Deutschlandfunk Kultur

Feature

Bernd SahlingIn ihrer Welt Eine Langzeitdokumentation Von Bernd Sahling Regie: der Autor Mit: Thomas Bading Komposition: Oswald Schwander Ton: Andreas Stoffels Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016 Länge: 53"56 (Wdh. v. 10.09.2016) Vier Jugendliche, alle blind, gehen in den 1990ern gemeinsam mit Sehenden in die Schule. Der Autor trifft sie ein Jahrzehnt später wieder. In den 90er-Jahren gingen sehbehinderte Jugendliche mehrheitlich auf die Internatsschulen für Blinde. Einige wenige hatten dennoch den Mut, sich dem Schulalltag mit Sehenden zu stellen. Ihre Mitschüler interessierten sich für Mode und gingen in die Disko oder ins Kino. Die tägliche Konfrontation mit dem Anderssein auszuhalten, war schmerzlich. Vier ehemalige Integrationsschüler erinnern sich: "Ich hätte mir gewünscht, dass ICH eine Ahnung von der Welt kriege, und nicht die Sehenden eine Ahnung von Blinden." Bernd Sahling, geboren 1961 in Naumburg an der Saale, Autor und Regisseur. 1983 Volontariat im DEFA-Spielfilm-Studio in Babelsberg, anschließend Regieassistent. 1986-1991 Regiestudium an der HFF in Babelsberg, anschließend DAAD-Stipendiat in Chicago. Seitdem Autor und Regisseur für Kinderfilmproduktionen. 2004 Deutscher Filmpreis für "Die Blindgänger". Workshops zur Filmarbeit mit Kindern in Europa, Asien und Amerika. Mitglied der Deutschen Filmakademie, sowie zahlreicher Festivaljurys. Das Feature "In ihrer Welt" von Bernd Sahling ist im Rahmen einer Kooperation mit der doku.klasse des Duisburger Festivals doxs! Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche, entstanden. Neben ZDF/3sat, der Grimme-Akademie und der FSF Berlin ist Deutschlandradio seit 2016 Kooperationspartner der doku.klasse. In ihrer Welt
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Wenn die Seele schmerzt

Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Keiner ist davor gefeit, jeden kann es betreffen: Ein unerwartetes, schockartiges Ereignis hinterlässt seine Spuren. Ob als Zeuge eines Verkehrsunfalls oder als Opfer von Gewalttaten: Das erlebte Trauma nimmt Einfluss auf die Psyche eines Menschen. Doch nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt, erkrankt daran. Die Verarbeitungsmechanismen sind individuell sehr unterschiedlich. Die Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen hilft, sich vom traumatischen Erleben zu distanzieren. Entscheidend ist auch, ob ein Trauma einmalig erlebt wird oder wiederholt zugefügt wird. Auch der Kontext und die Ursachen beeinflussen den Umgang damit. Opfer von Naturkatastrophen verkraften in der Regel diese belastende Erfahrung. Menschen, denen willentlich Gewalt durch einen anderen Menschen zugefügt wurde, erkranken öfters an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Oft treten körperliche und psychische Folgereaktionen erst Jahre nach dem Übergriff auf. Denn die menschliche Psyche ist darauf eingerichtet, möglichst rasch die basalen Funktionen wiederherzustellen. Diese Überlebensstrategie überwindet aber nicht das traumatische Erlebnis. Gleich einem Fremdkörper wird es im Gedächtnis isoliert und abgekapselt. Ein Satz, ein Wort, ein Bild, ein Geruch, ein Ton können spontan das traumatische Erlebnis reaktivieren. Der Betroffene wird unkontrolliert von seinen Ängsten überschwemmt. Um das zu verhindern, meiden traumatisierte Menschen jede Form der Erinnerung an das Ereignis. Viele Psychotherapeut/innen unterstützen sie darin. Denn das traumatische Erlebnis lässt sich nicht wiedergutmachen. Entscheidend ist aber, wie Menschen lernen, damit umzugehen. Traumatisierte Menschen brauchen Unterstützung. Forscher/innen widmen sich weltweit diesem Thema. Und unterschiedliche therapeutische Ansätze unterstützen die Betroffenen.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

eskapismusEskapismus und Askese Eskapismus Flucht aus der realen Welt Weisheit aus der Wüste Die Mönchsväter Das Kalenderblatt 25.4.1987 Welt-Pinguin-Tag Autorin: Caroline Ebner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

YenV wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (3). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Y wie Yen ¥ ist das internationale Symbol für die japanische Währungseinheit Yen, der 1871 eingeführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Bretton Wood Abkommens 1973 war der Yen an den US-Dollar gebunden. Seither wird er vom Währungsmarkt frei bestimmt. Der wirtschaftliche Aufschwung Japans uns der Sprung zur Wirtschafts- und Finanzmacht in den 80er Jahren halfen dem Yen, eine weltweit ernst zu nehmende Währung zu werden. 1990 stürzte das Land in eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen. Für mehr als zwei Dekaden kämpfte Japan gegen Stagnation, Deflation und steigende Staatsschulden und war damit lange vor den USA und Europa das Versuchslabor für geldpolitische Langzeitexperimente, wie niedrige Leitzinsen, Nullzinspolitik und Quantitative Easing. Die EZB, die Europäische Zentralbank folgt dieser Strategie seit 2015 und kauft Staatsanleihen und Unternehmensanleihen in großen Mengen. Ein Bericht über das Land der aufsteigenden Sonne, erzählt anhand des steigenden und fallenden Yen.
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Tango Argentino

Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (3). Gestaltung: Verena Gruber Mit dem Begriff Tango Argentino verbinden die meisten Menschen in Europa einen Tanzstil. Der ist allerdings oft mit einem Klischee verbunden: Dem Tango Argentino haftet das Melancholische, das Anrüchige und das Morbide an, hartnäckig kursiert der Mythos von Sinnlichkeit und Leidenschaft. Doch Tango Argentino ist viel mehr. Neben dem Tanz ist er eine komplexe Musikrichtung, die in Europa mittlerweile - abgekoppelt vom Herkunftsland Argentinien und Uruguay - eigenständige Wurzeln geschlagen hat. Entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in den Metropolen Buenos Aires und Montevideo war der Tango Argentino in seinen Anfängen eine Subkultur, die Tanz, Dichtung, Musik und Gesang vereinte und in der sozialen Unterschicht und dem Bordellmilieu angesiedelt war. Der Tango Argentino gelangte Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa, wurde in Paris euphorisch aufgenommen und trat daraufhin seinen Siegeszug um die Welt an, bis er nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Vergessenheit geriet. Erst vor etwa 50 Jahren kam es in Europa wieder zu einer Annäherung. Maßgeblich dafür verantwortlich war der "Erneuerer des Tango", der Komponist und Bandoneonspieler Astor Piazzolla (1921 - 1992), der als Begründer des sogenannten Tango nuevo gilt. Mit ihm begann sich der argentinische Tango neuen Musikgattungen zu öffnen, unter anderem dem Jazz, der Neuen Musik und der Weltmusik. Heute bietet er ein weites Feld für Grenzüberschreitungen und Experimente. Die Einordnung von Tango-Musik fällt bis heute schwer. Bei der aktuellen Vermarktung schwankt die Etikettierung zwischen Tanzmusik, Weltmusik, Crossover oder Experimentelles. Nichtsdestotrotz: Der Tango Argentino übt ungebrochen Faszination aus. Verena Gruber geht in ihrer Radiokolleg-Reihe der Frage nach, wie die Musik des Tango Argentino nach Europa gekommen ist, wie sie in Europa rezipiert wird, in welche Musikgattungen sie Eingang gefunden hat, was zeitgenössische Musiker/innen über sie denken, wie sie sie interpretieren und was so viele Menschen bis heute am Tango Argentino begeistert. Darüber hinaus beschäftigt sich die Sendung auch mit der engen Verbindung von Tanz und Musik und stellt das das Tango-Instrument Bandoneon vor.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

dietrich bonhoefferMenschen im Widerstand Dietrich Bonhoeffer Ein Theologe gegen Hitler Der Freigeist Philosophie des Freidenkers Das Kalenderblatt 25.4.1987 Welt-Pinguin-Tag Von Caroline Ebner Dietrich Bonhoeffer - Ein Theologe gegen Hitler Autor: Rolf Cantzen / Regie: Dorit Kreissl Der Hinrichtungsbefehl kam von Adolf Hitler persönlich. Von einem Standgericht verurteilt, wurde Dietrich Bonhoeffer am 9. April 1945 durch Erhängen hingerichtet. Er gehörte zu den wenigen Theologen, die von Anfang an gegen den aufkommenden Antisemitismus kämpften und sich schließlich auch dem Nationalsozialismus widersetzten. Bonhoeffer war im Widerstand aktiv und unterstützte dabei auch Versuche, Adolf Hitler durch ein Attentat ums Leben zu bringen. Dietrich Bonhoeffers Theologie wurde lange Zeit kaum zur Kenntnis genommen. Doch das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Viele seiner bekannteren Texte entstanden im Gefängnis. Seine Theologie ist eine, die den Menschen auch auf die Freuden des Lebens hinweist: "Man soll Gott in dem finden und lieben, was er uns gerade gibt; wenn es Gott gefällt, uns ein überwältigendes Glück genießen zu lassen, dann soll man nicht frömmer sein als Gott ..." Der Freigeist - Philosophie des Freidenkers Autor: Michael Reitz / Regie: Irene Schuck Das Wort "Freigeist" entstand im 18. Jahrhundert. Es bezeichnete Menschen, deren Ideen sich unabhängig von Religionen, der herrschenden Moral und den eingefahrenen Denkgewohnheiten entwickelten. Diese Autonomie machte sie theologischen Dogmatikern ebenso verdächtig wie den Fürsten. Durch die Aufklärung verlor der Begriff "Freigeist" oder "Freidenker" jedoch bald seinen negativen Beigeschmack. Er wurde bis heute zu einem Etikett für Geister, die sich originell und intelligent nur auf ihren gesunden Menschenverstand verließen - ohne Rücksichtnahme auf einbetonierte Glaubenssätze und gesellschaftliche Ächtung. Vorbilder waren dabei antike Philosophen wie Diogenes oder Sokrates. Gerade heute, im Zeitalter des religiösen Fundamentalismus und populistischer Bewegungen, sind diese geistigen Rebellen nötiger denn je. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Nicht geschaffen für den Lärm Die Stille hören Von Ulrike Jährling Alljährlich wird der Tag des Lärms begangen - als Mahnung: Der Lärm nimmt zu, und er macht uns krank. Dieses Feature lässt den Lärm weg. Es sucht die Stille. Stille soll uns entschleunigen, soll heilen, soll klären. Stille kann uns produktiv machen. Doch funktioniert sie auf Knopfdruck? Wie finden wir sie und was hören wir in uns, wenn es außen still ist? Ulrike Jährling macht sich auf die Suche. Eine Übung nicht nur im Schweigen. Und die Erkenntnis: Wir brauchen sie so sehr. Wenn wir ihr nur erst einmal begegnet sind. Der Stille.
Mittwoch 19:30 Uhr

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NDR Info

Das Forum

baltikumSpannungen im Baltikum Die Angst vor Russland wächst Feature von Gesine Dornblüth
Mittwoch 20:30 Uhr

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MDR KULTUR

Kinderüberraschung

samenspenderAus dem Leben eines Samenspenders Von Renate Maurer (Übernahme) Am Anfang war eine Zeitungsannonce: "Zwei Frauen suchen einen Samenspender, aber keinen Vater". Maik, Mitte 20 und Student in Berlin, beschließt, dem lesbischen Paar zu "helfen". Sein Motiv: Gerechtigkeit. Geld will er dafür keines. Alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren ist der Weg zur Samenbank Mitte der 2000er-Jahre zwar nicht verboten, aber den Ärzt/innen wird empfohlen, die Insemination nur bei verheirateten Frauen oder Frauen mit einem festen männlichen Partner vorzunehmen. Jetzt ist Maik Mitte Dreißig, studiert immer noch und hat mittlerweile sieben Kinder mit sechs Frauen gezeugt. Vertrauen war alles, auf Verträge verzichteten Maik und die angehenden Mütter. Das Leben lässt sich sowieso nicht durch Vertragswerke absichern, sagt Maik und hofft darauf, dass weder die Frauen noch die Kinder Unterhalt von ihm fordern werden. Mit den Müttern läuft alles gut, er hat Fotos von allen Kindern und trifft sie ab und zu. Als Vater bleibt er, wie vereinbart, auf Außenposten. Nur zu einer der Frauen, zur Französin Cécile und ihren beiden von Maik gezeugten Mädchen hat sich eine enge Beziehung entwickelt - in aller Freundschaft und mit bemerkenswertem Engagement für die Kinder. Maiks Mutter arbeitet bei Cécile als Haushaltshilfe - und ist zugleich als Oma für die Mädchen da. Renate Maurer hat mit Maik, seiner Mutter und mit einigen der Frauen gesprochen, denen er zum Wunschkind verholfen hat. Ein Feature, das voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen steckt - so wie Maiks Leben auch. Regie: Tobias Krebs Produktion: ORF 2016
Mittwoch 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

LernfabrikIntensivstation Schule das ARD radiofeature Ein Feature über den Alltag in einer Lernfabrik Von Jens Schellhass (Produktion: Bremen 2) Schule ist ein Spiegel der Gesellschaft. Sie ist die Wiege unserer volkswirtschaftlichen Zukunft und die Fabrik, die Bildung vermitteln und leistungsstarken Nachwuchs hervorbringen soll. Doch das Schulsystem krankt. Die zunehmenden sozialen Unterschiede innerhalb unserer Gesellschaft sind in den Klassenräumen angekommen. Armut, Migration, Aggression und familiäre Vernachlässigung halten Einzug in den Schulalltag. Lehrer und Schüler werden gleichermaßen zu Opfern des Systems. Hier Lehrer, die bei allem Engagement an ihre Leistungsgrenzen stoßen - dort Schüler, deren individuelle Begabung systembedingt verkümmern muss, weil es an Förderung und Beachtung fehlt. Drei Jahrzehnte nach Ende der eigenen Schulzeit hat sich der Autor noch einmal auf die Schulbank gesetzt. Für ein knappes Jahr. Um Einblick zu erhalten hinter die Kulissen eines verstörenden Schulbetriebs.
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

samenspenderKinderüberraschung Aus dem Leben eines Samenspenders Von Renate Maurer Regie: Tobias Krebs Produktion: ORF 2016
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Wenn die Seele schmerzt. Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Finanzwelt. V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (3). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Tango Argentino. Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (3). Gestaltung: Verena Gruber
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

hr-jazzensembleWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | Neues vom hr-Jazzensemble "Trip To The President" - Neues aus der Sound-Werkstatt vom hr-Jazzensemble
Mittwoch 22:30 Uhr

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