Deutschlandfunk Kultur

Aus den Archiven

Indira GandhiIndira Gandhi - Indiens umstrittene Ministerpräsidentin Von Jürgen Dauth DeutschlandRadio Berlin 1994 Wunsch und Wirklichkeit - Indira Gandhis Demokratieverständnis Von Giselher Schmidt Deutschlandfunk 1976 Vorgestellt von Michael Groth Indira Gandhi hätte am 19.11.2017 ihren 100. Geburtstag gefeiert. Nach einem biografischen Überblick ein Feature über Gandhis Weg in die Politik mit - nicht nur positiven - Folgen für Indien.
Samstag 05:05 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

Heinrich ZilleDer Daumier von der Panke Heinrich Zille - Fotograf, Zeichner, Maler, Humorist Von Renate Beckmann Regie: die Autorin Produktion: rbb 2007
Samstag 09:04 Uhr

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Ö1

Hörbilder

angelika kauffmann"Vielleicht die kultivierteste Frau in Europa." Die Malerin Angelika Kauffmann. Ein Leben in Mailand, London und Rom im 18. Jahrhundert. Feature von Lea Roma 16 Jahre lang, von 1970 bis 1986, prägte das Konterfei der etwas verlegen dreinblickenden jungen Frau mit der hochtoupierten Frisur den österreichischen Hundert-Schilling-Schein. Tatsächlich hatte sich Angelika Kauffmann nur sehr selten auf österreichischem Boden aufgehalten. 1741 im schweizerischen Chur als Tochter eines Vorarlberger Malers aus Schwarzenberg geboren, war sie Zeit ihres Lebens in den ersten Städten Europas zuhause: Mailand, London und vor allem Rom, wo sie die letzten 25 Jahre ihres Schaffens verbrachte. Neben ihrem ausgezeichneten Ruf als Malerin galt Angelika Kauffmann auch als äußerst geschickte Netzwerkerin. In ihrem Palazzo in der Via Sistina, gleich oberhalb der Spanischen Treppe, war das adelige Publikum ebenso anzutreffen, wie die bedeutendsten Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur des ausgehenden 18. Jahrhunderts, etwa Johann Wolfgang von Goethe und Johann Gottfried Herder, der sie einmal als "vielleicht die kultivierteste Frau in Europa" bezeichnete. Die Kulturwissenschafterin Lea Roma heftete sich an die Fersen der Malerin und begab sich nach Düsseldorf, Bregenz, Schwarzenberg und Rom, um ein Bild der zu ihren Lebzeiten gefeierten Künstlerin zu skizzieren, deren Oeuvre sich zum Zeitpunkt ihres Todes, am 5. November 1807, auf zirka 2.500 Originalwerke belaufen haben soll.
Samstag 09:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

KnausgårdKnausgård ungefiltert Schreiben in Echtzeit Von Annette Brüggemann Aufnahme des WDR 2017 Wiederholung: So 15.04 Uhr Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård schreibt radikal über sich selbst. Sein autobiografisches Romanprojekt "Min Kamp" katapultierte ihn weltweit in die erste Reihe der Gegenwartsliteratur. Ein Schreibexzess auf 8000 Seiten: "Sterben", "Lieben", "Spielen", "Leben", "Träumen" und "Kämpfen" heißen die Einzelbände des Mammutwerks in deutscher Übersetzung. Wir erleben Minuten, Stunden, Tage, Monate und Jahre eines Lebens in Echtzeit. Langsam und schnell, alltäglich und metaphysisch - existenzieller können Bücher nicht sein. Annette Brüggemann hat in Norwegen nach den Ursprüngen des enigmatischen Schriftstellers gesucht und schaut in Gesprächen mit ihm und Weggefährten hinter das Wesen seiner Literatur, die vor allem eins sein will: wahrhaftig.
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

oktoberfestDie andere Heimat? Heimat ist wieder in und zumindest der Süden Deutschlands braucht für diese Erkenntnis keine Nationalelf, sondern beweist nun schon seit Jahren: "Mia" sind mehr als "mia", und selbst ein bayerischer Heimatbegriff muss nicht von Lederhose, Parteibuch und Volkstümelei geprägt sein, kann auch klare politische Statements beinhalten, beispielsweise gegen die Obrigkeit. Dass das andere, das anarchische aber auch hippe Bayern im Trend liegt, zeigt der internationale Erfolg von Bands wie LaBrassBanda vom Chiemsee oder die Renaissance der "Oidn Wiesn" auf dem Oktoberfest. Eine Münchner Institution, die den aktuellen Heimat-Trend mitbefördert hat, von ihm profitiert, ihn aber auch kontinuierlich hinterfragt ist "Trikont". "Damn, Trikont get me every time. How do these dudes keep getting it so right?" schreibt der angesehene Musikjournalist Everett True 2007 in der New Yorker "Village Voice": Rund 500 Veröffentlichungen zählt die Diskographie von Trikont: Hier findet sich finnischer Tango neben American Yodeling, Russendisko neben Rembetika, Karl Valentin neben Country-Legende Hank Williams. Eine große musikalische und kulturelle Bandbreite, die allerdings aus einer klaren politischen Linie resultiert. Und deren Wurzeln reichen weit zurück. Gegründet wurde Trikont 1967 als linksradikaler Verlag, als Teil der damals gerade beginnenden Außerparlamentarischen Opposition. Schon damals mit an Bord: Achim Bergmann, heute mit Eva Mair-Holmes Geschäftsführer von Trikont. Klarer Ansatz des Kleinunternehmens: Revolution. Man verlegte Che Guevara und Terrorist Bommi Baumann. Da Politik und Pop in den 1960ern nah beieinander lagen, war es nur logisch, im Laufe der Jahre verstärkt Musik heraus zu bringen und damit ein größeres Publikum zu erreichen als mit ewigen Theoriediskussionen. Die Suche nach dem Anderen, dem Dagegen, dem Experiment nach ureigenen Kriterien, mit einer gehörigen Portion Dickschädel, ohne Angst vor Staat oder Trend, bestimmt bis heute die Arbeit. Ein Label, das mittlerweile international Anerkennung genießt, und immer wieder die Frage nach dem Wo und Wie von Heimat stellt. Auch noch im fortgeschrittenen Alter. Zum 50. Geburtstag im November 2017 wird das Porträt des Münchner Traditonslabels aus dem Jahr 2014 erneut gesendet. Die Autorin Valerie Trebeljahr war Herausgeberin von Fanzines, ist Sängerin und Keyboarderin der Elektropopband Lali Puna und arbeitet als Radiojournalistin.
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

enrico caruso,Mythos Tenor - Kein Wesen von dieser Welt Von Kathrin Hasselbeck Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Mythos Tenor - Kein Wesen von dieser Welt "Wisst ihr nicht, dass der Tenor kein Wesen von dieser Welt ist? Er ist eine Welt in sich!" - so schrieb es bereits Mitte des 19. Jahrhunderts der Komponist Hector Berlioz. Glaubt man den Anekdoten und Witzen über Tenöre, sind sie eitel und dumm. Im Licht der Operngeschichte erscheinen sie als gefeierte Stars, als Ausnahmetalente: Sie sind die Helden und Liebhaber auf der Bühne. Mit hohem, kraftvollem Ton bewegen sie sich in stimmlichen Extremlagen - scheinbar unmännlich und doch voller Sexappeal. Ein Tenor lebt immer mit der Gefahr, dass die Stimme versagt. Er hat mit dem Druck und den Erwartungen von außen zu kämpfen. Aber ihm winkt die Chance auf ewigen Ruhm, siehe Enrico Caruso, Fritz Wunderlich oder Luciano Pavarotti.
Samstag 14:05 Uhr

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HR2

Trialog der Kulturen »Was glaubst du denn?«

gerechtigkeitDas hr2-Kinderfunkkolleg Warum geht es nicht gerecht zu in der Welt? Von Juliane Spatz www.kinderfunkkolleg-trialog.de Große und kleine Beispiele für Ungerechtigkeiten im Leben und in dieser Welt kennt jeder von uns. Warum geht es in unserer Welt nicht gerecht zu? Warum müssen die einen hungern und die anderen leben im Überfluss? Warum hat Familie Müller mehr Geld als Familie Meier? Schwierige Fragen, große Fragen, mit der sich Juden, Christen und Muslime auch immer wieder auseinandersetzen.
Samstag 14:45 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

IntersexuelleDazwischen Intersexuelle Menschen erzählen Von Karla Krause Regie: Guiseppe Maio Mit: Lisa Hrdina, Gabriele Blum, Andreas Tobias, Romanus Fuhrmann Ton: Michael Kube Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: ca. 54"30 (Ursendung) Ist unsere Gesellschaft für "ErSie" bereit? Ihr Geschlecht ist im Alltag nicht vorgesehen. Allenfalls in der Mythologie tauchen Zwitter oder Hermaphroditen auf. Eltern sind überfordert, wenn ihr Neugeborenes keine eindeutigen Geschlechtsmerkmale hat und stimmen vorschnell Operationen zu. Mit unumkehrbaren Folgen für das Kind. Noch ist es eine Ausnahme, wenn intersexuelle Menschen ihre Biografien veröffentlichen. Es geht um Skalpelle und Hormone, Chromosomen und Keimdrüsen, ums Verdrängen und Verheimlichen. Die Zumutungen einer Gesellschaft, die ein ,Dazwischen" nicht erträgt. Karla Krause, geboren 1942, war Reporterin, Buchautorin, Dramaturgin und Fernsehproduzentin. Seit 2000 arbeitet sie als Autorin vor allem für das Radiofeature. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Geschichten zur medizinischen Ethik, u.a. "Tödliches Erbe" (RBB/WDR 2007, Robert Geisendörfer Preis), "Sternenkind" (HR/WDR 2012, DRK-Medienpreis, Hörfunkpreis der Theodor Springmann Stiftung) und "Kinder am Ende des Lebens" (HR 2015, TOM Medienpreis 2016). Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Von einem, der auszog, den Tod nicht zu fürchten" (Deutschlandradio Kultur 2011, Robert Geisendörfer Preis). Dazwischen
Samstag 18:05 Uhr

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