Deutschlandfunk Kultur

Feature

julia solovievaHandicap Love Elsa und Olaf Zwei Menschen und die Liebe Von Julia Solovieva Regie: Nikolai von Koslowski Ton: Dietmar Fuchs Produktion: NDR 2012 Länge: 53"01 Elsa und Olaf haben sich über Schatzkiste e.V. kennengelernt, eine Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung. "Trauer ist schwarz, Angst dunkelblau." Olaf erzählt Elsa von der Angst, von der Überwindung der Angst. Dann fragt er Elsa. Sie hat immer noch Angst. Angst vor ihrem Stiefvater, der sie als junges Mädchen und erwachsene Frau mehrmals vergewaltigt und zweimal geschwängert hat. Olaf und Elsa erzählen sich aus ihrem Leben. Elsa kommt aus Kasachstan, Olaf aus Norddeutschland. Beide sind geistig behindert. Vor neun Jahren haben sie sich über die Schatzkiste e.V., eine Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung, kennengelernt. Julia Solovieva ist in Moskau geboren und lebt in Hamburg. Sie ist Fotografin und berichtet für den ARD-Hörfunk und verschiedene Tageszeitungen. Ihr Romandebüt "Katias Zorn" veröffentlichte sie gemeinsam mit Jutta Jacobi 2003. Zuletzt u.a.: "Der 29. Januar - Selfie eines Tages" (NDR/RB 2017), "In oder out? Junge Flüchtlinge machen Mode und Theater" (NDR 2017) und "Irmgard im Glück" (NDR 2016). Elsa und Olaf
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Integrieren

Soziale InnovationenInnovativ denken und handeln (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Neues mit Bekanntem in Verbindung bringen und daraus etwas Eigenes entwickeln gehört zu den genuinen Eigenschaften menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns. Menschen beobachten, sie hören und sie fühlen: ständig nehmen sie Informationen wahr, sortieren, wählen aus und integrieren Relevantes in die vorhandene Wissensbasis. Und je positiver die Gefühle sind, die diesen Prozess begleiten, umso leichter fällt das Lernen, so die Hirnforschung. Dieser Lernprozess gilt auch für Gesellschaften. Hurrikans verwüsten ganze Landstriche. Hochwasser und Lawinen zerstören Regionen. Mit Dämmen und Wällen sich davor zu schützen, ist nahezu unmöglich. Denn Krisen sind überraschend, ihr Verlauf ist ungewiss. Hier bietet die Konfliktforschung Lösungsansätze an. Lernen die Mitglieder einer Gesellschaft, ihre eigenen Handlungskompetenzen zu erweitern und Unerwartetes in das Bestehende zu integrieren, zeigen sich diese Communities als resilient. Soziale Innovationen erweisen sich hier als wirkungsmächtig. In einer Wissens und Informationsgesellschaft wiederum sind integratives Denken und Handeln zur Selbstverständlichkeit geworden. Plattformen vernetzen unterschiedliche Denkansätze. Integrative Wissenschaften sind in den Kanon der Universitäten aufgenommen worden. Sie garantieren eine lebendige Forschungslandschaft.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

GerüchtDas Gesicht wahren Die Macht des Gerüchts Flüsterpost und Nachrede Respekt Grundpfeiler des Miteinanders Das Kalenderblatt 23.1.1960 Jaques Piccard taucht auf den Grund des Marianengrabens Von Simon Demmelhuber Die Macht des Gerüchts - Flüsterpost und Nachrede Autorin: Beate Meierfrankenfeld / Regie: Irene Schuck "Schon gehört?" So lautet die verführerische Frage auf dem verschlungenen Weg eines Gerüchts. Meistens wird sie hinter vorgehaltener Hand gestellt, denn ob das Erzählte auch tatsächlich stimmt, weiß man dann doch nicht so genau. Aber darum geht es auch gar nicht: Das Gerücht ist weniger auf Wahrheit aus als auf Verbreitung. Darin liegt sogar sein besonderer Reiz, denn in die Lücke zwischen Vermutung und Wirklichkeit kann die Fantasie springen: Hier und da ergänzt sie ein paar Einzelheiten, schmückt aus, was zunächst vielleicht nur zart angedeutet war, lässt anderes weg. Das geschieht nicht unbedingt in böser Absicht, sondern begleitet jede Kommunikation. Wo die Beteiligten aber bewusst verfälschen und verzerren, wird das Gerücht zur üblen Nachrede. Und die kann sich in einem Punkt immerhin sicher sein: Gerade, weil irgendwann niemand mehr sagen kann, was nun eigentlich dran ist an einer Geschichte, bleibt von einem bösen Gerücht immer etwas hängen. Respekt - Grundpfeiler des Miteinanders Autorin und Regie: Irene Schuck Der Begriff galt lange als altmodisch, war uncool, sogar verdächtig. Respekt war das, was tatsächliche und vor allem vermeintliche Autoritätspersonen verlangten: Eltern, Priester, Lehrer, Vorgesetzte. Wer aber respektlos auftrat, etwa zum Amtseid als Minister in Turnschuhen kam, der demonstrierte seinen mutigen Einsatz gegen Autoritätsgläubigkeit. Inzwischen scheint der Begriff eine Rehabilitierung zu erfahren. Seit Jahren taucht er verstärkt in der öffentlichen Diskussion auf. Forschungsgruppen, Buchveröffentlichungen und Talk-Shows widmen sich dem Phänomen: Muss man sich Respekt "verdienen" - oder steht es jedem fraglos zu, respektvoll behandelt zu werden? Warum hat der Begriff ausgerechnet in Unterschicht-Subkulturen, etwa in Rap-Songs, so eine immense Bedeutung? Und: wäre ein von gegenseitigem Respekt getragenes Miteinander tatsächlich gesellschaftsweit denkbar? So oder so: Respekt ist offenbar ein Grundbedürfnis, ein universeller Wert, der nicht für Geld zu kaufen ist. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Land der Flammen

aserbaidschanAserbaidschan Revisited (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Im Jahr 1993 bot sich erstmals die Gelegenheit, die ehemalige Sowjetrepublik Aserbaidschan im Rahmen einer journalistischen Erkundungstour für das Radiokolleg zu besuchen. Damals regierte das Militär, der Ausnahmezustand war verhängt, abends herrschte ab 20 Uhr Ausgangssperre. 25 Jahre später ist Sabine Nikolay an dieselben Orte zurückgekehrt um Nachschau zu halten, was aus dem "Land der Flammen" von damals geworden ist. Aserbaidschan, dessen Territorium sich von den hohen Bergen des Kaukasus bis an das Kaspische Meer zieht, ist bekannt durch seinen Dauerkonflikt mit Armenien und für seinen Reichtum an Öl, dessen Export dem Land trotz großer wirtschaftlicher Probleme das Überleben sichert. Gab es 1993 zarte Anfänge einer demokratischen Veränderung, wird das Land heute von der Familie Aliyev regiert, die ihm Fortschritt und Modernisierung von oben verordnet: Das führt dazu, dass die Hauptstadt Baku in neuem Glanz erstrahlt und über eine beeindruckende Skyline verfügt. In der Sonne glänzende Hochhäuser prägen die Stadteinfahrt, über der Altstadt, die 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, leuchten die "Flame Towers": Luxushotel, Bürogebäude und Luxusresidenzen. Dahinter liegen Wohnviertel, die immer noch nicht renoviert sind. Und viele Häuserblocks aus der Sowjetzeit werden geschliffen, um neue Gebäude mit Blick auf das Meer zu errichten. Im Hinterland hingegen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dörfer, Weidenflächen und kleine landwirtschaftliche Betriebe bilden einen Gegenpol zur pulsierenden Metropole Baku. Wie leben die Menschen in Aserbaidschan, und wie schaffen sie den Spagat zwischen kulturellen Traditionen und Standortbestimmung in Zeiten der Globalisierung?
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der letzte Schliff

miles davisWas ist gutes Audiomastering? (3). Gestaltung: Hans Groiss Hören Sie den Unterschied? Klingt "Nothing else matters" von Metallica glasklar oder verwaschen? Warum ist der Sound von Miles Davis" "Kind of Blue" unverwechselbar und einheitlich? Was war das Geheimnis des guten Tons eines Herbert von Karajan und haben Experimental-KomponistInnen wie Beatriz Ferreyra und Pierre Schaeffer ihre Werke nachbearbeitet? Nach der Studioproduktion einer Pop-Band, einem Livekonzert der Wiener Philharmoniker oder einer Jam-Session im Jazzstüberl gibt es meist Aufnahmen von höherer oder niederer Qualität. Um diese professionell auf Tonträger veröffentlichen zu können, werden die einzelnen Musikstücke abgemischt und gemastert: beim Mischen wird die Balance aller Instrumente zueinander hergestellt - beim Mastering wird der fertige Mix vom Mastering-Engineer in Absprache mit den Musiker/innen und Producern bearbeitet. Mastering ist ein englischer Begriff und bezeichnete in der Musikwelt ursprünglich die Überführung von Musikstücken auf Schallplatte. Heute bedeutet Mastering die Steigerung der Qualität durch einen kreativ-technischen Prozess. Damit Musik auf LP, CD, im Radio oder am Mobiltelefon gut klingt, ist Mastering am Ende einer Musikproduktion mittlerweile Standard. Abhängig vom Musikstil gibt es unterschiedliche Masteringphilosophien: das Angleichen von Lautstärkeunterschieden, das Festlegen von Pausenzeiten zwischen den Musikstücken und die Zusammenführung einzelner Tracks zu einem Album sind subjektive Entscheidungen, die viel Diskussionsstoff liefern. Welche Schritte aber sind nötig, um von einer Komposition oder Improvisation zu einem fertigen Master zu kommen? Wie möchte ich als Musiker/in in der Welt gehört werden: Glasklar oder dreckig? Aufgeblasen oder subtil? Und: Kann das Mastering verbessern, was bei einer Aufnahme nicht geglückt ist? Studierende des Radioproduktionsseminars der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien besuchen gemeinsam mit Hans Groiss Produktionen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Experimentalmusik und diskutieren mit Expert/innen über Mastering.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

meditationMeditation und Trance Meditation Übung mit tiefem Sinn Trance Erleben jenseits des Verstandes Das Kalenderblatt 23.1.1960 Jaques Piccard taucht auf den Grund des Marianengrabens Von Simon Demmelhuber Meditation - Übung mit tiefem Sinn Autorin: Anja Mösing / Regie: Christiane Klenz Ein bisschen Exotik schwingt immer noch mit, wenn im Abendland von Meditation die Rede ist. Diese Mischung aus körperlichen und geistigen Übungen wird einfach von etwas Geheimnisvollem umweht: So hoch ist ihr spiritueller Wert in fernöstlichen Ländern seit rund 4000 Jahren geschätzt. Wer hingebungsvoll meditiert, macht sich auf den Weg, seinen Alltag zu verlassen. Ob das Ziel Erleuchtung, Erwachen, Weisheit, Allwissenheit heißt: ein tiefer geistiger Frieden gehört auf jeden Fall dazu. Orthodoxe Hüter der abendländischen, monotheistischen Religionen beäugten die Intensität meditativer Übungen und ihrer Wirkungen dagegen seit je misstrauisch. Meditative Elemente gibt es dennoch in allen Religionen. Zu positiv ist ihre Wirkung. Wie stark Meditationsübungen tatsächlich auf Körper und Geist wirken, können wissenschaftliche Studien inzwischen belegen: Wie Muskeln sind auch Emotionen trainierbar. Für Menschen mit schwierigen Emotionen ein Segen. Für viele ist Meditation heute eine Übung mit tiefem Sinn. Trance - Erleben jenseits des Verstandes Autor und Regie: Frank Halbach "Trance" - das wurde lange gleichgesetzt mit einem geistesabwesenden Bewusstseinszustand, der mit der Realität unserer Lebenswirklichkeit nichts zu tun hat. Die moderne Forschung, insbesondere die Humanistische Psychologie hat mittlerweile den Wert des veränderten Bewusstseinszustands wiederentdeckt. Die Ethnologie belegt, dass die Trance seit jeher in nahezu allen Kulturen zum religiösen oder therapeutischen Repertoire gehört. Ausgesprochen bildhafte "Halluzinationen" von Geistwesen werden dabei durch das willentliche in Trance-Fallen herbeigeführt, wie vor allem Beschreibungen von Schamanismuskonzepten indigener Kulturen zeigen. Diese Schamanen verstehen ihre "Reisen" als einen Blick hinter die oberflächliche Erscheinung unserer Welt. Und auch die christliche Tradition kennt durchaus Tranceerfahrungen: Seien es die "Ausflüge der Seele" bei den Mystikern vor 500 Jahren oder der nach wie vor mantrahaft gebetete Rosenkranz der Katholiken. Die rationale Wissenschaft ist durch die Resultate, die etwa "Visualisieren" oder "Kreatives Träumen" zeitigen, in Aufregung geraten. Gibt es eine andere Realität? Auf jeden Fall gibt es eine andere Ebene des Bewusstseins als unseren rationalen Wachzustand. Ist die Welt, die wir kennen nur ein winziges Fragment der Wirklichkeit? Moderation: Gabriele Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

damenkapellen"Gute Bläserin kann sich auch melden" Die Geschichte der Damenkapellen Von Christian Berndt und Ralf Bei der Kellen (Wdh. v. 14.03.2018) Frauen, die Musik machen - das scheint heute etwas Alltägliches zu sein. Im 19. Jahrhundert herrschten ganz andere Verhältnisse. Da traten musizierende Frauen als Kuriosität zwischen der bärtigen Dame und dem Schlangenmenschen auf, wurden fast als Laune der Natur präsentiert. Damals zogen sogenannte Damenkapellen von Etablissement zu Etablissement und bildeten einen nicht unerheblichen Teil des Unterhaltungsangebots. Allerdings ist der Begriff ,Damenkapelle" bis heute in keinem der gängigen Standardwerke zur Musikgeschichte verzeichnet - was wahrscheinlich an einer gewissen Anrüchigkeit dieses Gewerbes lag - und liegt? Warum waren musizierende Frauen vom Biedermeier bis in die Weimarer Republik eine solche Attraktion? Und - was ist heute wirklich anders?
Mittwoch 19:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

Evangelikale ChristenBefehlsempfänger Gottes das ARD radiofeature Ein Feature über evangelikalen Einfluss in Kirche und Politik Von Michael Weisfeld Evangelikale Christen nehmen die Bibel wörtlich und stehen für ein strenges, autoritäres Christentum. Mit der Bibel kämpfen sie gegen die "Ehe für alle", verlangen Enthaltsamkeit vor der Ehe und Treue sowieso. Ihr Verhältnis zur Amtskirche ist ambivalent, sie kritisieren die "Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)", arbeiten aber auch mit ihr zusammen. Politisch stehen viele Evangelikale den Rechtspopulisten nahe - etwa der Arbeitsgemeinschaft "Christen in der AfD". Lautstark vertreten sie evangelikale Positionen, oft kombiniert mit antimuslimischer Rhetorik. Wie mächtig ist diese heute?
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

axel eggebrechtZum 120. Geburtstag Er dachte er lebe ewig - und er tut es Der Schriftsteller und Radiomann Axel Eggebrecht Von Kathrin Aehnlich Regie: Klaus Zippel Produktion: MDR 2008
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

AudiomasteringIntegrieren. Innovativ denken und handeln (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das Land der Flammen. Aserbaidschan Revisited (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Der letzte Schliff. Was ist gutes Audiomastering? (3). Gestaltung: Hans Groiss
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

hr-JazzensembleWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | Neues aus der Sound-Werkstatt vom hr-Jazzensemble "Whatever It Means"- Bedeutungsoffenheit gehört dazu - Neues aus der Sound-Werkstatt vom hr-Jazzensemble
Mittwoch 22:30 Uhr

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