "Ossia". Mit dem Verlust des Kontakts zur Realität setzen sich Wojtek Blecharz und Ashley Fure auseinander. Und auch Sergey Khismatov lässt sich in seinem Auftragswerk vom Motto des Abends inspirieren, der da lautet: "Kontaktschnittstelle".

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Musikauswahl und Präsentation: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten