BR-Klassik

Das Musik-Feature

fritz wunderlichMythos Tenor - kein Wesen von dieser Welt Von Kathrin Hasselbeck "Wisst ihr nicht, dass der Tenor kein Wesen von dieser Welt ist? Er ist eine Welt in sich!" - so schrieb es bereits Mitte des 19. Jahrhunderts der Komponist Hector Berlioz. Glaubt man den Anekdoten und Witzen über Tenöre, sind sie eitel und dumm. Im Licht der Operngeschichte erscheinen sie als gefeierte Stars, als Ausnahmetalente: Sie sind die Helden und Liebhaber auf der Bühne. Mit hohem, kraftvollem Ton bewegen sie sich in stimmlichen Extremlagen - scheinbar unmännlich und doch voller Sexappeal. Ein Tenor lebt immer mit der Gefahr, dass die Stimme versagt. Er hat mit dem Druck und den Erwartungen von außen zu kämpfen. Aber ihm winkt die Chance auf ewigen Ruhm, siehe Enrico Caruso, Fritz Wunderlich oder Luciano Pavarotti.
Freitag 19:05 Uhr

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Ö1

matrix - computer neue medien

Sicherheit NetzHerausforderung Sicherheit im Netz. Deep Sec Konferenz 2017. Gestaltung: Sarah Kriesche. Im November findet in Wien traditionell die DeepSec-Konferenz statt, wo sich internationale Vortragende dem Thema IT-Sicherheit widmen werden. Denn so viele Vorteile Online-Banking, Online-Shopping und die unzähligen Apps auf unseren Smartphones auch haben, mit ihnen gehen immense Sicherheitsrisiken einher. Identitätsdiebstahl, Kreditkartenbetrug oder gefälschte Rechnungen, sind hier nur die Spitze des Eisberges. Betriebsspionage, Erpressung von Unternehmen bis hin zu gezielten Angriffen auf die Infrastruktur eines Landes sind längst Realität geworden. - Für "matrix" berichtet Sarah Kriesche von der DeepSec.
Freitag 19:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Tandem

von goisernDer charmante Grantler Hubert von Goisern wird 65 Von Christiane Rebmann Seitdem der oberösterreichische Musiker Hubert Achleitner alias Hubert von Goisern 1986 die Band Original Alpinkatzen gründete, hat er die alpine Musik auch unter den jüngeren, nicht volksmusikaffinen Generationen populär gemacht. Er mischt Rock-, Blues-, Jazz-, Reggae- und andere Weltmusikelemente mit den traditionellen Stilarten seiner Heimat und fügt so etwa Jodler in einen Bluessong. Dabei setzt er auf den Austausch mit Kollegen aus anderen Kulturregionen. Mit seinen aufsässigen Texten eckt der politisch aktive Musiker gern an. Er ist auch als Filmmusiker, Schauspieler und Designer aktiv.
Freitag 19:20 Uhr

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SRF 1

Hörspiel

gion mathias caveltyPremiere: «Der Tag, an dem es 449 Franz Klammers regnete» Von Gion Mathias Cavelty. Gott der Schöpfer hat komplett versagt. Das war das traurige Fazit des 2. Teils der «Andouillette-Trilogie». Keine einzige seiner Ideen taugt etwas. Wie weiter? Wo ist endlich etwas Greifbares? Etwas, an dem man sich aufrichten kann? Ein simpler Grund, der hoffen lässt? Aus vollem Abfahrtslauf wird 1974 der österreichische Skirennfahrer Franz Klammer zurück ins Jahr 33 geschleudert. Direkt über Jerusalem stürzt er ab und landet genau auf einem gewissen Jesus Christus, der beim Aufprall wie ein Luftballon zerplatzt. Fortan ist der arme Klammer auf der Flucht. Zu ihm gesellt sich ein anderer Verstossener: der unaufhörlich quasselnde Kopf von Johannes dem Täufer. In der Wüste geraten die beiden auf Abwege, die sie immer weiter zurück in die Vergangenheit führen. Sie erleben römische Orgien, erfahren die Mysterien der Maya, lüften das Geheimnis von Atlantis und werden ins All gebeamt. Sie driften durch Paralleluniversen und trudeln durch Wurmlöcher, bis schliesslich der absolute Urpunkt erreicht ist, an dem noch nichts existiert: weder Zeit noch Raum noch Gott. Doch Franz Klammer gelingt es mirakulös, eine neue Menschheit zu erschaffen. So triumphiert die Figur des unverwüstlichen Schneesportlers am Ende über alle Geistes- und Ungeisteskonstrukte der Geschichte. Der stoische Held wünscht sich in sein geliebtes Kärntner Gailtal zurück und will nur eins: «Schifahren und sonst nix!». Noch einmal durchwandern Gion Mathias Cavelty und Martin Bezzola die Höhen und Tiefen der überlieferten Sinnstiftungsversuche mit ironisch-subversivem Schalk und verhelfen ihren Hörern zu überraschenden Einsichten. Nachdem die ersten beiden Teile der «Andouillette-Trilogie» zuerst in Prosa erschienen sind, entstand der dritte Teil umgekehrt: Cavelty schrieb als Erstes das Hörspiel für SRF. Parallel zur Radio-Premiere wird jetzt auch der Roman veröffentlicht: www.lectorbooks.com Mit: Jörn Hentschel (Erzähler), Arthur Klemt (Franz Klammer), Ludwig Boettger (Kopf von Johannes dem Täufer), Diana Rojas-Feile (Wenel-ti-kaax), Rahel Hubacher (Zwei Schlangen), Fanny Treptow (Ausserirdische), Gottfried Breitfuss (TV-Kommentator), Peter Kner (Oberpriester der Maya), Henning Sedlmeir (Conferencier), Walter Baumgartner (Römischer Patrouillenanführer), Daniela Sarda (Stimme aus dem Wägelchen), Martin Bezzola (U-Kiimak-óol-Kiin-Kaba), Jim Bezzola (Franz Klammer als Kind), Daniel Winkler, Rolf Saxer, Tomas Korber, Martin Bezzola, Gion Mathias Cavelty Aufnahme: Andreas Meinetsberger, Ueli Karlen, Roland Fatzer - Musik: Martin Bezzola, Mathias Vetter - Sound Design und Regie: Martin Bezzola - Redaktion: Reto Ott - Produktion: SRF 2017 - Dauer: 47" Teil 1: «Die Andouillette» Teil 2: «Die letztesten Dinge»
Freitag 20:03 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Es darf ein bisschen mehr sein! Coaching für U-Bahn-Bettler Von Fritz Tietz Produktion: Dlf 2017 "Entschuldigung, wenn ich störe. Mein Name ist Thomas, ich bin leider mittel- und obdachlos und würde mich über eine Spende sehr freuen ..." Wer in deutschen Großstädten die U- und S-Bahnen nutzt, trifft sie immer wieder, die sogenannten Ansprachebettler. Der Autor hat einige von ihnen in Hamburg begleitet und sie mit Vertriebs- und Marketingexperten zusammengebracht. Das Ziel: Optimierung ihrer Erträge. Ein Experiment, das den Autor zudem bewog, sich selbst als S-Bahn-Bettler zu versuchen. Und das ist keineswegs als zynischer Spaß misszuverstehen. Aufgrund seiner nur mäßigen Rentenerwartung befürchtet Tietz selbst, schon in ein paar Jahren zu solchen Überlebensstrategien greifen zu müssen. Es darf ein bisschen mehr sein!
Freitag 20:10 Uhr

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Deutschlandfunk

On Stage

Ida BangIda Bang & The Blue Tears Schwedischer Blues von internationalem Format Aufnahme vom 20.5.17 beim Bluesfest Eutin Am Mikrofon: Tim Schauen 2015, zwei Jahre nach Bandgründung, gewannen Ida Bang & The Blue Tears die schwedische Blueschallenge und vertraten ihr Land beim europäischen Wettbewerb, 2016 erschien das erste Album in voller Länge. Der Auftritt der schwedischen Formation beim Bluesfestival Eutin zeigte eine 26-jährige, charismatische Sängerin mit einer gut eingespielten Band, die alten Blues modern klingen ließen - egal ob Klassiker oder Eigenkomposition. Ida Bang hat den Blues!
Freitag 21:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Milestones - Jazzklassiker

Terje RypdalTerje Rypdal "Waves" (1977) Am Mikrofon: Harald Rehmann Die Liste der einflussreichsten Klangbildner unter den Jazzgitarristen seit den Siebzigerjahren ist nicht allzu lang - Terje Rypdal ist aber sicherlich einer von ihnen. Mit seinen elegischen Melodielinien und weiten, transparenten Hallräumen, hin und wieder aber auch mit einer guten Portion Rock-Pathos repräsentierte der Norweger die skandinavische Fusion-Szene jener Zeit wie kaum ein Anderer. Unter den vielen Plattenaufnahmen, die Terje Rypdal hauptsächlich auf dem ECM-Label veröffentlichte, ragt das Quartettalbum "Waves" (1977) besonders heraus. Das Verhältnis von Melodik und Abstraktion, Akustik und Elektronik wie auch von Intellekt und Emotion ist hier geradezu perfekt. Dem Gitarristen gelang damit ein zeitloses Dokument der Bestrebungen vieler Improvisationsmusiker, Stilgrenzen zu überschreiten und aus vielen Versatzstücken eine neue, homogene Individualmusik zu schaffen. Highlight des europäischen Rockjazz: "Waves" (1977)
Freitag 22:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Late Night Concert

dee dee bridgewaterDee Dee Bridgewater am Festival Jazznojazz Zürich 2017 Die Sängerin Dee Dee Bridgewater zählt seit Jahrzehnten zu den grossen Stars des Jazz. Doch in letzter Zeit lebt sie auch eine andere musikalischen Liebe aus: den Soul. Dee Dee Bridewater ist in Memphis, Tennessee geboren. Als sie drei Jahre alt war, ist ihre Familie zwar nach Michigan gezogen den souligen Memphis Sound trägt Dee Dee Bridgewater aber bis heute in sich. Und der Titel ihres aktuellen Albums sagt eigentlich schon alles: «Memphis ...Yes, I"m Ready».
Freitag 22:06 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

FernfahrerFernfahrerblues Eine Lange Nacht auf der Straße Von Ralf Bei der Kellen Regie: Rita Höhne (Wdh. v. 15./16.11.2008) Fernfahrer. Als Bremser auf Autobahnen und Verursacher von schweren Unfällen stehen sie ständig im Kreuzfeuer der Kritik. Auf der anderen Seite sind sie das Rückgrat einer hochgradig arbeitsteiligen Wirtschaft und Beweger der durch die Globalisierung internationalisierten Warenströme. Es scheint das Schicksal der Fahrer und ihrer Maschinen zu sein, dass jeder sie braucht, aber niemand sie will. Wie kaum ein anderer steht der Fernfahrer außerhalb der Gesellschaft, in der er sich bewegt. Im Laufe der letzten 60 Jahre hat sich um ihn eine komplette Subkultur entwickelt - es gibt eigene Zeitschriften, Internetportale, Festivals und Musik. Die Fahrerkabinen der 40-Tonner sind rollende Single-Haushalte, für Familie, Freunde und Hobbys ist oft nur wenig Zeit. Von der vielbeschworenen und -besungenen Romantik des Berufs ist heute kaum noch etwas übrig. Immer schärfere Kontrollmechanismen sowie ständig steigender Termindruck haben die einstigen ,Kapitäne der Landstraße" zu ,Dieselknechten" degradiert. Heute wird von den Fernfahrern dieselbe Effizienz verlangt wie von den Maschinen, in denen sie leben. Da rüber hinaus sind die Verdienstmöglichkeiten durch die große Konkurrenz aus den osteuropäischen Ländern extrem geschrumpft. Was sind es für Menschen, die diesen Job machen, und was hält sie hinter dem Steuer ihrer 40-Tonner? Der Autor - selbst aus einer Fernfahrerfamilie stammend - begleitet sie eine ,Lange Nacht" auf der Straße. Fernfahrerblues
Samstag 00:05 Uhr

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