Ö1

Dimensionen

orientierungssinnDas GPS im Gehirn Oder: Wie funktioniert die menschliche Orientierung? Von Anna Masoner Dank GPS kommen wir heute in einer unbekannten Stadt ohne Probleme von A nach B. Doch was das Smartphone oder das Navi kann, schaffen Menschen und Tiere schon lange. Das Gehirn von Säugetieren verfügt über ein äußerst ausgefeiltes Orientierungssystem. Ähnlich wie das GPS in Handys und Navigationsgeräten bestimmt es, wo wir uns befinden und wohin wir uns bewegen. Zuständig sind dafür hochspezialisierte Zellen im Gehirn. Und die kennt man noch nicht so lange. Für die Entdeckung und Erforschung dieser sogenannten Orts- und Gitterzellen erhielten 2014 drei Neurowissenschafter den Nobelpreis für Medizin. Von den aufwändigen Positionsberechnungen in unserem Gehirn bekommen wir normalerweise nichts mit. Erst wenn wir uns verlaufen oder unser Orientierungssinn durch Krankheiten beeinträchtigt ist, merken wir, wie wichtig das neuronale Hirn-Navi für unseren Alltag ist.
Mittwoch 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Ringen um Tradition und Reform Eine Islamdebatte im späten 19. Jahrhundert Von Anne Françoise Weber (Wdh. v. 27.03.2013) Es ist eine modern anmutende Kontroverse über den Islam: geführt in den 1880er-Jahren zwischen Ernest Renan (Frankreich) und Jamal al-Din al-Afghani (Persien)
Mittwoch 19:30 Uhr

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Bayern 2

radioKrimi

Das Attentat Von Claude Ollier Aus dem Französischen von Irma Reblitz Mit Peter Holliger, Fritz Bachschmidt, Fred Kretzer, Margitta Hayn, Alfons Hoffmann, Günter Gube, Gert Westphal und anderen Regie: Amido Hoffmann SRF 1970 Das Attentat auf den amerikanischen Präsidenten Kennedy inspirierte Claude Ollier zu einem außergewöhnlichen Hörspiel. Er hinterfragt schon 1969 die Rolle der elektronischen Medien bei der Berichterstattung. Wo die Quote zählt, ist auch Manipulation im Spiel. Der Rahmen des fiktiven, aber sehr realistischen Geschehens ist eine Live-Sendung auf "Radio Alpha". Dabei wird Reporter Fuller Zeuge eines Attentats auf einen hochrangigen Politiker, den "Admiral". Der Reporter nimmt die Spur des Attentäters auf und meldet sich immer wieder direkt von seiner Verfolgungsjagd. Gleichzeitig ist der Hörer hinter den Kulissen bei den redaktionsinternen Diskussionen dabei und muss feststellen, dass hier mehr als die mediale Wirklichkeit gefälscht werden soll. Claude Ollier (1922-2014), französischer Roman- und Hörspielautor, gilt als einer der wichtigsten Vertreter des "Noveau Roman" in Frankreich. Weitere Hörspiele u.a. "Die Verwandlung" (SDR / WDR 1967), "Das Ohr an der Wand" (SDR 1974), "Stimmenprobe" (SDR 1993).
Mittwoch 20:05 Uhr

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Ö1

Salzburger Nachtstudio

dreißigjährige kriegEs ist ein Schnitter, der heißt Tod ... Der Dreißigjährige Krieg und die Räume der Gewalt. Gestaltung: Martin Haidinger Noch heute gilt der Begriff "Dreißigjähriger Krieg" als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin. Es war der längste und blutigste bewaffnete Religionskonflikt der Geschichte. Dabei war, als am 23. Mai 1618 protestantische Aristokraten die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, kaum abzusehen, was folgen sollte: ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne "europäische Krieg". Ein Drittel der Bevölkerung Mitteleuropas, des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, raffte er dahin, und es dauerte nach dem Ende 1648 noch ein gutes halbes Jahrhundert, bis die sichtbaren Wunden in Stadt und Land vernarbt waren. Aus dem kollektiven Gedächtnis ist der Dreißigjährige Krieg zwar entschwunden, aber die "Räume der Gewalt" der folgenden Kriege lassen die Menschheit weiterhin schaudern vor dem Phänomen des Mordens und Brennens. Warum tun Menschen einander überhaupt Gewalt an? In seiner eindringlichen und vieldiskutierten Studie "Räume der Gewalt" zeigt der Berliner Historiker Jörg Baberowski, warum ein Ende der Gewalt so schwer zu erreichen ist. Eigentlich sehnt jede Erklärung, die sie fassbar machen will, zugleich ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden, und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch war und ist sie dennoch eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption, und kein "Betriebsunfall" oder "Extremfall". Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Individuen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten. Im Gespräch mit Martin Haidinger legt Jörg Baberowski dar, warum die Abwesenheit von Gewalt sowohl Sehnsucht als auch Utopie bleiben muss.
Mittwoch 21:00 Uhr

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Deutschlandfunk

Querköpfe

lara stollKabarett, Comedy & schräge Lieder Bin ich eine Tulpe? Die Schweizer Slammerin und Multi-Künstlerin Lara Stoll Ein Porträt von Anja Buchmann Eine Frau, die minutenlang die Worte ,deine Mutter" in verschiedenen Gefühls- und Stimmlagen intoniert und sich dabei auch mal auf dem Boden wälzt; eine Frau, die in einem Musikvideo Tulpennamen aufzählt: Das und noch vieles mehr ist Lara Stoll. Geboren 1987 in Schaffhausen, aufgewachsen im Thurgau, begeisterter Fan eines John-Deere-Traktors 7810 Powershift mit Gewicht in der Fronthydraulik, Filmstudium in Zürich, Schweizer und Europameisterin im Poetry Slam und Mitglied der Punkband Pfff. Abgesehen davon verdient sie ihr Geld mit Soloauftritten: In ihrem inzwischen zweiten Bühnenprogramm mit Slam-Texten und Musik ,Krisengebiet 2 - Electric Boogaloo" eilt die Künstlerin von den Themen (Schweizer) Politik über Margarine bis zu Tod und Helene Fischer. In nicht wertender Reihenfolge. Und natürlich macht ihr abgedreht-ironisches Mundwerk auch vor sich selbst nicht halt, wie sie in einem Interview betonte: "Man kann sich nicht über andere lustig machen, ohne auch sich selbst lächerlich zu machen. Das wäre unglaubwürdig." Die Schweizer Slammerin und Multi-Künstlerin Lara Stoll
Mittwoch 21:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Radio Elysée Ein Überblick aus 384 Metern über Normalnull Von Katharina Bihler Übersetzung ins Französische: Peggy Hamann Regie: Liquid Penguin Ensemble Mit: Annegret Leiner, Geoffroy Muller, Katharina Bihler, Elodie Brochier, Jan-Aiko zur Eck, Nicholas Williams, Gunter Cremer, Michael Hupperts und Julien Blondel Ton: Stefan Scheib, Katharina Bihler und Ingo Siegrist Produktion: LPE für den SR 2012 Länge: 54"26 Aus Geschichte und Zukunft zweier Raumfahrernationen. Die Deutschen nehmen alles zu schwer, die Franzosen leben viel zu leicht. Klischees und Stereotype sind fester Bestandteil der deutsch-französischen Freundschaft, die am 22. Januar 1963 im Pariser Elysée-Palast vertraglich fixiert wurde. Zu den Früchten dieses Vertrages gehören auch gemeinsame Weltraum-Projekte, die den Überblick erleichtern könnten, jedenfalls für das Liquid Penguin Ensemble. Liquid Penguin Ensemble, 1997 gegründet von Katharina Bihler (Performerin, Autorin und Regisseurin) und Stefan Scheib (Komponist und Bassist) in Saarbrücken. Gemeinsam entwickeln sie Projekte als Zusammenspiel aus Neuer Musik, Hörspiel, Theater und Neuen Medien. Hörspiele u.a.: "Gras wachsen hören. Das biolingua Institut wird 100 Jahre alt" (SR 2007, Deutscher Hörspielpreis der ARD, ARD Online-Award 2008 und ARD Hörspiel des Monats Dezember 2007), "Bout du monde" (LPE für SR, Hörspiel des Jahres 2009), "Ickelsamers Alphabet" (LPE für SR/DKultur 2014, Hörspiel des Jahres und Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Felicità - Akustische Vermessungen im Land des Glücks" (Produktion: LPE für SR/Deutschlandradio Kultur mit dem Goethe Institut Italien 2016) und "sola, sulan, seul. Wörter reisen" (LPE für SR/RB/SWR 2017). "Radio Elysée" war Hörspiel des Monats Dezember 2012. Radio Elysée
Mittwoch 21:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

LernfabrikTäter in Uniform Polizeigewalt in Deutschland Von Marie von Kuck (Produktion: SWR/WDR/DLF) Je brenzliger die Lage, desto lauter der Ruf nach starken Sicherheitsorganen. Doch was, wenn Polizisten selbst zur Gefahr werden? Die Liste der Vorwürfe ist lang: Anschläge auf friedliche Bürger, Misshandlungen in Gewahrsamszellen, sogar Todschlag und Mord im Dienst. Die Polizeigewerkschaft spricht von bedauerlichen Ausnahmen und schwarzen Schafen. Doch Amnesty International kritisiert strukturelle Polizei-Gewalt in Deutschland schon seit Jahren. Strafanzeigen gegen Polizisten führen auffällig selten zu einem Verfahren und fast nie zur Verurteilung der Beschuldigten. Geschädigte, die sich dagegen wehren, bekommen dagegen die ganze Härte des Gesetzes zu spüren. Wird der Rechtsstaat seinem Anspruch noch gerecht? In dem Feature kommen erstmals Opfer von Polizeigewalt zu Wort, sowie ein Polizist, der strukturelle Probleme beklagt, bricht das Schweigen, das bei diesem Thema oft herrscht. Auch nach dem jüngsten Bericht der Bundesregierung zur Lage der Menschenrechte in Deutschland 2018, sieht sie keinen Handlungsbedarf, was Möglichkeiten einer unabhängigen Untersuchung solcher Fälle angeht.
Mittwoch 22:03 Uhr

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WDR3

WDR 3 Jazz & World

Ad van MeursDie Band NO blues und der niederländische Gitarrist Ad van Meurs beim Rudolstadt Festival 2014 Aufnahme vom 4. Juli 2014 aus dem Theater Rudolstadt Farewell Shalabiyd Eine Sendung von Babette Michel bis 24:00 Uhr
Mittwoch 22:04 Uhr

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NDR Blue

Nachtclub Classics

sugarcubesThe Sugarcubes "Life"s Too Good" Vor 30 Jahren ist das Debütalbum der Sugarcubes mit Sängerin Björk erschienen Mit Ronald Strehl Die isländische Sängerin, Musikerin und Komponistin Björk zählt zu den erfolgreichsten und eigenwilligsten Künstlerinnen der Popmusik. Zum gefeierten Star avancierte sie 1993 mit ihrem ersten internationalen Soloalbum "Debut". Darauf unterlegte sie ihre versponnenen höchst gefühlvollen Popkompositionen mit vertrackten aber niemals sperrigen Computerbeats und fand so zu ihrem ganz eigenen Stil. Schon 1977 hatte sie als 11-Jährige ein Album mit zeitgenössischen isländischen Popsongs und Coverversionen herausgebracht. Als Teenager wurde sie Teil der Postpunk-Szene in Islands Hauptstadt Reykjavik. Sie veröffentlichte mit den gitarrenlastigen New Wave-Bands Tappi Tikarrass und KUKL Schallplatten, die auch in Europa veröffentlicht wurden und trat erstmals außerhalb von Island auf. Der internationale Durchbruch gelang Björk dann als Sängerin der KUKL-Nachfolgeband The Sugarcubes. Deren Debütalbum "Life"s Too Good" ist vor 30 Jahren im April 1988 erschienen. Rund um das erste Album der Sugarcubes beschreibt Ronald Strehl den Werdegang von Björk vom Kinderstar zur Underground-Indie-Fee bis hin zur weltweit gefeierten Solokünstlerin. Erstsendung Sonnabend, Wiederholung am Mittwoch auf NDR Blue Nachtclub Classics
Mittwoch 22:05 Uhr

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