rbb Kultur

FEATURE

NaziMein Sohn der Nazi Szenen einer Familie aus Niederbayern Von Reinhard Schneider Regie: der Autor Produktion: SFB/WDR 2000
Samstag 09:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

MDR KULTUR

Mein Sohn, der Nazi

naziSzenen einer Familie in Niederbayern Familienbande Von Reinhard Schneider Erste Szene: Der Sohn auf einer Demonstration in Passau. Er steht in einer Gruppe von Rechtsradikalen und schwenkt eine Reichskriegsflagge. Seine Mutter steht auf der anderen Seite mit einem Schild in der Hand "Nazis raus!" Andere Szene zuhause in der Küche zu zweit, zu dritt, Monologe, ein Radiofeature wie ein Kammerspiel. Situationen, zugespitzt wie eine Versuchsanordnung: der Sohn Neonazi, die Mutter Antifaschistin, beide heilos ineinander verstrickt, dazwischen der Stiefvater, der den Konflikt zu entschärfen versucht. Die Kommunikation eskaliert nach eingefahrenen Mustern. Nur dem Außenstehenden, dem Autor gegenüber entsteht noch Raum für Reflexionen, die untereinander nicht mehr kommuniziert werden können. Nur im Autor scheint jeder einen Gesprächspartner zu haben, der ihm seine Darstellung der Situation erlaubt. Es drängt sich die Frage auf, inwieweit diese Familienszenen mit anderen vergleichbar sind; es geht um die Momente, die einen so ungeheuren Leidensdruck offenbaren, dass sie nur wenige Entwicklungsmöglichkeiten offen lassen. Eine davon hat der Sohn gewählt: Er wurde zum Rechtsradikalen. Das Feature wurde mit dem PRIX ITALIA 2001 geehrt. Regie: Reinhard Schneider; Martina Haubrich Produktion: SFB-ORB/WDR 2000 (28 Min.)
Samstag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Hörbilder

mondlandung"Not because it"s easy - because it"s hard!" Der Wettlauf der USA zum Mond - und andere Geschichten. Feature von Gerald Navara 1969 findet das erste globale Medienereignis der Geschichte statt. Fast 700 Millionen Menschen verfolgen rund um den Globus live im Fernsehen die Mondlandung der Amerikaner, einzig die Bewohner/innen der Sowjetunion erfahren nur aus der Parteizeitung "Prawda" von diesem Ereignis. Acht Jahre davor hat US-Präsident J.F. Kennedy die Reise zum Mond angekündigt: "We choose to go to the moon ... and do the other things". - "Wir haben beschlossen zum Mond zu fliegen ... und werden auch die anderen Dinge tun". Die NASA ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal in der Lage einen Astronauten rund um die Erde zu schicken. Eineinhalb Jahre vor der Rede des US-Präsidenten hat das bereits der Russe Juri Gagarin als erster Mensch geschafft. Technologisch scheint die UdSSR überlegen. Die USA stehen vor einer Zerreißprobe. Im Inneren erschüttert von gewalttätigen Rassenunruhen, manche Landesteile stehen am Rand eines Bürgerkrieges, in der Welt konfrontiert mit der Sowjetunion im Osten Europas, dem kommunistischen China und den von beiden unterstützten Befreiungsbewegungen in Südamerika, Afrika und Asien. Nach Korea wird nun Vietnam der nächste Kriegsschauplatz. Mehr als 400.000 Menschen werden im Mondprogramm beschäftigt, die Geldflüsse scheinen endlos und im Gegensatz zu den Russen beginnt eine beispiellose Medienschlacht. Auch der ORF ist am 20. und 21. Juli 1969 insgesamt 28 Stunden lang live dabei, als Armstrong und Aldrin auf dem Mond landen und den Erdtrabanten betreten. Nur 19 Minuten davon sind heute noch im ORF-Archiv vorhanden. Hugo Portisch, Peter Nidetzky und die junge Dolmetscherin Ingrid Kurz kommentieren die Fernsehpremiere - 50 Jahre danach erinnern sie sich an die perfekte Medieninszenierung der Mondlandung. In der amerikanischen primetime, die bei uns damals noch Haupteinschaltzeit heißt, finden die Aktionen der Astronauten statt. In Österreich ist es drei Uhr früh, dennoch sind hunderttausende Österreicher/innen mit dabei. Die Grußbotschaften, an die gesamte Menschheit gerichtet, sind perfekt einstudiert. Die Amerikaner betonen ausdrücklich ihre friedlichen Absichten. So wird entschieden, dass ein Zivilist als erster den Mond betritt: Neil Armstrong. Aber die Flagge der USA wird demonstrativ mit Blick auf die Erde aufgestellt. Ein zehnjähriger Bub erlebt die Live-Übertragung der Mondlandung. Dieses Ereignis wird für sein späteres Leben und seine Karriere als Wissenschafter entscheidend sein. Christian Köberl ist heute Generaldirektor des Naturhistorischen Museums in Wien, Geochemiker, Universitätsprofessor für Impaktforschung und Planetare Geologie. Der einzige Wissenschafter unter den insgesamt zwölf Amerikanern, die in sechs Missionen Mondstaub aufgewirbelt haben, ist der Geologe Harrisson "Jack" Schmitt: Er und Eugene Cernan sind die letzten, die bis heute den Mond betreten haben. Ein Feature über Politik, Propaganda, Wissenschaft - und die Erinnerung an ein unvergessliches Medienspektakel Ton: Anna Kuncio, Christian Gorz, Manuel Radinger Sprecher: Paul Matic, Raphael Sas Redaktion: Eva Roither
Samstag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR3

WDR 3 Kulturfeature

toots thielemansFriedrichroda - Brüssel - New York Toots Thielemans und der Atem der Melancholie Von Lou Brouwers Mit 17 sieht Jean-Baptist Thielemans in seiner Geburtsstadt Brüssel einen amerikanischen Film an. Darin spielt ein Todeskandidat in seiner Zelle herzzerreißende Lieder auf einer Mundharmonika. Am nächsten Tag trifft der junge Thielemans eine Entscheidung. Berührt von den Mundharmonikaklängen aus einem amerikanischen Film, kauft sich Jean-Baptist Thielemans bereits als Jugendlicher sein erstes Instrument. Der Sound der Blues Harp hat es ihm angetan. Einwanderer brachten die Mundharmonika einst nach Amerika mit. Das kleine Instrument, das in jede Tasche passt und so schön Heim-Weh klagen kann, wurde vor allem in der schwarzen Bevölkerung populär. Thielemans - 1922 in Brüssel geboren - wird Musiker und geht mit 30 in die USA. Dort entwickelt er sich zu einem der Größten der Modern-Jazz-Szene. Von nun an nennt er sich ,Toots". 2001 ehrt der belgische König seinen Landsmann und erhebt den "König der Mundharmonika" in den Stand eines Barons. Aufnahme DLF/MDR 2018 Wiederholung: So 15.04 Uhr
Samstag 12:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioFeature

neil armstrong50 Jahre nach Neil Armstrong Warum es einen neuen Wettlauf zum Mond gibt Von Raphael Smarzoch Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Über 500 Millionen Menschen haben die erste bemannte Mondlandung 1969 im Fernsehen verfolgt. Im "Space Age" war die Begeisterung für die Raumfahrt grenzenlos. Die USA und die Sowjetunion versuchten sich beim Wettlauf ins All gegenseitig zu übertrumpfen. Nachdem die NASA das Apollo-Programm beendet hatte, wurde es ruhiger um die Mondraumfahrt. Schlagzeilen machten eher Sonden auf dem Mars. In letzter Zeit wird der Erdtrabant aber wieder attraktiver. Die USA, Europa, Indien, Japan, Russland und China - alle wollen (wieder) zum Mond fliegen. Schon in fünf Jahren könnte es eine Mondstation geben. Wissenschaftler träumen sogar von einem "Moon Village", in dem Kollegen aus verschiedenen Ländern zusammen forschen. Im Gegensatz zu den 1960er und 1970er Jahren geht es aber nicht nur um ein technologisches Kräftemessen zweier Großmächte. Heute stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Im "radioFeature" erinnert sich Harro Zimmer, der die Mondlandung live kommentierte, an das Ereignis vor 50 Jahren. Astronauten und Wissenschaftler beantworten die Frage, welche Rolle der Mond für die Raumfahrt der Zukunft spielt. Es geht um Teleskope auf der dunklen Seite des Mondes, ein Sprungbrett ins All und Superbrennstoffe.
Samstag 13:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bremen Zwei

Feature

deutschen Raumfahrt,,Rückkehr ins All" ­ die Stunde Null der deutschen Raumfahrt von Peter Meier-Hüsing Noch Ende März 1945 schlagen deutsche V2-Raketen in London an, wenige Wochen später ist Nazideutschland besiegt. Viele NSRaketentechniker werden von den Amerikanern in der geheimen ,,Paperclip-Aktion" in die USA gebracht, um dort für die zivile Raumfahrt zu arbeiten. In Deutschland: Tabula rasa ­ verbotene Forschung, zerstörte Infrastruktur und abgewanderte Wissenschaftler. Doch wenige Jahrzehnte später wird die Europäische Raumfahrtagentur ESA gegründet, Satelliten und Trägerraketen werden gebaut, deutsche Astronauten fliegen ins All und arbeiten auf der internationalen Raumstation. Was war geschehen? In der Heide und am Nordseestrand schießen bereits in den 50er Jahren wieder Raketenenthusiasten ihre Projektile in den Himmel ­ mit einfachsten technischen Mitteln und jenseits der Legalität. Die Franzosen fordern in den 60ern den ,,autonomen Zugang zum Weltall" und ani2019 Bremen Zwei (15. ­ 21.7.2019) mieren die erst widerstrebenden Deutschen zum Bau einer ,,EuropaRakete". Die scheitert in den 70er Jahren grandios, liefert aber trotzdem die Grundlage für das spätere so erfolgreiche Ariane-Programm, dem Transporter für Satelliten in den Orbit. In den 80er Jahren kommt die NASA auf Europa zu, das Weltraumlabor Spacelab entsteht und die ersten westdeutschen Astronauten fliegen damit ins All. Das deutsche Forschungsmodul Columbus wurde ab den 1990er Jahren in Bremen entwickelt und zu einem wichtigen Element der Internationalen Raumstation. Heute, 50 Jahre nach der Mondlandung, träumt die Europäische Raumfahrtagentur ESA vom Bau eines Monddorfes, dem so genannten ,,Moon Village", im nächsten Jahrzehnt. Das Feature ,,Rückkehr ins All" ist eine Zeitreise durch die Geschichte der deutschen Raumfahrt: mit zahlreichen historische Originaltöne und aktuellen Interviews, u.a. mit den früheren Astronauten Thomas Reiter, Ulf Merbold oder dem ESAGeneraldirektor Jan Wörner. Radio Bremen 2019
Samstag 18:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Feature

drogenabhängige Mutter18 Plus! Was sagt mir Eleonore Von Rosa Hannah Ziegler Regie: die Autorin Mit: Anjorka Strechel Ton: Hermann Leppich Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 44"28 (Wdh. v. 04.11.2017) Yasmin ist in Heimen und Pflegefamilien aufgewachsen. Mit 22 Jahren beschließt sie, eine Annäherung an ihre ehemals drogenabhängige Mutter zu wagen. Zum ersten Mal fahren die beiden gemeinsam in den Urlaub. Yasmin ist nach Jahren in Heimen und Pflegefamilien, einer Odyssee von Ort zu Ort, in ihrer eigenen Wohnung in einer niedersächsischen Kleinstadt angekommen. Zur Ruhe gekommen ist sie nicht. Mit 22 Jahren beschließt Yasmin eine Annäherung an ihre früher drogenabhängige Mutter zu wagen. Zum ersten Mal fahren die beiden gemeinsam in den Urlaub. Auf der Nordseeinsel Borkum kommt es zu einer Aussprache. Das Feature ist Teil der Sendereihe ,18 Plus!" und in Kooperation mit der doku.klasse des Duisburger Festivals ,doxs! Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche" entstanden. Neben ZDF/3sat, der Grimme-Akademie und der FSF Berlin ist Deutschlandfunk Kultur seit 2016 Kooperationspartner der doku.klasse. Rosa Hannah Ziegler, geboren 1982, studierte Regie an der Kunsthochschule für audiovisuelle Medien in Köln. Sie lebt als Filmemacherin und Autorin in Berlin. Für den Dokumentarfilm "Du warst mein Leben" (ZDF/3sat 2017) erhielt sie den Grimme-Preis 2018. Ihr Dokumentarfilm "Familienleben" (NDR 2018) lief auf der Berlinale 2018 im Panorama. Aus der weiterführenden Begleitung der Film-Protagonisten ist das Radiofeature "Familienleben" (Dlf Kultur 2019) entstanden. Was sagt mir Eleonore
Samstag 18:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

rbb Kultur

FEATURE

NOCHMAL NR. 1 Podcast-Serie in acht Teilen von Benjamin Teske Folge 1: Sheer unglaublich Ton: Bodo Pasternak und Venke Decker Regieassistenz: Oliver Martin Sprachregie: Johannes Nichelmann und Oliver Martin Regie: Benjamin Teske und Mareike Maage Produktion: rbb 2019 - Ursendung -
Samstag 19:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

ERF Plus

ERF Plus spezial

dietrich bonhoefferDietrich Bonhoeffer: Radikal geliebt In einem Feature erinnern wir an einen der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts.
Samstag 20:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren