Ö1

Radiokolleg - Wenn die Seele schmerzt

Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Keiner ist davor gefeit, jeden kann es betreffen: Ein unerwartetes, schockartiges Ereignis hinterlässt seine Spuren. Ob als Zeuge eines Verkehrsunfalls oder als Opfer von Gewalttaten: Das erlebte Trauma nimmt Einfluss auf die Psyche eines Menschen. Doch nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt, erkrankt daran. Die Verarbeitungsmechanismen sind individuell sehr unterschiedlich. Die Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen hilft, sich vom traumatischen Erleben zu distanzieren. Entscheidend ist auch, ob ein Trauma einmalig erlebt wird oder wiederholt zugefügt wird. Auch der Kontext und die Ursachen beeinflussen den Umgang damit. Opfer von Naturkatastrophen verkraften in der Regel diese belastende Erfahrung. Menschen, denen willentlich Gewalt durch einen anderen Menschen zugefügt wurde, erkranken öfters an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Oft treten körperliche und psychische Folgereaktionen erst Jahre nach dem Übergriff auf. Denn die menschliche Psyche ist darauf eingerichtet, möglichst rasch die basalen Funktionen wiederherzustellen. Diese Überlebensstrategie überwindet aber nicht das traumatische Erlebnis. Gleich einem Fremdkörper wird es im Gedächtnis isoliert und abgekapselt. Ein Satz, ein Wort, ein Bild, ein Geruch, ein Ton können spontan das traumatische Erlebnis reaktivieren. Der Betroffene wird unkontrolliert von seinen Ängsten überschwemmt. Um das zu verhindern, meiden traumatisierte Menschen jede Form der Erinnerung an das Ereignis. Viele Psychotherapeut/innen unterstützen sie darin. Denn das traumatische Erlebnis lässt sich nicht wiedergutmachen. Entscheidend ist aber, wie Menschen lernen, damit umzugehen. Traumatisierte Menschen brauchen Unterstützung. Forscher/innen widmen sich weltweit diesem Thema. Und unterschiedliche therapeutische Ansätze unterstützen die Betroffenen.
Montag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen

Karl StützelAls Hitler noch zu stoppen war Innenminister Karl Stützel Der Mann, der Hitler ausweisen wollte Hitler in Landsberg Der Festungshäftling Das Kalenderblatt 23.4.2005 Jawed Karim lädt das erste Youtube-Video hoch Autorin: Yvonne Maier Innenminister Karl Stützel - er Mann, der Hitler ausweisen wollte Autor: Hans Hinterberger / Regie: Martin Trauner Es ist der 9. März 1933, der Tag, an dem die bayerische Regierung für abgesetzt erklärt und der Freistaat in Hitlers Reich gleichgeschaltet wird. Der bayerische Innenminister Karl Stützel steht in Nachthemd und Socken im Braunen Haus der NSDAP. Die SS hatte ihn aus seinem Bett gezerrt. Stützel weint, während die Nazis johlen und lachen. Hohn und Rache an einem, der sich in den Jahren zuvor gegen sie und ihren Führer gestellt hatte. Im Juni 1924 hatte Karl Stützel das Innenministerium übernommen. Der Hitlerputsch liegt erst wenige Monate zurück. Noch sitzt Hitler in der Landsberger Festungshaft - doch schon im Dezember 1924 ist er wieder frei. Seine Nationalsozialisten waren längst, obwohl die NSDAP verboten war, als "Völkischer Block" im Bayerischen Landtag vertreten. Viele Vertreter der regierenden Bayerischen Volkspartei, der auch Karl Stützel angehört, waren oft genug auf dem rechten Auge blind gewesen. Doch ihr Innenminister bewahrte einen kritischen Blick auf die NSDAP. Er versuchte, den Österreicher Hitler aus Bayern auszuweisen, untersagte ihm seine Redeauftritte und verbot gar der SA ihre Uniformen. Radiowissen über einen Politiker, der in Bayern, der Keimzelle der NSDAP, gegenzusteuern versucht. Und am Ende daran scheitert. Hitler in Landsberg - Der Festungshäftling Autor: Thies Marsen / Regie: Axel Wostry Nach seinem gescheiterten Putschversuch im November 1923 wird Adolf Hitler im Gefängnis von Landsberg am Lech eingesperrt - zunächst als Schutz-, dann als Untersuchungs- und schließlich als sogenannter Festungshäftling. Bei seiner Einlieferung ist er lichtscheu und depressiv, denn er rechnet fest mit einer hohen Gefängnisstrafe oder der Ausweisung in sein Herkunftsland Österreich. Doch schon 13 Monate später kann Hitler das Gefängnis wieder verlassen. Er hat nicht nur deutlich zugenommen, sondern er ist auch sonst wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. Dank einer Gefängnisleitung, die mit Hitler sympathisiert, und einer Justiz, die den gescheiterten Putschisten und Hochverräter auffällig schont, kann Hitler seine Position als selbsternannter Führer der rechtsextremen Kräfte festigen. Als Ehrenhäftling genießt Hitler weitgehende Privilegien und beginnt damit, seine kruden Ideen niederzuschreiben: In Landsberg entsteht der erste Teil seines Buches "Mein Kampf". Später stilisieren die Nationalsozialisten Hitlers Festungshaft als Martyrium, die Stadt Landsberg versucht sie touristisch nutzbar zu machen, die Hitlerjugend veranstaltet Sternmärsche mit tausenden Teilnehmern zur Haftanstalt. Moderation: Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (1). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger V wie Verbriefung Verbriefungen kämpfen seit der letzten Finanzkrise mit einem schlechten Image. Ursprünglich als sicher eingestuft, entpuppten sich Verbriefungen wie etwa CDOs oder CDSs als Toxic Assets, die den Finanzcrash in den USA und in Europa mitverursacht haben. Mit der Krise ist der Verbriefungsmarkt in Europa eingebrochen und hat sich bis heute noch nicht auf das Vorkrisenniveau erholt. Die EU will das nun ändern. Im Rahmen von Quantitative Easing hat die Europäische Zentralbank neben Staatsanleihen auch Verbriefungen angekauft. Ende 2017 wurden neue Verbriefungsvorschriften verabschiedet, die das Vertrauen in diesen Markt wieder stärken sollen. Denn an sich seien Verbriefungen eine gute Sache, sagen Befürworter/innen. Durch sie werden Kreditrisiken ausgelagert, sie sind eine Finanzierungsquelle für kleine und mittlere Unternehmen und sie versorgen Börsen mit Liquidität. Die EU will einen gesunden und sicheren Verbriefungsmarkt in Europa aufbauen und hat, um das zu erreichen, ein Label für "einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen" etabliert. Kann so eine Selbstzertifizierung funktionieren? Und unter welchen Voraussetzungen sind Verbriefungen eigentlich ein volkswirtschaftlich sinnvolles Instrument?
Montag 09:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Tango Argentino

Tango ArgentinoStreiflichter eines anhaltenden Phänomens (1). Gestaltung: Verena Gruber Mit dem Begriff Tango Argentino verbinden die meisten Menschen in Europa einen Tanzstil. Der ist allerdings oft mit einem Klischee verbunden: Dem Tango Argentino haftet das Melancholische, das Anrüchige und das Morbide an, hartnäckig kursiert der Mythos von Sinnlichkeit und Leidenschaft. Doch Tango Argentino ist viel mehr. Neben dem Tanz ist er eine komplexe Musikrichtung, die in Europa mittlerweile - abgekoppelt vom Herkunftsland Argentinien und Uruguay - eigenständige Wurzeln geschlagen hat. Entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in den Metropolen Buenos Aires und Montevideo war der Tango Argentino in seinen Anfängen eine Subkultur, die Tanz, Dichtung, Musik und Gesang vereinte und in der sozialen Unterschicht und dem Bordellmilieu angesiedelt war. Der Tango Argentino gelangte Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa, wurde in Paris euphorisch aufgenommen und trat daraufhin seinen Siegeszug um die Welt an, bis er nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Vergessenheit geriet. Erst vor etwa 50 Jahren kam es in Europa wieder zu einer Annäherung. Maßgeblich dafür verantwortlich war der "Erneuerer des Tango", der Komponist und Bandoneonspieler Astor Piazzolla (1921 - 1992), der als Begründer des sogenannten Tango nuevo gilt. Mit ihm begann sich der argentinische Tango neuen Musikgattungen zu öffnen, unter anderem dem Jazz, der Neuen Musik und der Weltmusik. Heute bietet er ein weites Feld für Grenzüberschreitungen und Experimente. Die Einordnung von Tango-Musik fällt bis heute schwer. Bei der aktuellen Vermarktung schwankt die Etikettierung zwischen Tanzmusik, Weltmusik, Crossover oder Experimentelles. Nichtsdestotrotz: Der Tango Argentino übt ungebrochen Faszination aus. Verena Gruber geht in ihrer Radiokolleg-Reihe der Frage nach, wie die Musik des Tango Argentino nach Europa gekommen ist, wie sie in Europa rezipiert wird, in welche Musikgattungen sie Eingang gefunden hat, was zeitgenössische Musiker/innen über sie denken, wie sie sie interpretieren und was so viele Menschen bis heute am Tango Argentino begeistert. Darüber hinaus beschäftigt sich die Sendung auch mit der engen Verbindung von Tanz und Musik und stellt das das Tango-Instrument Bandoneon vor.
Montag 09:45 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR5

Neugier genügt

Feature: Reisen mit digitaler Nabelschnur Redezeit mit Mario Goldstein Wiederholung: Di 04.03 Uhr 11.00 WDR aktuell, Verkehrslage
Montag 10:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

die pestSeuchen und ihre Bekämpfung Die Pest im Mittelalter Europas größte demographische Katastrophe WHO Weltgesundheitsorganisation im Porträt Das Kalenderblatt 23.4.2005 Jawed Karim lädt das erste Youtube-Video hoch Von Yvonne Maier Die Pest im Mittelalter - Europas größte demographische Katastrophe Autorin: Christine Bergmann / Regie: Sabine Kienhöfer Die Pest kannte keine Grenzen. Im Jahr 1347 tauchte sie erstmals am Schwarzen Meer auf. Noch im selben Jahr erreichte sie Italien. Die Wirkung war verheerend. Viele Ärzte lehnten es ab, Pestkranke zu besuchen. Notare wollten nicht kommen, so dass die Sterbenden kein Testament machen und keine Gebete für ihr Seelenheil bestellen konnten. Selbst Priester weigerten sich, ihnen die Beichte abzunehmen und die Letzte Ölung zu spenden. Mönche und Mitglieder barmherziger Bruderschaften, die sich um Kranke kümmerten, starben dabei selbst zu hunderten. Leichen wurden bald nur noch in riesige Massengräber geworfen. Städte wie Florenz und Venedig verloren die Hälfte ihrer jeweils rund einhunderttausend Einwohner. Dann erfasste die Pest Frankreich, England, Deutschland, Skandinavien. Die Seuche traf eine europäische Gesellschaft, die durch die "Kleine Eiszeit" und Hungersnöte geschwächt war. Die Heilkunde war überfordert. Schätzungsweise ein Drittel der Einwohner Europas hat der "Schwarze Tod" dahingerafft. Doch warum schickte Gott diese Krankheit, fragten sich bald viele Menschen. Oder noch einfacher: Wer war schuld an der Seuche? WHO - Weltgesundheitsorganisation im Porträt Autorin: Ulrike Rückert / Regie: Martin Trauner Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in allen Teilen der Welt große gesundheitspolitische Herausforderungen: Tuberkulose, Pocken, Kinderlähmung und andere schwere Krankheiten forderten ihre Opfer in der Bevölkerung, Impfstoffe waren knapp oder erst in der Entwicklung. Um einen Ausweg zu finden, wurde im Jahre 1946 die Weltgesundheitsorganisation - die WHO - gegründet. Sie sollte die Bekämpfung von Epidemien und schweren Infektionskrankheit weltweit koordinieren, ebenso wie die Erforschung von Impfstoffen und Heilmethoden. Keine Frage: Die WHO kann seit ihrem Bestehen große Erfolge bei der Pocken- und Polio-Bekämpfung vorweisen. Doch in den letzten Jahren mehren sich auch kritische Stimmen. Manche werfen der WHO vor, bei bestimmten Entscheidungen die Interessen der Pharmaindustrie mehr im Auge zu haben als die Gesundheit der Weltbevölkerung. Es stellt sich die Frage: Ist die WHO ausschließlich der Gesundheit verpflichtet? Und ist sie tatsächlich so unabhängig wie es ihre Verfassung fordert? Moderation: Redaktion:Nicole Ruchlak
Montag 15:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Wirtschaft denken (3/4) Frankfurt - Wie macht man Geld? Von Christian Blees (Teil 4 am 24.04.2018)
Montag 19:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR5

Dok 5 - Das Feature

PolizeigewaltTäter in Uniform Polizeigewalt in Deutschland Von Marie von Kuck Aufnahme SWR/WDR/DLF 2018 Je unsicherer die Lage, desto lauter der Ruf nach starken Sicherheitsorganen. Doch was, wenn Polizisten selbst zur Gefahr werden? Die Polizeigewerkschaft spricht von bedauerlichen Ausnahmen, Amnesty International kritisiert strukturelle Polizeigewalt. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Übergriffe auf friedliche Bürger, Misshandlungen in Gewahrsamszellen, sogar Todschlag und Mord. Die Deutsche Polizeigewerkschaft bedauert das und spricht von Ausnahmen und schwarzen Schafen. Schon seit Jahren kritisiert Amnesty International strukturelle Polizeigewalt in Deutschland. Tatsächlich führen Strafanzeigen gegen Polizisten auffällig selten zu einem Gerichtsverfahren und fast nie zur Verurteilung des Beschuldigten. Geschädigte, die sich wehren, bekommen dagegen die ganze Härte des Gesetzes zu spüren. Ist die Sorge vor einem Imageschaden der Polizei so groß, dass rechtsstaatliche Standards geopfert werden? Die Autorin blickt hinter die Kulissen, trifft Polizisten und Polizeiopfer und begegnet viel Angst - auf beiden Seiten. Sie trifft auf ein annähernd geschlossenes System und auf Strukturen, die nicht zu ihrem Bild von einer rechtsstaatlichen Bundesrepublik passen wollen.
Montag 20:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

NDR Info

Das Forum

jens spahnNotstand im Krankenhaus Was bringen die Pläne des Gesundheitsministers? Feature von Katharina Jetter In vielen Krankenhäusern wird an der Pflege gespart. Das berichten Patienten. Und das erzählen Krankenpfleger und Pflegerinnen. Sie erleben, dass die Zahl der Operationen in den deutschen Krankenhäusern steigt, der Pflegebereich aber nicht wächst. Immer wieder sind sie deshalb mit der Forderung nach mehr Personal an die Öffentlichkeit gegangen. Die neue Bundesregierung sieht das Problem und deshalb in den Koalitionsverhandlungen beschlossen: In Kliniken sollen die Gehälter für das Pflegepersonal künftig unabhängig von den Fallpauschalen vergütet werden, über die sich die Krankenhäuser finanzieren. Außerdem soll es Personal-Untergrenzen geben und Qualitätskontrollen. So soll das Sparen bei der Pflege beendet werden. Ob das Konzept aufgeht? Das Forum
Montag 20:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg

Wenn die Seele schmerzt. Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Finanzwelt. V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (1). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Tango Argentino. Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (1). Gestaltung: Verena Gruber
Montag 22:08 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Eins Live

1LIVE Soundstories

Hörspiele und Features. Wirklichkeiten neu montiert Donalds Donald Von Hofmann&Lindholm Aufnahme DLF/WDR/rbb 2018 bis 24:00 Uhr Als Frau X die Lärmbelästigung ihres Nachbarn durch Schläge auf das Heizungsrohr nach einer Woche nicht mehr ertragen kann, ruft sie vom Balkon: "Du dreckiges Arschloch, Du arbeitslose Sau." Beim vierten Mal bekommt sie dafür eine Anzeige und versteht die Welt nicht mehr.
Montag 23:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren