Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

glyphosatWie gefährlich ist Glyphosat? Kein anderes Herbizid wird so häufig eingesetzt wie Glyphosat, kein anderes wird so intensiv erforscht und über kein anderes wird so erbittert debattiert. Wie schädlich ist Glyphosat auf dem Acker für Insekten, Regenwürmer, Vögel? Wie schädlich sind die Rückstände in Lebensmitteln für uns? Darum tobt ein heftiger Streit. Denn die Forschungsergebnisse werden ganz unterschiedlich interpretiert. Die EU-Kommission hat mehrmals ihre Entscheidung verschoben, ob sie Glyphosat für weitere zehn Jahre zulässt. Immer wieder wurden neue Daten veröffentlicht, die neue Bedenken nährten. Auch das Genehmigungsverfahren steht in der Kritik: Werden wirklich alle Fakten berücksichtigt, wie viel Einfluss haben die Hersteller? Umweltverbände fordern, Glyphosat zu verbieten - was wären die Alternativen? Redaktion: Nicole Ruchlak
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Roger SperryWie der Mensch versucht, sein Gehirn zu verstehen Von Juliane Nagiller 1967 veröffentlichten Roger Sperry und Michael Gazzaniga das Ergebnis ihres "Split Brain Experiments": Die rechte und linke Gehirnhälfte erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Dies konnten die beiden Wissenschaftler zeigen, nachdem sie bei Epilepsie-Patienten die Hauptverbindungen zwischen ihren Gehirnhemisphären unterbrochen hatten. - Heute lassen sich die Funktionen spezieller Hirnareale mit bildgebenden Verfahren wie der Kernspintomografie non-invasiv und wesentlich präziser kartieren. Dennoch wird das menschliche Gehirn - diese etwas mehr als ein Kilogramm schwere, weiche, graue Masse - längst noch nicht verstanden. Es ist das komplexeste System, das die Menschheit erforscht, in dem 100 Milliarden Nervenzellen über 100 Billionen Kontaktstellen Signale austauschen. Dieses neuronale Netz- und Feuerwerk reguliert unsere Körperfunktionen, steuert unsere Wahrnehmung, lässt uns denken, dosiert unsere Gefühle, archiviert und sortiert unsere Erinnerungen, formt unser Bewusstsein. Auf welche Weise genau, das müssen Forscher/innen aus den Neurowissenschaften, der experimentellen Psychologie, der Biologie, Genetik, Medizin und Informatik noch klären. Ob sich der Erfolg durch das "Human-Brain-Project", ein milliardenschweres EU-Flaggschiffprojekt, schneller bzw. überhaupt einstellen wird, bezweifeln allerdings einige Forscher. Ihr Argument: Das Informationsverarbeitungsmodell des Gehirns in einem Supercomputer nachzubauen und zu simulieren, sei nicht zielführend - weil unmöglich.
Dienstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Sindicato PopularDas Syndikat der migrantischen Straßenhändler Oder: Vom Recht auf Stadt Von Barbara Eisenmann Regie: die Autorin Produktion: Dlf/SWR 2017 In Barcelona haben Straßenhändler ohne Papiere ein Syndikat gegründet: das Sindicato Popular de Vendedores Ambulantes. Sie wollen sich damit eine Stimme im Kampf um das Recht auf Teilhabe an der Stadt und ihren Ressourcen verschaffen, aber auch für die Entkriminalisierung ihrer Arbeit auf der Straße und gegen Polizeigewalt und Rassismus kämpfen. Das Syndikat und die neue Stadtregierung, deren Bürgermeisterin früher Aktivistin gegen Zwangsräumungen war, entstanden zeitgleich: 2015, dem Jahr eines rebellischen Aufbruchs, in dem die Kommunalwahlen in vielen spanischen Städten links-alternative Listen an die Regierung gebracht haben. Auf beide Akteure wird seither von Geschäftsinhabern, Medien und Stadtpolizei Druck ausgeübt. Doch der Zusammenschluss der ambulanten Händler hat auch namhafte Unterstützer gewonnen, zu denen Black-Panther-Gründer Bob Brown ebenso gehört wie der Papst. In spannungsreichen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung hat das Syndikat der Migranten mittlerweile erste Maßnahmen wie die Gründung einer Genossenschaft auf den Weg gebracht. Das Syndikat der migrantischen Straßenhändler
Dienstag 19:15 Uhr

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SWR2

SWR2 Tandem

Carsten BrandauDie Anmaßung Hörspiel von Carsten Brandau Regie: Iris Drögekamp (Produktion: SWR 2017) Der Schauspieler Manuel Harder sitzt vor dem Mikrofon und soll sprechen, über das Spiel, das Echte, die Kunst, das Leben. Eine Anmaßung. Nicht nur, aber auch, weil seine Worte nicht seine eigenen sind. Carsten Brandau hat "Die Anmaßung" explizit für den Schauspieler Manuel Harder geschrieben. Das Spiel mit den biografischen Details aus dem realen Leben des Schauspielers ist anmaßend, aber auch die Voraussetzung dafür, dass dieser Ritt an der Grenze zwischen Spiel und Echtem, zwischen Scheitern und Gelingen so stattfinden kann. Ist das anmaßend? Ist er wirklich er? Wer ergreift Besitz von demjenigen, der da spricht und angeblich sein Leben ändert?
Dienstag 19:20 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

Maggie NelsonQueerness, Kinder und Bougainvilleablüten Alles ist normal. Maggie liebt Harry. Sie ziehen zusammen. Harry hat einen Sohn. Und - war mal eine Frau. "Kann Verletzlichkeit so anziehend sein wie Unerschrockenheit?" Die Schriftstellerin Maggie Nelson ist beides, verletzlich und unerschrocken. Sie erzählt die Geschichte ihrer großen Liebe, offen, detailreich bis in sexuelle Vorlieben hinein. Und sie versucht sich diese Liebe zu erklären, die einerseits queer, seltsam ist, andererseits aber ihr als das Allernatürlichste der Welt erscheint. Eine Liebe, bei der schon das Benennen ein Problem darstellt: Lebe ich mit ihm oder mit ihr zusammen? Andere Probleme sind die, die alle Patchwork-Familien kennen. Wie gehe ich mit dem Jungen um, dessen Mutter ich nicht bin? Wobei eines fest steht, Anerkennung erhält sie nicht für ihren Mühen, eher im Gegenteil: "Eltern haben eine unantastbare Hochheiligkeit, Stiefeltern dagegen sind Eindringlinge, Selbstbediener, Wilderer, Schmarotzer und Kindesmissbraucher." Und dann eine neue "Liebesaffäre": die Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Iggy. Ein mühsam gezeugtes Kind, ein kränkelndes Kind, ein unverwüstliches. Und ein Glück, das Nelson sich erst selbst zuzugestehen lernt. Der Titel des Essay leitet sich von einer Beobachtung von Roland Barthes ab, der schrieb, das Subjekt, das die Worte ich liebe dich ausspreche, sei vergleichbar mit »dem Argonauten, der sein Schiff während der Reise erneuert, ohne [dessen] Namen zu ändern«. Nelsons Buch ist eine queere Liebeserklärung, in der mehr als nur Namen geändert werden. Sie unternimmt eine Reise durch feministische und postmoderne Texte auf der Suche für eine Erklärung dessen, was ihr als großes Geschenk erscheint: Harry. Der Text entstammt dem gkeichnamigen Buch, das im Hanser Verlag erschienen und im Handel erhältlich ist.
Dienstag 20:03 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

sam leeDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Sam Lee Friends Sam Lee ist ein britischer Folk-Sänger, dessen Debütalbum "Ground Of Its Own" sogar für den renommierten Mercury Prize nominiert wurde. Auf der Bühne ist er als Sam Lee Friends unterwegs, und mit seiner Band gibt er das wieder, was schon seine drei Alben so besonders machen: Auf diesen sammelt und restauriert er alte, traditionelle Stücke aus Großbritannien und Irland und macht aus diesen Songs etwas ganz eigenes. Wie das klingt, davon konnten sich die Zuschauer bei seinem Konzert auf dem Reeperbahn Festival 2013 überzeugen.
Dienstag 20:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

andcompany CoWARPOP MIXTAKE FAKEBOOK VOLXFUCK PEACE OFF! "Schland Of Confusion Von andcompany&Co. Text: Alexander Karschnia und Nicola Nord Musik: Sascha Sulimma Regie: Nicola Nord, Sascha Sulimma und Alexander Karschnia Produktion: WDR 2016 Länge: ca. 49" Ist sie zurück, die German Angst? Oder war sie nie weg? Die Performer von andcompany&Co. schließen die aktuelle Paranoia mit den Weltuntergangsszenarien der 1980er-Jahre kurz. Resultat: Ein Katastrophen-Musical mit kathartischem Effekt.Terror, Flüchtlingswelle, Islamismus, Kondensstreifen am Himmel, Big Brother USA und kleiner Zar Putin - alles bedrohlich. Wir haben Angst! Wer immer "wir" auch sind. Die Friedensbewegung 2.0 formiert sich zur Mahnwache, wo um die Ecke schon die "patriotischen Europäer" warten. Ist das die Rückkehr des Verdrängten? Hören wir im Sorgenbürgerchor etwa die Echos aus den 1980ern, als die Angst vor Aufrüstung bis unter die Bettdecke kroch? Als Friedenstauben flogen und Frankie goes to Hollywood im Musikvideo die Welt explodieren ließen? andcompany&Co. schreddern ihre Mixtapes und liken die Bombe. Back to No Future! Denn die Zeitreise zurück führt geradewegs ins Herz der Gegenwart. WARPOP MIXTAKE FAKEBOOK VOLXFUCK PEACE OFF!
Dienstag 20:10 Uhr

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SRF 1

BuchZeichen

Sven RegenerSven Regener «Wiener Strasse» Nach der Herr-Lehmann-Trilogie und dem gerade verfilmten «Magical Mystery die Rückkehr des Karl Schmidt», kommt jetzt Sven Regeners fünfter Roman über das Kreuzberg der Achtziger Jahre in die Läden. Ein würdiger Nachfolger mit neuer Perspektive. Witzig, temporeich und frech. Kreuzberg, im November 1980. Ein buntes Völkchen bewegt sich da rund ums legendäre und aus «Herr Lehmann» bestens bekannte Café Einfall an der «Wiener Strasse» in Berlin: Erwin Kächele, der geizige Besitzer mehrerer Kreuzberger Kneipen, der sich nicht nur mit seiner vorlauten und kostenintensiven Nichte herumschlagen muss, sondern bald auch mit einem noch teureren Kind, Karl Schmidt, der korpulente Künstler, der noch nicht weiss, dass er dereinst in eine Klinik eingeliefert wird, und vorerst einfach hinter dem Tresen steht, die Leute von der Arsch-Art-Galerie rund um ihren Chef P. Immel, die immer wieder nach einem Job nachfragen, und Frank Lehmann, ganz am Rande diesmal, der als Berlin-Neuling vorerst nur als «Putze» unterwegs ist. Doch alle zusammen bilden dieses typische Kreuzberg der frühen Achtzigerjahre, diesen Urknall der Kreativität, von dem man nicht genug kriegen kann. Michael Luisier trifft Sven Regener zum Gespräch und stellt «Wiener Strasse» vor.
Dienstag 21:03 Uhr

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BR-Klassik

Horizonte

isang yunDer unbequeme Held Zum 100. Geburtstag von Isang Yun Von Stefan Schomann Isang Yun war der erste nicht-westliche Komponist in den Reihen der Avantgarde. Wirklich berühmt wurde er jedoch als Opfer eines Polit-Krimis mitten im Kalten Krieg. 1967 entführte der südkoreanische Geheimdienst ihn und seine Frau aus West-Berlin. Weltweiten Protesten verdankte er sein Leben und seine Freilassung nach zwei Jahren. Sein Schaffen scheint dieser Gewaltakt eher noch stimuliert zu haben; wenig später komponierte er etwa eine Oper zur Eröffnung der Olympischen Spiele in München. Auch wenn sein Rang als einer der großen Einzelgänger der Moderne heute unbestritten ist, ist er im Westen doch bis heute der Exot geblieben, und seine Landsleute schwanken zwischen Ablehnung und Bewunderung. Stefan Schomann hat sich auf Spurensuche in Yuns südkoreanischer Heimat wie auch in seiner deutschen Wahlheimat begeben. Er traf Angehörige und Weggefährten und besuchte die Schauplätze eines zerrissenen, aber bemerkenswert produktiven Künstlerlebens.
Dienstag 22:05 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 MusikGlobal

VallenatoVallenato Die Kolumbianer lieben das deutsche Akkordeon! Von Camilla Hildebrandt Der Vallenato ist eine traditionelle Musik, ein Ausdruck der Seele, sagen die Kolumbianer. Ein Ausdruck des Friedens in einer Zeit, in der es nichts so sehr braucht als das. Schon Gabriel García Marquez hat über den Vallenato geschrieben, das erste Mal 1948. Ein Artikel von ihm in der Zeitung Cartagenas "El Universal" begann mit: "Ich weiss nicht, was das Akkordeon hat, es ist sehr kommunikativ, so daß mir beim Zuhören die Gefühle verrückt spielen". Der Vallenato ist DIE Musik der karibischen Küste Kolumbiens. Alle singen mit, lautstark, voller Inbrunst. Und in Valledupar - einer Kleinstadt in der Nähe von Riohacha, findet jedes Jahr das "Festival de la Leyenda Vallenata" statt.
Dienstag 23:03 Uhr

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