Deutschlandfunk Kultur

Feature

Die Kunst, sich zum Affen zu machen Besuch in einem Labor für Klang und Philosophie in Lahore Von Julia Tieke Regie: die Autorin Mit: Andreas Tobias, Imogen Kogge, Inka Löwendorf, Joachim Bliese, Eva Weißenborn, Sascha Werginz, Gerd Wameling und Julia Tieke Ton: Jean Szymczak Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 54"30 (Ursendung) "Hier bin ich ein freier Mensch" sagt Raza Kazim, der 1947 zur Staatsgründung Pakistans aus Indien nach Lahore auswandert und der teuerste Rechtsanwalt im Land wird. Heute ist Kazim 87 und blickt auf bewegte Jahre als Aktivist, Querdenker, Zankapfel, Kettenraucher und Philanthrop zurück. Hat der Mensch die Fähigkeit zur Veränderung? Ist eine andere Gesellschaft möglich? "Am scheußlichsten aller Orte" - so Kazim über Pakistan - gründete er das Sanjan Nagar Institut, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Julia Tieke, geboren 1974, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim. Autorin, Regisseurin und Projektleiterin der Wurfsendung von Deutschlandfunk Kultur. Weitere Stücke: "Meine Batterien sind leer" (DKultur 2008), "Entlang der Greenline" (DKultur 2010), "Blind Date mit Beirut" (mit Katrin Moll, WDR 2011), "Tagebuch aus Aleppo" (SWR 2013), "Ulrich Gerhardt. Ein Porträt" (DKultur 2013), "Facebook sagt, Du bist in der Türkei" (mit Faiz, SWR 2014), "Syria FM" (DKultur 2015). Die Kunst, sich zum Affen zu machen
Samstag 18:05 Uhr

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BR-Klassik

Giacomo Puccini: "Tosca"

sonya yonchevaLive aus der MET in New York: Melodramma in drei Akten In italienischer Sprache Floria Tosca - Sonya Yoncheva Mario Cavaradossi - Vittorio Grigolo Scarpia - Zeljko Lucic Der Mesner - Patrick Carfizzi und andere Metropolitan Opera Chorus Metropolitan Opera Orchestra Leitung: Emmanuel Villaume Dazwischen: PausenZeichen * * Wen wundert es, dass Sonya Yoncheva inzwischen an viele Nobeladressen der internationalen Opernszene engagiert wird? Die betörende Magie dieser Sopranstimme ist nicht zu überhören. Technisch betrachtet, variiert sie "nur" ihre Vibrato-Amplitude, um die Flamme der inneren Erregung unterschiedlich heftig flackern zu lassen, bei perfektem Registerausgleich. Aber jeder Bühnenfigur graviert sie eine individuelle Fragilität ein. Und wo es um liebende Frauengestalten geht, ihren dornenvollen Weg zur Selbstbestimmung, auf dem sie ihren Seelenschmerz in neue Stärke verwandeln, blüht die Ausdruckskunst der Sängerin in variabler Schattierung. Dann schwingt Sonya Yoncheva sich zu einer Meisterschaft empor, die verblüfft. Beispiele aus dem Ouvre Puccinis sind in Übertragungen aus der Metropolitan Opera im Lincoln Center New York am 27. Januar 2018 mit der Titelpartie von "Tosca" und vier Wochen später, am 24. Februar 2018, mit der Mimì in "La Bohème" zu bestaunen. Die renommierten Kollegen der bulgarischen Sopranistin sind im Fall von "Tosca" der italienische Tenor Vittorio Grigolo und der serbische Bariton Zeljko Lucic.
Samstag 18:59 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

I Am Your Private Dancer Von Philine Velhagen Regie: die Autorin Wer bin ich, wenn ich all die Daten hätte, die die anderen über mich haben - NSA, Google, Facebook, Amazon und Co? Philine Velhagen hat sich eine Woche lang selbst abgehört und ihr eigenes Leben retrospektiv neu ausgelesen.
Samstag 19:04 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

stieg larsson«Verblendung» von Stieg Larsson 3/3 Harriet Vanger ist 1966 verschwunden - und nun, 40 Jahre später, sollen der Journalist Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander den Fall aufklären. Sie finden heraus, dass Harriets Verschwinden in Verbindung mit einer Serie von Frauenmorden steht - und dass der Mörder womöglich noch lebt Der erste Teil der Millenium-Trilogie begann mit einem Paket: An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Päckchen enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm einst jedes Jahr dieses Geschenk gemacht, bis sie 1966 spurlos verschwunden war. Seitdem erhält Vanger jedes Jahr anonym eine Blume. Harriets Leichnam jedoch wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung versucht Vanger noch einmal herauszufinden, was dem Mädchen tatsächlich zugestossen ist. Er engagiert Mikael Blomkvist, der sich mit der Hackerin Lisbeth Salander zusammenraufen muss, um den düsteren Familiengeheimnissen der Vangers auf die Spur zu kommen. Mit: Ulrich Matthes (Erzähler), Sylvester Groth (Mikael Blomkvist), Anna Thalbach (Lisbeth Salander), Jürgen Hentsch (Henrik Vanger), Felix von Manteuffel (Martin Vanger), Vadim Glowna (Nils Bjurmann), Friedhelm Ptok (Dirch Frode), Peter Gavajda (Dragan Armanskij) u.v.a. Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn - Musik: Pierre Oser - Hörspielfassung und Regie: Walter Adler - Produktion: WDR 2010 - Dauer: je 55" Dieses Produktion dürfen wir Ihnen bis zum 5. Februar 2018 zum Nachhören zur Verfügung stellen. Danach wird es wieder vom Netz genommen. «Verblendung» Teil 1/3 «Verblendung» Teil 2/3
Samstag 20:00 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

Leon de WinterGeronimo (1/4) Nach dem gleichnamigen Roman von Leon de Winter Übersetzung aus dem Niederländischen: Hanni Ehlers Komposition: Andreas Bick Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus Mit Sylvester Groth, Barbara Nüsse, Matthias Bundschuh, Stephanie Eidt, Birte Schnöink, Peter Kurth, Michael Rotschopf, Beate Rysopp, Gala Winter, Wolf-Dietrich Sprenger, Martin Engler, Mirco Kreibich, Ibrahima Sanogo, Julian Greis u.a. NDR 2018 / Ursendung Osama bin Laden: Seit den Anschlägen vom 11. September die meistgesuchte Zielperson des FBI. Fieberhaft wurde nach ihm gefahndet, jahrelang erfolglos. Dann endlich, in der Nacht zum 2. Mai 2011 der Durchbruch: US-Soldaten eines Kommandos erschossen den Al-Kaida-Führer bei der Erstürmung seines Anwesens in Pakistan. So zumindest die offizielle Verlautbarung. Aber ist es so auch gewesen? Leon de Winter erzählt eine atemberaubend andere Version der Geschichte. Download unter www.ndr.de/radiokunst und als 12-teiliger Podcast überall da, wo Sie Podcasts abonnieren. Das Kriminalhörspiel
Samstag 21:05 Uhr

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Bremen Zwei

Sounds in Concert

allison millerAllison Miller"s Boom Tic Boom (USA) Konzertmitschnitt vom 10. November 2017, KITO, Bremen Der Name ihrer Band macht sofort klar, welches Instrument sie spielt: Schlagzeug natürlich. Boom! ? Tic! ? Boom! Bei Allison Miller wird das zum schwingenden Groove. Dabei beherrscht die Drummerin das komplette Spektrum an Dynamik, Farben und Feinheiten ? stilübergreifend. Boom Tic Boom ist ihr Jazz-Sextett, prominent besetzt mit Cracks der aktuellen US-Szene. Die Stücke, die sie schreibt, entsprechen allerdings nicht den Konventionen herkömmlicher Schubladen. Abenteuerlustig mischt Miller, was die Fantasie hergibt. Ihre Palette: eine Instrumentierung mit Klarinette, Klavier, Geige, Kornett, Bass und Schlagwerk. Die klingenden Namen der Mitspielerinnen und Mitspieler sprechen für sich: Ben Goldberg, Myra Melford, Charles Burnham, Kirk Knuffke und Thommy Andersson. Boom Tic Boom hatte vor Jahren als Trio begonnen. Zu dem Zeitpunkt war die Schlagzeugerin, die aus der Gegend von Washington, D.C., stammt und schon lange in New York lebt, vor allem Sidefrau. Und das nicht nur in Sachen Jazz, ihrer ursprünglichen Leidenschaft. Jahrelang spielte sie zum Beispiel in den Gruppen von Ani DiFranco und Natalie Merchant, den großartigen Singer-Songwriterinnen. Lange schon jongliert Allison Miller zwischen diesen Engagements und ihrer Karriere als immer gefragtere Bandleaderin, die mehr und mehr Wert legt auf Komposition und Arrangement. Im Vegesacker KITO bestritt die Gruppe eines von nur zwei Deutschlandkonzerten im Zuge einer Europatournee.
Samstag 22:00 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Jazztime

Shorty RogersKühl und innovativ Die Geschichte des Jazzlabels Contemporary Records Von Hans-Jürgen Schaal Labelgründer Lester Koenig (1918 - 1977) war ursprünglich Filmproduzent, geriet aber in die Fänge McCarthys und bekam Arbeitsverbot in Hollywood. Daraufhin gründete er 1951 das Jazzlabel Contemporary Records, mit dem er sich der modernen Szene Kaliforniens verschrieb und ein Vierteljahrhundert lang den "West Coast Sound" förderte. Eine der ersten Bands auf Contemporary waren die Lighthouse All-Stars des Bassisten Howard Rumsey - eine Formation, die die wichtigsten Solisten des West Coast Jazz hervorbrachte, darunter Shorty Rogers, Jimmy Giuffre und Shelly Manne. Dank Contemporary Records entwickelte sich Kalifornien in den 1950er-Jahren zu einem Zentrum des experimentellen und innovativen Jazz. Auch das Debütalbum von Ornette Coleman, dem "Vater" des Free Jazz, erschien noch auf Contemporary.
Samstag 22:03 Uhr

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HR2

The Artist"s Corner

adornoGeorg Nussbaumer | Das Letzte Hemd oder Die Königin der Nacht ist die Mutter des Waldvogels - Ein Walkürenritt mit Ascher und Adorno "Musikschwaden und Erinnerungen, Fragen und Vermutungen steigen auf wie Nebel vom Wiesengrund. Ein leichtes und diffuses Kreisen um den (Musik-)Philosophen Theodor W. Adorno (1903-1969) und um die 2016 verstorbene Opernsängerin und Neue-Musik-Interpretin Christina Ascher.
Samstag 23:00 Uhr

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RBB kulturRadio

LATE NIGHT JAZZ

Shabaka and the Ancestorsmit Ulf Drechsel Jazzfest Berlin 2017 - Shabaka and the Ancestors Auf den ersten Blick würde Shabaka Hutchings auch als Basketballspieler durchgehen. Gleichermaßen groß und ""muskulös"" ist sein Ton auf dem Tenorsaxofon. Geboren 1984 in London ging Hutchings als Sechsjähriger für zehn Jahre nach Barbados und hat sich seit seiner Rückkehr nach Großbritannien in der dortigen Szene einen wichtigen Platz erspielt. Neben seinen eigenen Bands wie SONS OF KEMET spielt er immer wieder auch mit Kollegen aus der afrikanischen Community. 2016 begegnete er in Südafrika einer Gruppe von Musikern, mit denen er eine ganz eigene Verbindung zwischen afrikanischer Roots-Music und Jazz knüpft. Konzertmitschnitt vom 31. Oktober 2017, LIDO bis 00:00 Uhr
Samstag 23:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Lange Nacht

amos gitai"Ich folge den Ablagerungen der Geschichte in mir" Eine Lange Nacht über den israelischen Filmemacher Amos Gitai Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog Regie: Claudia Mützelfeldt Amos Gitai - Filmemacher des jüdischen Israel in all seinen Widersprüchen und Konflikten. Er ist unbequem und herausfordernd - und überaus produktiv: In 40 Jahren sind über 60 Dokumentar- und Spielfilme entstanden. Vom Staat zensiert, geht Amos Gitai ins Exil und kehrt zurück nach der Wahl Yitzhak Rabins zum Ministerpräsidenten 1992. Heute in beiden Welten lebend, eckt er mit seinen Filmen immer wieder an, hinterfragt die Gewaltgeschichte seines Landes, die Diskriminierung der Palästinenser und politische Mythen - der Linken wie der Rechten, der Israelis und der Palästinenser. Impulsgeber ist dabei seine Familiengeschichte - Mutter Sabra, Vater Ashkenasi - und die Bibel. Kein anderer israelischer Filmemacher bringt so stark religiöse Texte ins Spiel. Sein Kino ist der Versuch, in einer Architektur des Realen zusammenzufügen, was auseinanderzufallen droht, im nomadischen Dasein Identitäten zu schaffen inmitten vollständiger Orientierungslosigkeit. Gitai versucht, Erinnerungen zu bewahren im Augenblick ihrer allgegenwärtigen Zerstörung und Anhaltspunkte zu verorten angesichts der Auflösung aller Koordinaten - eine Chronik des Verschwindens, zugleich Utopie einer anderen Realität. "Ich folge den Ablagerungen der Geschichte in mir"
Samstag 23:05 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Classics

Sarah McLachlanLOOKING FOR LILITH Die kanadische Musikerin Sarah McLachlan Mit Gitti Gülden Der Klang Ihrer Balladen berührt durch seine tiefe Emotionen. Ihre Lieder werden bei Geburtstagen, Hochzeiten und Beerdigungen gespielt, passen zu jedem wichtigen Schritt im Leben. Die kanadische Musikerin Sarah McLachlan verkaufte mit ihren gefühlvollen Songs über 30 Millionen Alben und bekam alle wichtigen Preise in der Musikbranche. Sie gründete eine Musikschule und das legendäre Frauen-Festival "Lilith". Eine engagierte und außergewöhnliche Künstlerin. Am 28. Januar 2018 feiert sie ihren 50. Geburtstag und wir gratulieren.
Samstag 23:05 Uhr

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BR-Klassik

Musik der Welt

Mali-Blues auf der Flöte Die afrikanische Tambin zwischen Tradition und weltweitem Erfolg Von Dieter Weberpals Der raue und aggressive Klang der afrikanischen Tambin, auch Fulaflöte genannt, ist einzigartig. Das Volk der Fula (bzw. Fulbe oder Peul) ist in ganz Westafrika verbreitet. Als Nomaden folgten sie ihren Herden zu Weidegebieten in der Sahelzone, südlich der Sahara, und wurden dort teilweise sesshaft. Es gibt Fulbe-Gemeinden im Senegal, in Guinea, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria und auch in Kamerun. Unter den vielen verschiedenen Hirtenflöten der Fula fällt die Tambin besonders auf: Man glaubt förmlich, den Wüstensand im Klang des Instrumentes kratzen und schmirgeln zu hören. Die Fula-Flöte wird aus einem etwa 70 cm langen Bambusrohr gefertigt und quer angeblasen. Das Mundstück ist aus Kautschuk geformt, ähnlich den Anblashilfen bei europäischen Querflöten. Am Ende des Rohres hat sie drei gleichweit voneinander entfernte Löcher, es wird mit der Technik des Überblasens auf der Naturtonreihe gespielt, so dass die komplette Obertonreihe als Durtonleiter zur Verfügung steht. Besonders beeindruckend ist das Spiel der Fulbe mit Vokalisen. Die Stimme kann gleichzeitig mit der Flöte summen, sprechen, ja sogar schreien. Diese Form von Obertonflöte war ebenso wie viele andere Flöten in anderen Kulturen ursprünglich ein Instrument der Hirten. Neben ihrem Gebrauch in der Volksmusik und der religiösen Musik findet sie neuerdings auch immer häufiger Verwendung in der modernen Weltmusik. Insbesondere Blues- und Jazzmusiker finden Gefallen an der Klangästhetik der Fula-Flöte, die der Spieltechnik der afroamerikanischen Jazzflötisten ähnelt. Dieter Weberpals stellt den Klangreichtum, die Entwicklung und herausragende Interpreten der Tambin vor.
Samstag 23:05 Uhr

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