Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Gedanken entschlüsselnFenster zum Hirn Wie das Silicon Valley und die Neurowissenschaft Gedanken entschlüsseln möchten Von Matthias Eckoldt Wissenschaftler und Startups arbeiten an einem "Window into the brain", mit dessen Hilfe es möglich sein soll, Gedanken zu lesen und Befehle an das Hirn zu übermitteln. Mark Zuckerberg, Multimilliardär und Impresario von Facebook, kündigte auf der letzten Entwickler-Konferenz seines Unternehmens an, ins Gedankenlesen einzusteigen. Ein Interface soll es in absehbarer Zeit ermöglichen, direkt vom Gehirn aus Textnachrichten zu senden. Tesla-Chef Elon Musk investiert ebenfalls ins Gedankenlesen und will dazu sogar Mikroelektroden ins Gehirn von Freiwilligen einsetzen lassen. Was nach Science-Fiction klingt, hat harten neurowissenschaftlichen Hintergrund. So arbeitet der Neurowissenschaftler Ehud Icacoff in Berkeley an einem ,Window into the brain", mit dessen Hilfe es innerhalb der nächsten Jahre möglich sein soll, Gedanken zu lesen und Befehle an das Hirn zu übermitteln. Sein Projekt wird von der dem US-Verteidigungsministerium unterstellten Behörde DAPRA mit 21,6 Millionen US-Dollar unterstützt. Diesseits des Atlantiks ist es dem britisch-deutschen Hirnforscher John-Dylan Haynes bereits gelungen, Computeralgorithmen so zu trainieren, dass sie einfache Gedanken aus der Hirnaktivität herauslesen können. Steht also das Fenster zu unseren Hirnen bald weit offen?
Donnerstag 19:30 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Konzert

brigitta muntendorfUltraschall Berlin - Festival für neue Musik Live aus dem Heimathafen Neukölln Brigitta Muntendorf "Key of presence" für zwei Klaviere, Live-Elektronik und Zuspielung Brigitta Muntendorf "Key of absence" für zwei Klaviere und Live-Elektronik (Auftragswerk von BASF und rbb) Bernd Alois Zimmermann "Perspektiven - Musik zu einem imaginären Ballett" für zwei Klaviere Piotr Peszat "The Message" für zwei Klaviere, Sampler, Audio-Playback und Video (Deutsche Erstaufführung) Bernd Alois Zimmermann "Monologe" für zwei Klaviere GrauSchumacher Piano Duo: Andreas Grau, Klavier Götz Schumacher, Klavier Zwei Klaviere begegnen der digitalen Welt
Donnerstag 20:03 Uhr

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HR2

Die hr-Bigband live

enrico pieranunziEnrico Pieranunzi & hr-Bigband, cond. by Bert Joris: "With My Heart In A Song" Enrico Pieranunzi & hr-Bigband, cond. by Bert Joris: "With My Heart In A Song", Live-Übertragung aus dem Musiklokal Südbahnhof Frankfurt Livesendung
Donnerstag 20:04 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

MogwaiDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Mogwai (1/2) Seit 1995 gibt es die Postrock-Band aus Glasgow. Der Gesang spielt bei Mogwai eher eine untergeordnete Rolle; im Vordergrund steht der sphärische Gitarrensound der Band. Neun Alben haben sie schon veröffentlicht, 2017 erschien zuletzt die Platte "Every Country"s Sun" - und die haben sie auch live vorgestellt: Wir haben für Sie das Konzert von Mogwai beim Ancienne Belgique in Brüssel vom 20. Oktober 2017.
Donnerstag 20:05 Uhr

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Ö1

Im Gespräch

Ulrich Brand"Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit dem Politologen Ulrich Brand Sein Studium der Volkswirtschaftslehre führte den jungen Ulrich Brand, geboren 1967 auf der Insel Mainau, nach Berlin, Buenos Aires und Detroit. Seit 2007 ist Brand Professor für internationale Politik an der Universität Wien. Dabei beschäftigt er sich vor allem mit der Frage, wie Umweltschutz und Sozialpolitik zusammengehören. Nun hat er gemeinsam mit dem Berliner Politologen Markus Wissen ein Buch geschrieben: "Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Zeiten des globalen Kapitalismus." Darin machen sie deutlich, dass immer mehr Menschen an der rücksichtlosen Ausbeutung von ökologischen und sozialen Ressourcen beteiligt sind. Und kommen zu dem Schluss, dass das System sich grundlegend ändern muss, wenn wir den ökologischen und sozialen Super-Gau verhindern wollen. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz macht Ulrich Brand deutlich, wie die Ausbeutung von Mensch und Natur nach wie vor anhält und unsere Gesellschaft eine sozial-ökologische Transformation schaffen kann.
Donnerstag 21:00 Uhr

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Deutschlandfunk

JazzFacts

eivind aarsetGrenzgänger zwischen Elektronik, Jazz und Rock Der norwegische Gitarrist Eivind Aarset Von Thomas Loewner Angefangen hat Eivind Aarset seine musikalische Laufbahn als Heavy-Metal-Gitarrist. Doch das Klischee des langmähnigen Rockers, der verzerrte Riffs durch seinen Verstärker jagt, bedient er schon lange nicht mehr, seit er die vielfältigen Möglichkeiten des Jazz entdeckte. Der 1961 geborene Norweger sammelte zunächst jahrelang Erfahrungen als Sideman. Er wirkte an Produktionen von Ray Charles, Ute Lemper, Cher oder Dee Dee Bridgewater mit. Entscheidend für seine Entwicklung hin zu dem, wofür Eivind Aarset heute steht, war seine Bekanntschaft mit dem Pianisten und Produzenten Bugge Wesseltoft aus Oslo. Sein Debüt als Leader gab Aarset 1998 mit dem Album ,Électronique Noir". Der Titel beschreibt seine Musik immer noch sehr treffend: Atmosphärische, leicht neblige Soundscapes aus Gitarren und elektronischen Flächen verdichten sich immer wieder zu rhythmisch vorwärts drängenden Passagen, aus denen sich bisweilen Melodien heraus kristallisieren, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Dieses Konzept hat auch fast 20 Jahre lang nichts von seinem Reiz verloren. Grenzgänger zwischen Elektronik, Jazz und Rock
Donnerstag 21:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

helmut oehringMit anderen Augen Klangspuren Hörspiel von Helmut Oehring Unter Verwendung seiner gleichnamigen Autobiografie Klangregie und kompositorische Mitarbeit: Torsten Ottersberg Mitarbeit, Text und Konzept: Stefanie Wördemann Komposition und Realisation: Helmut Oehring (Produktion: Helmut Oehring für den Südwestrundfunk 2015) Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel Das Akronym Coda (Children of Deaf Adults) steht für hörende Kinder gehörloser Eltern. Für sie ist das Übersetzen alltägliche Praxis. Mühelos wechseln sie zwischen Laut- und Gebärdensprache. Bei Helmut Oehring kam zu den zwei Sprachen früh eine dritte hinzu: die Musik. Sein Hörstück rekonstruiert die eigene Bildungsgeschichte nicht als "Biopic". Vielmehr nutzt es ausgewählte Texte der Autobiografie, die assoziativ Stationen seines Lebens und Schaffens sowie soziale, kulturelle und politische Prozesse anspielen. Der Aufnahmeprozess im Studio wird dabei selbst thematisiert und der Ausgangstext zum poetischen wie kompositorischen Materialmotiv. Oehrings erste Radioarbeit bewegt sich entlang der Bruchstellen von Jam-Session, Textübermalung, Werkvariation, Originalton und Improvisation zwischen Trash und ausgefeilter Collage. Er überführt dabei alles in ein zeitgenössisches Spiel ums Hören, das überdies bewusst das Studio als "Kompositions- wie Realisierungsinstrument" bis in die ästhetische Konzeption und Gestalt mitdenkt.
Donnerstag 22:03 Uhr

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Eins Live

1LIVE Krimi

philip stegersDer Thrill vor Mitternacht Die Superstars Von Philip Stegers Bearbeitung: Jonathan kornfeld Musik: Lee Buddah Regie: Benjamin Quabeck bis 24:00 Uhr Wenn der erfolglose Drehbuchautor Kornfeld etwas schreibt, geht schnell die Fantasie mit ihm durch. Die Figuren erwachen zum Leben, Kornfeld muss existentielle Krisen inmitten herumwirbelnder Realitätsebenen lösen, und der Gewinn landet immer bei der skrupellosen Produzentin Barbara Kruse.
Donnerstag 23:00 Uhr

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Ö1

Zeit-Ton

ZeitkratzerJeunesse Specials: Reinhold Friedl zu Gast im Wiener Porgy Bess. Gestaltung: Nina Polaschegg Seit einigen Jahren lebt der Pianist und Ensembleleiter Reinhold Friedl in Wien. Seine Berliner Wohnung hat er beibehalten, denn im Rahmen seiner vielen Reisen ist die deutsche Hauptstadt ein regelmäßiger Fixpunkt. Nicht nur, um Konzerte zu geben, v.a. auch, um mit seinem 1997 gegründeten Ensemble Zeitkratzer neue Projekte zu erarbeiten. Eines davon stand an einem von drei Portraitabenden des "Jeunesse Specials" im Oktober 2017 unter dem Motto "Zeitkratzer goes Jazz" auf dem Programm. Die Reminiszenzen an die Jazztradition waren sehr subtil versteckt in groß angelegten Klang- und Energiebögen. Viel direkter erklangen Songs am ersten Abend, um an Tag drei im Wiener Pory Bess mit vier Streichquartetten, interpretiert vom Quatuor Diotima, noch eine ganz andere Seite, die des Komponisten Reinhold Friedls zu präsentieren.
Donnerstag 23:03 Uhr

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BR-Klassik

Jazztime

ferenc snétbergerAll that Jazz Meister des Jazzspiels auf der klassischen Gitarre Der Gitarrist Ferenc Snétberger beim 7. Birdland Radio Jazz Festival Aufnahme vom 16. November 2017 im Stadttheater, Neuburg an der Donau Moderation und Auswahl: Roland Spiegel
Donnerstag 23:05 Uhr

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