Ö1

In Concert

Emma BarrettMinneapolis 1964: "The Bell Gal" from New Orleans. Gestaltung: Michael Neuhauser Künstlerische Größe kann auf verschiedene Weise erreicht werden: Sweet Emma Barrett aus New Orleans war als autodidaktische Pianistin rein spieltechnisch gesehen dem groben "Barrelhouse"-Stil zuzurechnen - ein wildes Hämmern in die Tasten ohne Nutzung der Pedale, dafür mit Feuer, Groove und Inbrunst. An ihren Unterschenkeln hatte sie stets ein Band mit kleinen Glöckchen befestigt, die beim Stampfen rhythmisch zur Musik klingelten, was ihr den Spitznamen "The Bell Gal" einbrachte. Auch als Sängerin war ihr Stil mehr auf gute Unterhaltung und weniger auf subtile Verführung angelegt. Doch die 1897 geborene Afroamerikanerin stand genau damit auch für den freien, "musikantischen" Habitus, der gerade in New Orleans einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des frühen Jazz hatte - eine Entwicklung, die Barrett schon ab 1923 als Mitglied des "Original Tuxedo Jazz Orchestra" miterlebte und mitgestaltete. In den frühen 1960er Jahren wurde Sweet Emma Barrett zur guten Seele der legendären "Preservation Hall", einem der wichtigsten Zentren des traditionellen Jazz in New Orleans. Am 8. Oktober 1964 traten "Sweet Emma Barrett and her Preservation Hall Jazz Band" im Tyrone Guthrie Theatre in Minneapolis auf. Das glücklicherweise mitgeschnittene Konzert ist eines der wenigen Tondokumente dieser skurrilen Vollblut-Musikerin.
Freitag 14:05 Uhr

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Ö1

Jazztime

Martin ZrostLive aus dem RadioCafe. Hannes Löschel, Paul Skrepek, Martin Zrost virtuell an Bord der "Waldorf Hysteria". Gestaltung: Johann Kneihs Unkonventionelle Ideen und ungezügelter Klangreichtum - damit gewann das Trio Löschel/Skrepek/Zrost 1997 den Hans-Koller-Preis für sein erstes Album "While You Wait". Unendliche zwei Jahrzehnte später finden Pianist Hannes Löschel, Schlagzeuger Paul Skrepek und Saxofonist Martin Zrost erneut zusammen - und (unvermeidlich?) gewinnen sie wieder, diesmal den Ö1-Pasticcio-Preis. Ungemein fantasievoll erzählt ihr zweites Album von der Fahrt des unbezwinglichen Schiffs "Waldorf Hysteria" - zwischen Untiefen und Ungeheuern, Unsinn und Unterhaltung.
Freitag 19:30 Uhr

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Deutschlandfunk

On Stage

Jackie Venson"Der Blues ist funky! " Die texanische Gitarristin Jackie Venson Aufnahme vom 19.5.2018 beim Bluesfestival Schöppingen Am Mikrofon: Tim Schauen Soul, Blues und Beats - dazu ein wildes Gitarrensolo: Jackie Venson mischt nicht nur die Musikfarben auf, sondern gleich die gesamte Bluesszene. Dem Spiel ihrer Fender Stratocaster hört man an, dass Jackie Venson aus Austin/Texas stammt, aber sie ist eben auch mit Funk, Soul, R"n"B und Gospel aufgewachsen. So produziert sie einen generationsübergreifenden, tanzbaren Sound, mit dem sie in den USA sehr erfolgreich ist, und der auch bei ihrem Europadebüt funktionierte: "Der Blues ist funky" sagt die 28-jährige Musikerin - und davon konnten sich die Zuschauer beim Bluesfestival Schöppingen überzeugen.
Freitag 21:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Late Night Concert

randy westonTribute to Randy Weston am Jazz Festival Montreux 2016 Im September 2018 ist der US-Pianist Randy Weston gestorben. Er gilt als wichtiger Brückenbauer zwischen dem westlichen Jazz und der afrikanischen Musik. Zwei Jahre zuvor trat Randy Weston das letzte Mal in der Schweiz auf - am Montreux Jazz Festival - und bot ein packendes Konzert.
Freitag 22:06 Uhr

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