Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Untergang TrojasDas rätselhafte Ende der Bronzezeit Klärung in Sicht? Von Matthias Hennies Die Paläste gingen in Flammen auf, die Hauptstädte fielen in Schutt und Asche, ganze Landstriche wurden entvölkert. Um 1200 vor Christus brachen die reichen Kulturen der Bronzezeit im ganzen östlichen Mittelmeerraum in einer furchtbaren Katastrophe zusammen: Berühmt wurde der Untergang Trojas, doch auch in Anatolien, Griechenland und Palästina brannten die Städte. Nur das Reich der Pharaonen überlebte. Dort fanden moderne Forscher Inschriften, die rätselhafte "Seevölker" für das große Desaster verantwortlich machten. Doch sie konnten die kampfstarken Aggressoren nirgendwo dingfest machen. Auch über die folgenden "Dunklen Jahrhunderte" kulturellen Niedergangs wusste die Wissenschaft bisher wenig. Das dramatische Ende der Bronzezeit gilt als ein "Jahrhundert-Rätsel" der Archäologie - doch nun deuten sich Lösungen an: Inzwischen gibt es plausible Argumente dafür, wer die "Seevölker" gewesen sein könnten. Und an der Burg von Tiryns in Griechenland, die einst ebenfalls in Flammen aufging, zeigen Ausgrabungen, wie schnell auf die Katastrophe manchmal ein Neuanfang folgte. Redaktion: Thomas Morawetz
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Journal-Panorama

mazedonienHintergründe zu dem bereits legendären Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland. Gestaltung: Dilijana Lambreva Über 130 Staaten haben bereits die Republik Mazedonien, so heißen darf sie allerdings nicht. Stattdessen trägt das Land im internationalen Verkehr und in der UNO meist die Bezeichnung "FYROM", das steht für "Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien". Es gibt nämlich eine gleichnamige nordgriechische Region. Skopje könnte eines Tages Gebietsansprüche geltend machen, argumentierte Griechenland, als Mazedonien 1991 seine Unabhängigkeit erklärte. Damit brach es den bereits legendären Namensstreit vom Zaun. In Mazedonien wurde der Nationalismus gefördert und Alexander der Große zum Vater der Nation hochstilisiert - auch das sorgte für Unmut in Griechenland. Mit dem Machtwechsel in Skopje 2017 hat sich jedoch ein Zeitfenster für politische Reformen eröffnet, so wurde etwa ein Freundschaftsvertrag mit Bulgarien geschlossen; die EU-Kommission hat diesen Februar die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Mazedonien empfohlen eröffnet. Und auch im Namensstreit wurden Fortschritte erzielt: Noch nie war man einer für beide Seiten akzeptablen Lösung so nahe. Als wahrscheinlichste Lösung kristallisierten sich die Bezeichnungen "Republik Ober-Mazedonien" oder "Republik Nord-Mazedonien" heraus. Die schwierigsten Fragen sind allerdings noch offen: So verlangt Athen etwa eine Verankerung der Namensänderung in der Verfassung, wogegen sich Skopje aber sträubt.
Dienstag 18:25 Uhr

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Ö1

Dimensionen

PinguineWie der Klimawandel die Pinguine bedroht Von Ulrike Schmitzer Im Oktober 2017 spielte sich ein Drama ungewohnten Ausmaßes in der Antarktis ab: 18.000 Pinguin-Küken verhungerten, weil ihre Eltern ungewöhnlich weite Wege zur Nahrungssuche zurücklegen mussten und zu spät zurückkehrten. Der Grund: Ein riesiger kalbender Gletscher hatte den Weg zum Krill versperrt, von dem sich die antarktischen Adelie-Pinguine ernähren. Und es war nicht die erste Brutkatastrophe, die diese Kolonie überstehen musste. Denn der Klimawandel und die steigenden Meerestemperaturen verändern den Lebensraum der Adelie-Pinguine. Wie werden die flugunfähigen Vögel mit dieser Bedrohung zurechtkommen? Können sie sich anpassen? Eine Art, die neben dem Klimawandel besonders durch Überfischung und Meeresverschmutzung gefährdet ist, ist der Felsenpinguin. Der Tiergarten Schönbrunn ist der einzige Zoo weltweit, der diese Art erfolgreich züchtet. Er leitet auch die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme für die Nördlichen und Südlichen Felsenpinguine. - Eine Sendung zum Welt-Pinguin-Tag am 25. April.
Dienstag 19:05 Uhr

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SRF 1

Doppelpunkt

Wenn Tiere fliegen Am Flughafen Zürich wird kein Aufwand gescheut, damit es den Tieren gut geht. Trotzdem sind sie Stresssituationen ausgesetzt, wenn sie fliegen. Es braucht viel Sorgfalt der zuständigen Fachpersonen, damit auch das Tier einen guten Flug hat. Täglich reisen Tiere über den Flughafen Zürich. Tierpfleger, TierärztInnen und Cargospezialisten kümmern sich um das Wohl von Hunden und Katzen, Zierfischen, Zootieren und Labormäusen. Nur für grosse Tiere ist der Flughafen Zürich nicht eingerichtet. Die Tierräume des Flughafens Zürich sind schallisoliert und klimatisiert. Den reisenden Vierbeinern soll es hier wohl sein. Wenn die Tierpfleger Zeit haben, spielen sie sogar ein wenig mit den Hunden, die sie betreuen. Die Tierpfleger haben ganz offensichtlich ein gutes Händchen mit Tieren. Der scheue, gepflegte Hund im Tierraum, der von Polen gekommen ist und bald nach Brasilien weiterfliegt, lässt sich von Manfred Astel vertrauensvoll hochheben. Der Tierpfleger erzählt, er sei noch nie von einem Hund gebissen worden. Es komme schon vor, dass er eine ruhige Hand brauche. Vor Schlangen habe er grossen Respekt, doch die Reptilien brauche er ja nicht aus ihrer Kiste zu nehmen, er könne sie von aussen füttern. Wenn Hunde fliegen Wenn das Flugzeug bereit ist, «verpackt» der Tierpfleger seinen Schützling in eine Box. Sie ist nach internationalem Standard ausgerüstet und ist so gross, dass sich der Hund darin umdrehen kann. Der Tierpfleger übergibt die sorgfältig kontrollierte Box den Leuten von Cargologic. Sie bringen den vierbeinigen Passagier höchstpersönlich in seinen Frachtraum. Hunde gelten als fragiles Gepäck und bekommen Sonderbehandlung. Sie reisen in einem Extraraum, der sich mit einem grossen Kofferraum vergleichen lässt. Der Angestellte der Firma Cargologic befestigt die Box so gut, dass sie sich während des Fluges nicht verschieben kann. In 17 Jahren kein Zwischenfall Michel Bonsera ist seit 17 Jahren für die Sicherheit bei Cargologic verantwortlich. In dieser Zeit sei es nie zu einem Zwischenfall mit einem Tier gekommen, sagt er. Alle seien wohlauf, wenn sie abfliegen oder ankommen. Am Flughafen Zürich wird kein Aufwand gescheut, damit es den Tieren gut geht. Trotzdem sind sie Stresssituationen ausgesetzt. Die vertraute Bezugsperson fehlt, die Tiere bleiben stundenlang allein, beim Verladen des Tieres ist es «lärmig». Es braucht viel Sorgfalt der zuständigen Fachpersonen, damit jede Info fliesst und nichts vergessen geht, sodass auch das Tier einen guten Flug hat.
Dienstag 20:03 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

ferdinand kriwetRotoradio Von Ferdinand Kriwet Regie: Ferdinand Kriwet Mit Max Woithe, Janusz Kocaj, Janus Torp, Marian Funk, Ilja Pletner Ton: Alexander Brennecke Produktion: DKultur/WDR 2012 Länge: 39"09 Fast 30 Jahre nach seiner letzten Hörspielproduktion und gut 50 Jahre nach Erscheinen seines Erstlingsromans hat Kriwet aus dem schriftsprachlichen Lesetext ,Rotor" von 1961 einen lautsprachlichen Hörtext gemacht: ,Rotoradio". ,Rotoradio" ist keine konventionelle Romandramatisierung, sondern eine vom akustischen Medium her gedachte Transformation des Textes. Eine aufwändig montierte Sprachkomposition, die auf narrative Linearität verzichten kann und dennoch eine Geschichte erzählt, die in der Welt der Beatliteratur verortet ist: nächtliches Erinnern, banges Erwarten, Reisen, Sex und Gewalt. Rotoradio
Dienstag 20:10 Uhr

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SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Daniel SchnyderMehr als nur Geschmacksverstärker: Streicher im Jazz Kaum eine Instrumentengruppe kann so auf die Tränendrüse drücken wie die Streicher. Das erklärt den Erfolg der Streicher im Jazz ebenso wie die harsche Kritik, die fast alle Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen einstecken mussten, wenn sie sich Streicher ins Studio holten. Warum sind die Aufnahmen von Charlie Parker, Bird With Strings, eine Pionierleistung? Was ist ausser dem berüchtigten «Sirupeffekt» - alles möglich mit Streichern? Und warum sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft? Auskunft gibt der Komponist, Arrangeur und Jazzsaxophonist Daniel Schnyder als Gast in der Jazz Collection mit Jodok Hess.
Dienstag 21:00 Uhr

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RBB kulturRadio

MUSIK DER KONTINENTE

Banana Boatmit Peter Rixen Calypso Craze Harry Belafontes berühmter Banana Boat Song bediente mit seinem schwebenden Calypso-Rhythmus in der zweiten Hälfte der 50er Jahre die Lust des Publikums auf Leichtigkeit und Exotik. In Wahrheit aber entflammte der Calypso, ein Mix aus afrikanischem Erbe und kolonialen Einflüssen, bereits lange zuvor auf der Insel Trinidad. Die Pioniere des Karibiksounds werden nun schon seit einigen Jahren wiederentdeckt.
Dienstag 21:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Musikszene

tabea zimmermannMusikerelite im Taunus Die Kronberg Academy feiert ihr 25. Jubiläum Von Natascha Pflaumbaum Das kleine Städtchen Kronberg im Taunus liegt so verträumt und abgeschieden vor den Toren Frankfurts, dass man nicht im Leben darauf käme, dass sich hier regelmäßig Stars der Klassischen Musik einfinden, um zu unterrichten, um Konzerte zu geben: Tabea Zimmermann, Christoph Eschenbach, Valery Gergiev, Christian Tetzlaff, Truls Mørk, Mischa Maisky, Antje Weithaas. Alles, was in der klassischen Szene für Cello und Violine Rang und Namen hat, pilgert nach Kronberg. Regelmäßig, mitunter alle zwei Wochen. Sogar Mstislav Rostropowitsch kam oft nach Kronberg. Sie alle sind Teil der Kronberg Academy. Als kleine Malerkolonie hatte Kronberg bereits in der Romantik den Status einer Künstlerkolonie. Heute hat sich die Kleinstadt mit der Kronberg Academy zum Zentrum für Cellisten, Geiger und Bratschisten entwickelt. Vor 25 Jahren hatte der Cellist Raimund Trenkler die Idee, hier eine Lehrstätte für Streicher zu gründen, die sich ausschließlich den Besten widmet. In Kronberg werden ausschließlich Solisten ausgebildet, keine Orchestermusiker. Die Musikhochschule hat damit in Europa ein Alleinstellungsmerkmal. Wie gut die Idee seinerzeit war, zeigt sich nun nach 25 Jahren. Die ,Musikszene" hat mit den Machern der Kronberg Academy besprochen, blickt auf die Geschichte zurück und hinter die Kulissen, um dem Erfolg und dem Geheimnis dieser einzigartigen Musikschule auf die Spur zu kommen. Die Kronberg Academy wird 25
Dienstag 22:05 Uhr

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SWR2

SWR2 MusikGlobal

armenien"Die Sonne, der Wein und der Wind der Zeiten" Musik aus Armenien Von Stefan Schomann Armenien, dieses kleine Land am Südhang des Kaukasus, verfügt über bemerkenswert alte und fruchtbare musikalische Traditionen. Doch durch die Massenmorde während des Ersten Weltkriegs und sieben Jahrzehnte Sowjetherrschaft war die Verbindung zu diesem Kulturkreis weitgehend unterbrochen. So dass die westliche Welt erst jetzt entdeckt, welche Reichtümer diese musikalische Schatzkammer birgt. Ihre liturgischen Gesänge gehören zur ältesten schriftlich überlieferten Musik der Welt. Deren Bedeutung für das kulturelle Überleben der armenischen Nation kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es ist eine Musik von fremdartiger Schönheit und spiritueller Kraft. In ihr sind Elemente vorchristlicher Kulte ebenso aufbewahrt wie Motive aus Liedern wandernder Barden. Zeitgenössische Komponisten wie Tigran Mansurian oder Wache Scharafjan schöpfen aus diesem Fundus, und selbst die ausgesprochen lebendige Jazz- und Pop-Szene Armeniens kommt immer wieder darauf zurück.
Dienstag 23:03 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Bernd SahlingIn ihrer Welt Eine Langzeitdokumentation Von Bernd Sahling Regie: der Autor Mit: Thomas Bading Komposition: Oswald Schwander Ton: Andreas Stoffels Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016 Länge: 53"56 (Wdh. v. 10.09.2016) Vier Jugendliche, alle blind, gehen in den 1990ern gemeinsam mit Sehenden in die Schule. Der Autor trifft sie ein Jahrzehnt später wieder. In den 90er-Jahren gingen sehbehinderte Jugendliche mehrheitlich auf die Internatsschulen für Blinde. Einige wenige hatten dennoch den Mut, sich dem Schulalltag mit Sehenden zu stellen. Ihre Mitschüler interessierten sich für Mode und gingen in die Disko oder ins Kino. Die tägliche Konfrontation mit dem Anderssein auszuhalten, war schmerzlich. Vier ehemalige Integrationsschüler erinnern sich: "Ich hätte mir gewünscht, dass ICH eine Ahnung von der Welt kriege, und nicht die Sehenden eine Ahnung von Blinden." Bernd Sahling, geboren 1961 in Naumburg an der Saale, Autor und Regisseur. 1983 Volontariat im DEFA-Spielfilm-Studio in Babelsberg, anschließend Regieassistent. 1986-1991 Regiestudium an der HFF in Babelsberg, anschließend DAAD-Stipendiat in Chicago. Seitdem Autor und Regisseur für Kinderfilmproduktionen. 2004 Deutscher Filmpreis für "Die Blindgänger". Workshops zur Filmarbeit mit Kindern in Europa, Asien und Amerika. Mitglied der Deutschen Filmakademie, sowie zahlreicher Festivaljurys. Das Feature "In ihrer Welt" von Bernd Sahling ist im Rahmen einer Kooperation mit der doku.klasse des Duisburger Festivals doxs! Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche, entstanden. Neben ZDF/3sat, der Grimme-Akademie und der FSF Berlin ist Deutschlandradio seit 2016 Kooperationspartner der doku.klasse. In ihrer Welt
Mittwoch 00:05 Uhr

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