Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Helga NowotnyWissenschaft in der Krise? Gespräch mit der Wissenschaftsforscherin Prof. Helga Nowotny Autorin und Gesprächsleitung: Sabine Straßer Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump hat sich das Klima in der internationalen Wissenschaft verändert. Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Arbeit, beispielsweise der Klimaforschung, werden plötzlich durch einem neuen politischen Mainstream torpediert und infrage gestellt. Wissenschaftler müssen sich generell in zunehmend lauteren, populistischen öffentlichen Debatten Gehör verschaffen - keineswegs nur in den USA. So breitet sich beispielsweise in Deutschland die Impfmüdigkeit aus, obwohl doch die medizinische Forschung immer wieder vor den Gefahren durch zurückkehrende Krankheiten warnt. Im Internet kursieren zu vielen wissenschaftlichen Fragen "alternative Wahrheiten". Verschwimmt so die Grenze zwischen Forschung und "fake science"? Wie kann sich die seriöse Wissenschaft in diesem Diskurs behaupten? Und wie unabhängig können Wissenschaftler in diesen unruhigen Zeiten überhaupt noch sein? Fragen an die international geschätzte Wissenschaftsforscherin und Professorin emerita der ETH Zürich, Prof. Helga Nowotny. Redaktion: Gerda Kuhn
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Journal-Panorama

Roma SintiDer NS-Vernichtungsmaschinerie sind eine halbe Million Roma zum Opfer gefallen. Doch der Genozid an ihnen wurde lange Zeit nicht wahrgenommen und wird auch heute noch oft verdrängt. Gestaltung: Maria Harmer In Österreich leben die meisten der verbliebenen Roma heute im Burgenland. Nur vereinzelt finden sich Gedenktafeln oder andere Mahnmale, die an die Ermordung der heimischen "Zigeuner", wie Roma, Sinti, Lovara und andere früher genannt wurden, erinnern. Eine Bestandsaufnahme anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner.
Dienstag 18:25 Uhr

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Ö1

Dimensionen

Thomas PikettyEine Öko-Bilanz der Reichen Von Tanja Malle Was bzw. wer sind die größten Quellen für klimaschädigende Treibhausgasemissionen? Geht man nach Ländern, sind es China und die USA. Geht man nach Sektoren, sind es Kraftwerke, Land- und Forstwirtschaft sowie Verkehr. Eine dritte Antwort lautet seit kurzem: die Reichen. - Nach Berechnungen der beiden Ungleichheitsforscher Thomas Piketty und Lucas Chancel von der "École d"économie de Paris" sind die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung für rund die Hälfte der Emissionen verantwortlich. Angesichts dieser Problematik fordern die beiden Forscher ergänzende politische Maßnahmen, um diese zehn Prozent gezielter zur Verantwortung zu ziehen. Damit ließen sich die notwendigen Maßnahmen gegen den Klimawandel finanzieren, beispielsweise die Entwicklung dürreresistente Pflanzensamen oder der Ausbau des Hochwasserschutzes. - Die Folgen des Klimawandels werden bis 2030 zusätzliche 100 Millionen Menschen in die Armut treiben, prognostiziert die Weltbank. Und aktuelle Studien der Berkeley University zeichnen ein ähnliches Zukunftsbild: Die Klimakrise wird vor allem die ärmere Weltbevölkerung treffen.
Dienstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

G20-GipfelWelcome to Hell Warum der G20-Gipfel im Desaster endete Von Rainer Link Regie: Anna Panknin Produktion: Dlf 2018 Beim G20-Gipfel in Hamburg sollten 31.000 Beamte Staatsmänner und -frauen von den Gipfelgegnern abschirmen und Ausschreitungen verhindern. Es war das größte Polizeiaufgebot in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Konzept ging nicht auf. Der Gipfel endete im Desaster. Es kam zu einer der härtesten Schlachten, die jemals auf deutschen Straßen zu beobachten waren. Ganze Straßenzüge befanden sich für Stunden in den Händen des selbsternannten Schwarzen Blocks. Das Feature blickt hinter die Kulissen: Wer sind die Aktivisten, die sich mit den Sicherheitskräften Straßenschlachten lieferten? Haben Fehler im Einsatzkonzept der Polizei dafür gesorgt, dass Beamte zeitweilig vor ihrer Aufgabe kapitulierten? Welche Rolle spielte die sogenannte Hamburger Linie der Polizei - also der Verzicht auf Deeskalation und besondere Härte im Einsatz? Welche Verantwortung trägt die Politik? Welcome to Hell
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

deutscher BürokratieOhne geht"s nicht. Mit aber manchmal auch nicht Über Notwendigkeit und Übel deutscher Bürokratie Von Stephanie Kowalewski Ohne ein amtliches Formular, ohne einen Gang zu einer Behörde, ohne Stempel, Wartezeit und oft auch Ärger und Unverständnis können wir in Deutschland kein Auto anmelden, kein Pflegegeld beziehen, kein Kind inklusiv beschulen lassen, kein Unternehmen gründen. Tausende Vorschriften regeln unseren Alltag, sorgen einerseits für Sicherheit und andererseits für Verdruss. Die Bürokratie raubt uns Zeit und Energie, kritisieren Experten und Betroffene unisono. Sie kostet Bürger und Unternehmen Milliarden Euro - jedes Jahr. Die Klage über zu viele Regeln ist so alt wie die Bürokratie selbst. Die Politik hat das offenbar erkannt. In keinem Parteiprogramm, in keinem Koalitionsvertrag fehlen Schlagworte wie Entbürokratisierung oder Bürokratiebremse. Doch was bringt das? Was wünschen sich die Bürger, was die Unternehmer? Was ließe sich ändern und was nicht? Das Feature sucht nach Antworten und schaut auf die Vor- und Nachteile unserer allgegenwärtigen Bürokratie.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

selbstfahrende autosAbschied vom Faktor Mensch Feature über selbstfahrende Autos und die Moral der Algorithmen Von Jörn Klare NDR 2016 Glaubt man den Ingenieuren von Daimler oder Google, werden selbstfahrende Autos unser Straßenbild bald radikal verändern. Gesteuert durch einen Computer, werden diese Automobile selbstständig das Tempo erhöhen oder auf die Bremse steigen und angeblich die Unfallgefahr deutlich verringern: Delikte wie Alkohol am Steuer oder Ablenkung durch Mobiltelefone soll es dann nicht mehr geben. Nach welchen Kriterien entscheidet eine Maschine, ob das Auto in einen Menschen hinein rast oder lieber an den Laternenmast? Es ist nicht lange her, da ist ein Mensch durch sein Vertrauen in diese Technik ums Leben gekommen. Download unter www.ndr.de/radiokunst 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter
Dienstag 20:00 Uhr

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SR2 Kulturradio

Literatur im Gespräch

jan costin wagnerJan Costin Wagner: "Sakari lernt, durch Wände zu gehen" Auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Turku steigt ein junger Mann in einen Brunnen. Er ist nackt und offenbar verwirrt. Und er hat ein Messer bei sich. Im Nachhinein kann sich niemand so recht erklären, warum einer der herbeigeeilten Polizisten ihn erschossen hat - vor allem nicht der Schütze selbst. Er versucht, mehr über den jungen Menschen zu erfahren, dem er das Leben genommen hat, und wendet sich hilfesuchend an seinen Kollegen Kimmo Joentaa. Dieser, inzwischen alleinerziehender Vater einer Tochter, sucht die Eltern des Toten auf - und stößt auf Spuren einer Katastrophe, die nicht nur das Leben des Jungen aus dem Brunnen, sondern das zweier Familien tragisch und tiefgreifend verändert hat. Kimmo Joentaa beginnt, die losen Fäden zu verknüpfen. Und er begreift, dass diese Ermittlung ihn vor allem mit der Frage konfrontiert, woran Menschen sich in unserer Welt festhalten können, wenn schlimmste Befürchtungen wahr werden. Mitschnitt der Lesung vom 28. November 2017 im Theater im Viertel, Saarbrücken
Dienstag 20:04 Uhr

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SRF 2 Kultur

Jazz Collection

janis joplinWuchtige Stimme und ein Leben auf der Achterbahn: Janis Joplin Janis Joplin? Das ist doch diese Hippie-Rock-Göre, die am Monterey Festival 1967 ihr Publikum umhaute mit ihrer ekstatischen Performance - und ein paar Jahre später als Junkie unterging? Das stimmt. Und ist doch lange nicht alles. Nur schon musikalisch gesprochen: Janis Joplin konnte viel mehr als nur Ekstase auf der Bühne. Und sie schaffte es immer wieder, ihr schwieriges und unruhiges Leben nicht einfach mit Drogen zu betäuben, sondern in umwerfende Kunst zu giessen. Die Zürcher Blues-Sängerin Christina Jaccard ist Gast von Jodok Hess in der Jazz Collection.
Dienstag 21:00 Uhr

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SWR2

SWR2 MusikGlobal

milton nascimentoMilton Nascimento Der Altmeister der Música Popular Brasileira Von Camilla Hildebrandt Nascimento ist einer der berühmtesten brasilianischen Persönlichkeiten der Música Popular Brasileira. Im Oktober 2017 wurde er 75. Hamilton de Holanda, weltbester Mandolinenspieler und ebenfalls ein Superstar in Brasilien, hat ihm zu Ehren eine CD aufgenommen. Ein wunderschönes Album, sehr jazzig, mit einer eigenwilligen Auswahl an Musik und vielen Geschichten dahinter. Camilla Hildebrandt spricht mit Hamilton de Holanda über seine Arbeit.
Dienstag 23:03 Uhr

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BR-Klassik

Jazztime

Alfredo RodriguezPiano and straight Junger Virtuose aus Kuba: Das Trio des Pianisten Alfredo Rodriguez beim 7. Birdland Radio Jazz Festival in Neuburg an der Donau Aufnahme vom 10. November 2017 Moderation und Auswahl: Roland Spiegel
Dienstag 23:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Stockhausensound journeys Der Mann, der vom Sirius kam Über den Mythos Stockhausen Von Thomas von Steinaecker Regie: Cordula Dickmeiß Mit: Barbara Becker, Max von Pufendorf, Max Volkert Martens Ton: Martin Eichberg Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011 Länge: 27"52 (Wdh. v. 28.09.2011) Re Search Sun Ra Von Christoph Reimann Musik und Regie: der Autor Mit: David Moss Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011 Ton: Peter Kainz und der Autor Länge: 25"31 (Wdh. v. 28.09.2011) Wenn Künstler ihren eigenen Mythos erschaffen. Eigentlich stamme er vom Sirius und nicht von der Erde - mit solchen Aussagen arbeitete Karlheinz Stockhausen (1928 - 2007) am eigenen Mythos. Den Autor verband mit dem Komponisten eine fast 20-jährige Freundschaft. Er kennt den Menschen wie den Guru Stockhausen. Thomas von Steinaecker, geboren 1977, Autor von Romanen, Hörspielen und Dokumentarfilmen, lebt in Augsburg, mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt: "Von Superpapageien, Geheimagenten und Schreckgespenstern - Die BRD im Spiegel der Kinderhörspiele aus den 70er- und 80er-Jahren" (DLF 2016). "Ich fühlte mich nie als Teil dieses Planeten" - ein typischer Satz des legendären Bandleaders Sun Ra. Science-Fiction, Mythowissenschaft, die Rolle der Farbigen in Nordamerika und die Geschichte des Jazz verschmelzen bei ihm zu "Sonic Fiction". Christoph Reimann, Musiker und Komponist, 1966 in Konstanz geboren, studierte Musik in Trossingen und Frankfurt/Main. Lebt in Berlin.
Mittwoch 00:05 Uhr

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