Deutschlandfunk Kultur

Aus den Archiven

Stefan KrawczykKrawczyk und die Folgen Die DDR streitet über die Ausweisung von Künstlern und Intellektuellen Von Gerhard Rein Deutschlandfunk 1988 Vorgestellt von Michael Groth Am 2. Februar 1988 wurden Stefan Krawczyk und Freya Klier in die Bundesrepublik abgeschoben. Das Feature erinnert an Ereignisse, die vor 30 Jahren ihren Teil zum späteren Zusammenbruch der SED-Diktatur beitrugen.
Samstag 05:05 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

Rutka LaskierRutkas Tagebuch Feature nach den Aufzeichnungen der Rutka Laskier Von Steffen Moratz Regie: Gottfried von Einem Produktion: MDR 2010
Samstag 09:04 Uhr

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MDR KULTUR

Rutkas Tagebuch

rutka laskierFeature nach den Aufzeichnungen der Rutka Laskier Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: Von Steffen Moratz Im Jahr 2006 wurde in einem kleinen polnischen Verlag das Tagebuch des 13-jährigen jüdischen Mädchens Rutka Laskier (1929-1943) aus Bedzin veröffentlicht. Damit gelangte ein zeitgeschichtlich bedeutendes Dokument erstmals an die Öffentlichkeit. Über 60 Jahre wurde es von Stanislawa Sapinska, einer ehemaligen Schulfreundin Rutkas, aufbewahrt. Rutka übergab es der Freundin vor ihrer Deportation ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Erst 60 Jahre später entschloss sich Stanislawa Sapinska, es dem Jüdischen Kulturzentrum im benachbarten Zaglembie zu übergeben. Von hier aus gelangte es wenig später zu Zahava Scherz, der in Tel Aviv lebenden Halbschwester von Rutka. Rutkas Vater hatte, als einziger Holocaust-Überlebender der Familie Laskier, nach dem Krieg in Israel eine neue Familie gegründet. Rutkas Tagebuch enthält Einträge aus der Zeit zwischen Januar und April 1943, die sie in Bedzin, einer kleinen Stadt in der Nähe von Katowice gemacht hat. Ende April 1943 wiesen die Hitlerdeutschen die Familie Laskier in das Ghetto Kamionka ein. Einige Tage vor diesem Datum brechen die Eintragungen in Rutkas Tagebuch ab. Rutka ist vermutlich nach der Deportation zusammen mit anderen Familienmitgliedern im 40 Kilometer entfernten Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet worden. Die Radiosendung stellt das Tagebuch von Rutka Laskier erstmalig einem deutschsprachigen Publikum vor. Neben Rutkas Halbschwester Zahava Scherz und Rutkas Schulfreundin Stanislawa Sapinska kommt auch der Historiker Arno Lustiger zu Wort, der 1924 in Bedzin geboren wurde und hier bis 1943 lebte. Viele Jahre nach dem Entstehen des Tagebuchs verbindet es heute Generationen und Geschichten und macht Zeitgeschichte unmittelbar erlebbar. Steffen Moratz, geboren in Grevesmühlen/Mecklenburg, studierte Theaterwissenschaften. Arbeit als Regieassistent in Frankfurt/Oder und am Staatsschauspiel Dresden. Danach als freier Regisseur und Dramaturg. Seit 2000 Freier Hörspieldramaturg und -regisseur für den MDR und andere ARD-Anstalten sowie DLF-Kultur. Mit: Arno Lustiger; Zahava Scherz, Stanislawa Stapinska und Dorota Kusiak als Rutka, Jutta Hoffmann als Stanislawa Stapinska, sowie Nina Hoger. Regie: Gottfried von Einem Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2010 Sprecher: Arno Lustiger Zahava Scherz Stanislawa Stapinska Dorota Kusiak - Rutka Jutta Hoffmann - Stanislawa Sapinska Nina Hoger (29 Min.)
Samstag 09:05 Uhr

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Ö1

Hörbilder

"Beruf: Agentin?" Das geheimnisvolle Leben der Gerta-Luise von Einem. Feature von Doris Stoisser "Mata Hari II ist wieder einmal davongekommen", heißt es 1948 in der internationalen Presse, als ein Pariser Gericht Gerta-Luise von Einem nach kurzem Prozess freispricht. Damit ist ein Todesurteil wegen Spionage und Bestechung aufgehoben, das während des Krieges gegen "die Baronin" verhängt worden war. Gerta-Luise von Einem wird als elegante Frau von Welt beschrieben. Ihr Leben lang ist sie ruhelos auf Reisen, immer mit Chauffeur und Kammerzofe in teuren Limousinen. Sie wohnt in Luxushotels, besitzt ein großes Gut in Norddeutschland und mehrere Wohnungen in unterschiedlichen Ländern - nicht einmal ihre Familie weiß, wie sie diesen Aufwand finanziert. Sie verkehrt in den sogenannten höchsten Kreisen - unter Künstlern, Wirtschaftsleuten und Staatsmännern. 1889 als Gerta-Luise Riess von Scheurnschloss geboren, heiratete sie 1911 den österreichischen Nachrichtenoffizier William von Einem. Der mittlere der drei Söhne ist der Komponist Gottfried von Einem, der am 24.1.2018 hundert Jahre alt geworden wäre. Gottfried ist das Kind einer romantischen Affäre mit dem ungarischen Grafen Laszlo Hunyady, der - gleichsam standesgemäß - auf einer gemeinsamen Jagd in Ägypten von einem Löwen getötet wird.
Samstag 09:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Nuit et BrouillardNuit et Brouillard - Nacht und Nebel Eine deutsch-deutsche Parallelaktion Von Jörg Frieß Aufnahme des WDR 2006 Wiederholung: So 15.04 Uhr Der französische Film "Nuit et Brouillard" von Alain Resnais ist einer der ersten großen Dokumentarfilme über die Schrecken der nationalsozialistischen Vernichtungslager. Und selbst ein beeindruckendes Dokument mit einer bemerkenswerten Geschichte. 1956, bei den Filmfestspielen von Cannes, konnte Regisseur Alain Resnais seinen Film nur im Rahmen einer Sondermatinee vorführen. Gegen die Uraufführung hatte die deutsche Bundesregierung erfolgreich Protest eingelegt - um dann noch im selben Jahr eine deutsche Synchronfassung des Films in Auftrag zu geben. Der Dichter Paul Celan übersetzte den französischen Filmkommentar von Jean Cayrol, selbst ein Überlebender des Lagers. Unter dem Titel "Nacht und Nebel" kam der Film in Westdeutschland in die Kinos und ins Fernsehen und wurde in breitem Umfang zur politischen Bildungsarbeit eingesetzt. Bis heute ist weitgehend unbekannt geblieben, dass die DEFA eine konkurrierende ostdeutsche Synchronfassung produzierte, die bis in die Wahl des Sprechers hinein die angeblichen Verfälschungen der westdeutschen Fassung korrigieren wollte und zum "Kampf gegen den Neofaschismus in Westdeutschland" aufrief.
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

hochhäuserHoch hinaus Der "Lange Johann" Leben im Mikrokosmos Hochhaus Von Carlo Schindhelm Auf und nieder! München und seine Hochhäuser Von Thomas Grasberger Wiederholung um 21.05 Uhr Der "Lange Johann" - Leben im Mikrokosmos Hochhaus (ESD 17.04.2016) Feature von Carlo Schindhelm Der "Lange Johann" in Erlangen gilt als Bayerns größtes Wohnhochhaus. Gebaut in den 70er Jahren mit 27 Stockwerken, 24.000 Quadratmetern Nutzfläche und fast 400 Wohnungen. Manche leben hier, weil sie nichts anderes gefunden haben. Für andere geht ein Wohntraum mit Ausblick in Erfüllung. Denn im "Langen Johann" gibt es auch die luxuriöse Penthouse-Wohnung für die Besserverdienenden. Dabei gibt es zwar baulich eine gewisse Trennung zwischen den sozialen Schichten: im Ostturm befinden sich die günstigen Einzimmerapartements, im Westturm die Zwei- bis Dreizimmerappartements. Spätestens auf den Gängen oder in den Aufzügen kommen sich die Bewohner dann aber doch näher. Und ein Abtauchen in die völlige Anonymität ist eh nicht möglich, denn ein Klingelschild muss schon sein. Darauf achtet die Hausverwaltung. Carlo Schindhelm hat für sein Feature das Leben im "Langen Johann" beobachtet und mit Bewohnern und Vermietern gesprochen - "Zeit für Bayern" mit diskreten Einblicken in den Mikrokosmos Hochhaus. Auf und nieder! München und seine Hochhäuser (ESD 17.04.2016) Von Thomas Grasberger Alle (paar) Jahre wieder hängt er schief, der Münchner (Hoch-)Haussegen. Dann wird eifrig darüber debattiert, ob die Stadt hohe Häuser braucht und wie diese sich ins historische Bild Münchens fügen. Hochhäuser sind immer schon umstritten, auch anderswo in Bayern und auf der Welt. Aber an der Isar scheint die Debatte eine besondere Brisanz zu haben. Bereits Anfang der 1920er Jahre gab es heftige Diskussionen über den ersten Hochhausbau. Als architektonische Symbole, die schon von weitem wahrgenommen werden, sind sie für die einen anonyme, uniforme Wohnwaben, für die anderen Zeugnisse der Moderne und Ausdruck sinnvoller urbaner Verdichtung. Im Jahr 2004 spitzte sich dieser Konflikt in München zu und mündete in einen Bürgerentscheid, der denkbar knapp zu Gunsten der Hochhausgegner ausging. Kein Neubau sollte fortan die 100 Meter hohe Münchner Frauenkirche überragen. Aber die Diskussionen um Münchens hohe Häuser hören deshalb nicht auf, wie Thomas Grasberger in seinem Beitrag zeigt. (Wiederholung vom 17.04.2016)
Samstag 12:05 Uhr

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Bayern 2

das ARD radiofeature

maliDie Drogenbarone von Mali Ein Feature über Kriegstreiber und eine Friedensmission Von Bettina Rühl WDR 2018 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Die UN-Mission in Mali ist die gefährlichste der Welt. Deutschland beteiligt sich daran mit bis zu 1.000 deutschen Soldaten. Trotz der internationalen Militärpräsenz und trotz eines Friedensabkommens hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen fünf Jahren in Mali verschlechtert. Inzwischen leidet nicht mehr nur der Norden, sondern auch das Zentrum Malis unter islamistischer Gewalt. Das liegt unter anderem an Drogenschmugglerringen, die ihre illegale Ware auch nach Europa schaffen. Das Geld fließt in Waffen und finanziert zum Teil islamistische Gruppen, die wiederum gegen die internationale Militärpräsenz kämpfen. Bettina Rühl ist es gelungen Schmuggler zu treffen und hat erfahren, dass Frieden ihre Geschäfte behindern würde. In Chaos und Krieg florieren sie besser. Solche Gruppen zu verfolgen, dafür hat die UN der Mission jedoch kein Mandat erteilt. Kann eine UN-Mission erfolgreich sein, wenn sie nicht gegen Kriminelle und Terroristen vorgehen darf, die den Friedensprozess torpedieren?
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

orgelbauerAuf Traditionen pfeifen? Orgelbauer in digitalen Zeiten Von Bettina Mittelstraß Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Claudius Woehl hat das Orgelbauer-Handwerk vom Vater gelernt. Der 25-jährige Juniorchef der traditionsreichen Firma Gerald Woehl hat mit dem Vater zuletzt in der Friedenskirche in Köln Mühlheim eine Orgel gebaut. Präzises Handwerk, 1.800 Pfeifen, jede einzeln gestimmt, eingeweiht zu Ehren des Reformationsjubiläums. Die digitale Orgel des jungen Organisten Cameron Carpenter verzichtet auf Pfeifen und auf Kirchen - der Ton der "International Touring Organ" kommt aus 59 transportablen Lautsprechern. Der Amerikaner baute digital, um das Instrument aus heiligen Hallen zu holen, und er schafft es, Orgelspielen für junge Leute populär zu machen. Claudius Woehl macht das Motiv neugierig. Auf der Suche nach den Orgeln, die er international bauen möchte, pfeift er zwar nicht auf die Pfeifen, aber raus aus nicht hinterfragten Traditionen, das gefällt ihm auch. Eine Begegnung in Berlin.
Samstag 14:05 Uhr

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SR2 Kulturradio

FeatureZeit: Die Drogenbarone von Mali

maliEin Feature über Kriegstreiber und eine Friedensmission Von Bettina Rühl Die gefährliche UN-Mission soll Mali stabilisieren. Aber bewaffnete Milizen terrorisieren das Land weiter, halten sich nicht an Friedensverträge, auch weil sie nur im Krieg ungestört ihren Drogen- und Waffengeschäften nachgehen können. Bettina Rühl ist es gelungen einige Schmuggler zu treffen.
Samstag 17:04 Uhr

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Bremen Zwei

ARDradiofeature

MaliDie Drogenbarone von Mali Ein Feature über Kriegstreiber und eine Friedensmission Von Bettina Rühl Die UN-Mission in Mali ist die gefährlichste der Welt. Deutschland beteiligt sich daran mit bis zu 1000 deutschen Soldaten. Trotz der internationalen Militärpräsenz und trotz eines Friedensabkommens hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen fünf Jahren in Mali verschlechtert. Inzwischen leidet nicht mehr nur der Norden, sondern auch das Zentrum Malis unter islamistischer Gewalt. Das liegt unter anderem an Drogenschmugglerringen, die ihre illegale Ware auch nach Europa schaffen. Das Geld fließt in Waffen und finanziert zum Teil islamistische Gruppen, die wiederum gegen die internationale Militärpräsenz kämpfen. Bettina Rühl ist es gelungen Schmuggler zu treffen und hat erfahren, dass Frieden ihre Geschäfte behindern würde. In Chaos und Krieg florieren sie besser. Solche Gruppen zu verfolgen, dafür hat die UN der Mission jedoch kein Mandat erteilt. Kann eine UN-Mission erfolgreich sein, wenn sie nicht gegen Kriminelle und Terroristen vorgehen darf, die den Friedensprozess torpedieren? Redaktion Dorothea Runge Produktion WDR 2018
Samstag 18:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Die Kunst, sich zum Affen zu machen Besuch in einem Labor für Klang und Philosophie in Lahore Von Julia Tieke Regie: die Autorin Mit: Andreas Tobias, Imogen Kogge, Inka Löwendorf, Joachim Bliese, Eva Weißenborn, Sascha Werginz, Gerd Wameling und Julia Tieke Ton: Jean Szymczak Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 54"30 (Ursendung) "Hier bin ich ein freier Mensch" sagt Raza Kazim, der 1947 zur Staatsgründung Pakistans aus Indien nach Lahore auswandert und der teuerste Rechtsanwalt im Land wird. Heute ist Kazim 87 und blickt auf bewegte Jahre als Aktivist, Querdenker, Zankapfel, Kettenraucher und Philanthrop zurück. Hat der Mensch die Fähigkeit zur Veränderung? Ist eine andere Gesellschaft möglich? "Am scheußlichsten aller Orte" - so Kazim über Pakistan - gründete er das Sanjan Nagar Institut, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Julia Tieke, geboren 1974, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim. Autorin, Regisseurin und Projektleiterin der Wurfsendung von Deutschlandfunk Kultur. Weitere Stücke: "Meine Batterien sind leer" (DKultur 2008), "Entlang der Greenline" (DKultur 2010), "Blind Date mit Beirut" (mit Katrin Moll, WDR 2011), "Tagebuch aus Aleppo" (SWR 2013), "Ulrich Gerhardt. Ein Porträt" (DKultur 2013), "Facebook sagt, Du bist in der Türkei" (mit Faiz, SWR 2014), "Syria FM" (DKultur 2015). Die Kunst, sich zum Affen zu machen
Samstag 18:05 Uhr

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BR-Heimat

Zeit für Bayern

kreativquartiereUrbanes Leben Kreativquartiere Keimzellen der Stadtentwicklung Von Horst Konietzny Auf und nieder! München und seine Hochhäuser Von Thomas Grasberger Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Kreativquartiere Keimzellen der Stadtentwicklung Von Horst Konietzny Kreativität ist zu einem Schlüsselbegriff in der Stadtentwicklung geworden. Sie lässt altehrwürdige Städte jung und bewegt erscheinen und sperrt Künstlern Räume auf, die sie zumindest vorübergehend nutzen können. Allerdings werden viele der von den Künstlern genutzten Räume durch deren Arbeit so aufgewertet, dass sie für die kreativen Köpfe dann zu teuer werden. Die Städte dagegen sind glücklich. Im Wettbewerb um ein hippes Image sind derartige Kreativquartiere unbezahlbar. Auch in Bayern haben die Gemeinden diesen Wert erkannt und fördern die Umwidmung ehemaliger Industriegebiete, wie des AEG Geländes in Nürnberg oder der alten Luitpoldkaserne in München. Für sein Bayern 2-Feature in der Reihe "Zeit für Bayern" trifft Horst Konietzny zahlreiche Akteure von allen Seiten des kreativen Spektrums, um herauszufinden, worin der Nutzen für die Betroffenen jetzt und vor allem in Zukunft liegen mag. Auf und nieder! München und seine Hochhäuser Von Thomas Grasberger Alle (paar) Jahre wieder hängt er schief, der Münchner (Hoch-)Haussegen. Dann wird eifrig darüber debattiert, ob die Stadt hohe Häuser braucht und wie diese sich ins historische Bild Münchens fügen. Hochhäuser sind immer schon umstritten, auch anderswo in Bayern und auf der Welt. Aber an der Isar scheint die Debatte eine besondere Brisanz zu haben. Bereits Anfang der 1920er Jahre gab es heftige Diskussionen über den ersten Hochhausbau. Als architektonische Symbole, die schon von weitem wahrgenommen werden, sind sie für die einen anonyme, uniforme Wohnwaben, für die anderen Zeugnisse der Moderne und Ausdruck sinnvoller urbaner Verdichtung. Im Jahr 2004 spitzte sich dieser Konflikt in München zu und mündete in einen Bürgerentscheid, der denkbar knapp zu Gunsten der Hochhausgegner ausging. Kein Neubau sollte fortan die 100 Meter hohe Münchner Frauenkirche überragen. Aber die Diskussionen um Münchens hohe Häuser hören deshalb nicht auf, wie Thomas Grasberger in seinem Beitrag zeigt. (Wiederholung vom 17.04.2016)
Samstag 21:05 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

KreativquartiereUrbanes Leben Kreativquartiere Keimzellen der Stadtentwicklung Von Horst Konietzny Auf und nieder! München und seine Hochhäuser Von Thomas Grasberger Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Kreativquartiere Keimzellen der Stadtentwicklung Von Horst Konietzny Kreativität ist zu einem Schlüsselbegriff in der Stadtentwicklung geworden. Sie lässt altehrwürdige Städte jung und bewegt erscheinen und sperrt Künstlern Räume auf, die sie zumindest vorübergehend nutzen können. Allerdings werden viele der von den Künstlern genutzten Räume durch deren Arbeit so aufgewertet, dass sie für die kreativen Köpfe dann zu teuer werden. Die Städte dagegen sind glücklich. Im Wettbewerb um ein hippes Image sind derartige Kreativquartiere unbezahlbar. Auch in Bayern haben die Gemeinden diesen Wert erkannt und fördern die Umwidmung ehemaliger Industriegebiete, wie des AEG Geländes in Nürnberg oder der alten Luitpoldkaserne in München. Für sein Bayern 2-Feature in der Reihe "Zeit für Bayern" trifft Horst Konietzny zahlreiche Akteure von allen Seiten des kreativen Spektrums, um herauszufinden, worin der Nutzen für die Betroffenen jetzt und vor allem in Zukunft liegen mag. Auf und nieder! München und seine Hochhäuser Von Thomas Grasberger Alle (paar) Jahre wieder hängt er schief, der Münchner (Hoch-)Haussegen. Dann wird eifrig darüber debattiert, ob die Stadt hohe Häuser braucht und wie diese sich ins historische Bild Münchens fügen. Hochhäuser sind immer schon umstritten, auch anderswo in Bayern und auf der Welt. Aber an der Isar scheint die Debatte eine besondere Brisanz zu haben. Bereits Anfang der 1920er Jahre gab es heftige Diskussionen über den ersten Hochhausbau. Als architektonische Symbole, die schon von weitem wahrgenommen werden, sind sie für die einen anonyme, uniforme Wohnwaben, für die anderen Zeugnisse der Moderne und Ausdruck sinnvoller urbaner Verdichtung. Im Jahr 2004 spitzte sich dieser Konflikt in München zu und mündete in einen Bürgerentscheid, der denkbar knapp zu Gunsten der Hochhausgegner ausging. Kein Neubau sollte fortan die 100 Meter hohe Münchner Frauenkirche überragen. Aber die Diskussionen um Münchens hohe Häuser hören deshalb nicht auf, wie Thomas Grasberger in seinem Beitrag zeigt. (Wiederholung vom 17.04.2016)
Samstag 21:05 Uhr

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