Deutschlandfunk Kultur

Feature

Herr Meyer fährt jetzt fern ... und erzählt aus seinem Verbrecherleben Von Jörn Klare Regie: Friederike Wigger Mit: Fabian Busch Ton: Dietmar Fuchs Produktion: NDR 2011 Länge: 54"23 Nach 30 Jahren Gefängnis ist Herr Meyer jetzt mit dem LKW unterwegs. Auf den langen Fahrten ist Zeit, über sein Leben nachzudenken. Walter Meyer ist 60 Jahre alt, 1,90 Meter groß, knapp zwei Zentner schwer, hat die Statur und den Gang eines Ringers. 31 Jahre seines Lebens saß er immer wieder im Gefängnis. "Wenn ich da reingekommen bin, dann ging das schon los: Hey Walter, biste wieder da. Wunderbar." Nach seiner letzten Entlassung begann Meyer mit der Arbeit als Fernfahrer. Der Autor geht mit dem Ex-Schwerverbrecher auf Tour. Jahre zuvor waren sie sich schon einmal im Gefängnis begegnet, wo Meyer an einer Diskussion mit Jugendlichen teilnahm - als abschreckendes Beispiel. Jörn Klare, 1965 in Hohenlimburg geboren, zwischen Sauerland und Ruhrgebiet aufgewachsen, lebt als Autor in Berlin. Er schreibt Sachbücher, Theaterstücke und Radiofeatures, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Für sein Buch "Nach Hause gehen. Eine Heimatsuche" erhielt er 2017 den Evangelischen Buchpreis. Deutschlandradio Kultur produzierte das Stück "Nach Hause gehen" 2016. Andere Stücke: "Paragrafen baden nicht" (Dlf 2016) und das ARD-Radiofeature "Abschied vom Faktor Mensch" (NDR 2016). Herr Meyer fährt jetzt fern
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Lehrerbild im Wandel

Vom Drill zur Lernbegleitung (3). Gestaltung: Winfried Schneider Der Beruf der Lehrer und Lehrerinnen durchläuft gerade einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel. Aber das öffentliche beziehungsweise veröffentlichte Bild der Lehrer und Lehrerinnen ist nach wie vor von überkommenen Klischees und tiefsitzenden Vorurteilen geprägt. Wie werden Lehrerfiguren im Film gezeigt? Wie werden Sie in der Literatur beschrieben? Und wie erscheinen Frau Professor und Herr Lehrer in Fernsehserien, Magazinen und Zeitungen? Fest steht: Die Bilder beeinflussen die Realität fast ebenso wie umgekehrt die Realität die Bilder. Was erzählen also die veröffentlichten Bilder vom Beruf der Lehrer und Lehrerinnen? Wird der Wandel in der pädagogischen Profession wahrgenommen? Welche Bilder haben die Lehrpersonen von sich selbst? Und welche haben die Schüler/innen von ihnen? Wie fließt all das in die Lehrerbildung ein? Was ist ein Lehrer/eine Lehrerin? Wer sind die Expert/innen für Unterricht?
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Georg SimmelDer Mensch im Bann des Geldes Georg Simmel Die Philosophie des Geldes Deins, Meins, Unser? Eigentum hier und anderswo Das Kalenderblatt 19.9.1841 Marie Lafarge wegen Mordes verurteilt Von Anja Mösing Georg Simmel - Die Philosophie des Geldes Autor: Michael Reitz / Regie: Martin Trauner Der deutsche Philosoph Georg Simmel (1858-1918) gilt als einer der Begründer der modernen Soziologie. Von erstaunlicher Aktualität ist sein 1900 erschienenes Buch "Die Philosophie des Geldes". Georg Simmel vertritt und untermauert in diesem Klassiker der Sozialwissenschaften eine verblüffende These: Geld habe sich nämlich im Laufe der Zeit von einem bloßen Zahlungsmittel zu einem gottähnlichen Wesen gewandelt. Grund dafür sei eine Verehrung des Geldes in der Moderne, wie sie so noch nie in der Wirtschaftsgeschichte vorgekommen sei. Barvermögen, Grundbesitz und Statussymbole würden zum Gradmesser des persönlichen Seelenheils, dem alle anderen Ziele und Sehnsüchte untergeordnet werden. Banken und Geldinstitute haben einen Status wie in früheren Zeiten Kirchen und Kathedralen. Wer nichts hat, ist auch nichts wert in den modernen Industriegesellschaften - so Georg Simmels Fazit. Deins, Meins, Unser? - Eigentum hier und anderswo Autor: Reinhard Schüter / Regie: Christiane Klenz Haben! Mehr haben! Möglichst mehr zu besitzen als andere! Das ist der Antrieb, der im realen Leben Wirtschaft und Wachstum am Laufen hält. Dabei gibt es immer mehr Menschen, die am Wachstum keinen Anteil haben, für die Eigentum oder gar Wohlstand ein Traum bleibt. Doch was veranlasst Menschen, die nach dem Maßstab des ärmeren Teils unserer Welt längst mehr als genug zum Leben haben, weiterhin Besitz auf Besitz zu häufen? Sind sie deswegen zufrieden und glücklich? Glücklicher als jene Menschen, die - ohne dazu gezwungen zu sein - vollkommen auf privaten Besitz verzichten, wie beispielsweise die Angehörigen religiöser Orden? Andere Gruppen haben von Privatbesitz nicht einmal eine Vorstellung - so die auf traditionelle Weise lebenden indigenen Völker. Was unterscheidet eigentlich die Letzteren von unserer Kultur? Wie steht es dort um Begriffe wie "Erbrecht", "Eigentumsdelikte" oder "Güterteilung" im Falle einer Ehescheidung? Wie groß ist das Machtgefälle unter ihren Mitgliedern? Und wie gehen solche Kulturen mit den natürlichen Ressourcen ihrer Umwelt um? Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung

Datenschutz-GrundverordnungVom Entwurf zur Anwendung (3). Gestaltung: Marianne Unterluggauer Am 25. Mai 2018 trat die Europäische Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Damit wurde eine Diskussion beendet, die in den EU-Institutionen über zwei Jahrzehnte lang geführt wurde. Genauer seit 1995. Damals einigte man sich in der EU auf das erste europäische Datenschutzgesetz, an dem ab 2010 weitergeschrieben wurde: Daran beteiligt waren 28 Nationalstaaten, diverse internationale Lobbyorganisationen und Bürgerrechtsbewegungen. Ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das den Alltag eines Kontinents bestimmt und das Verhalten international tätiger Konzerne beeinflusst, ist kein Spaziergang. Historisch betrachtet wurde 1995 kein Schlusspunkt unter die Debatte gesetzt, aber ein wichtiger Meilenstein, meinen Bobachter: Europa habe auf internationaler Bühne bewiesen, dass auf ihrem Kontinent jeder Bürger Eigentümer seiner Daten ist, und nicht Konzerne noch Staaten. 1995 hielt das Internet gerade Einzug in die Privathaushalte. Dessen Auswirkungen spiegelte das vereinheitlichte Datenschutzrecht noch nicht wider. Es vergingen 15 Jahre, bis die damalige EU-Kommissarin Viviane Reding daran ging, das europäische Datenschutzrecht den Entwicklungen anzupassen und Datenmissbrauch einzuschränke. Von 2010 bis 2015 wurde verhandelt. 2016 wurde das Gesetz schließlich im Parlament und von den 28 Nationalstaaten beschlossen. Zwei Jahre hatten Regierungen und Unternehmen Zeit sich darauf vorzubereiten, bis das Kalenderblatt 25. Mai 2018 erreicht war. Und trotzdem, je näher das Datum kam, umso größer die Aufregung. Aber warum diese Ungewissheit? Worin liegt das Problem bei der Umsetzung? Was müssen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungen beachten, wenn sie Daten sammeln und auswerten? Worin liegt der Nutzen einer vereinheitlichten Datenschutzverordnung für die Bürger? Marianne Unterluggauer fragt für das Radiokolleg nach, was das Gesetz vorgibt und wie die Umsetzung auszusehen hat. In Österreich und International.
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

5/8erlStefan Weber Drahdiwaberl, Yung Hurn, 5/8erl in Ehr"n, A-Gen 53 (3). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Walter Gröbchen, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang Die Radiokollegreihe zur Geschichte der österreichischen Popmusik dokumentiert das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands, reflektiert ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft und würdigt ihren Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur. *5/8erl in Ehr"n: Eine Affäre mit dem Wienerlied* Die Band steht für Schmäh und Lässigkeit, Feingefühl und Doppelbödigkeit in dem von ihnen selbstbenannten Genre des Wiener Soul. Mit Gitarre, Kontrabass, Akkordeon und zwei Sängern zeigen sie, dass sie mit Groove und intelligenten Texten von Pop bis Walzer alles im Repertoire haben. Man hört Liebeslieder ebenso wie gesellschaftspolitische Kommentare oder gefühlvolle Blödelei. Die 5/8erl in Ehr"n sind Max Gaier, Bobby Slivovsky, Hanibal Scheutz, Miki Liebermann und Clemens Wenger. Vier Amadeus Awards haben sie mittlerweile bekommen und 2017 ihr fünftes Album "Duft der Männer" herausgebracht. Gestaltung: Astrid Schwarz
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

Breitengrad

Vereinten NationenGeschenkt? Die Vereinten Nationen Von Georg Schwarte Wiederholung vom Samstag, 14.05 Uhr Am 24. September beginnt die jährliche Vollversammlung der Vereinten Nationen. Einst nannten die Gründer die UN ein Geschenk für die Welt - wir bummeln durch das historische UN-Gebäude in New York auf der Suche nach den Geschenken, die die Welt der UN gemacht hat. Der deutsche UN-Diplomat Werner Schmidt verwaltet und pflegt die Geschenke der Staaten an die UN. Deutschland schenkte einen kompletten Ruheraum für den Sicherheitsrat und drei Stücke der Berliner Mauer. Saudi-Arabien eine Palmenoase aus purem Gold. Kunst der Welt für die Weltgemeinschaft. Ein Feature aus dem Innenleben der mächtigsten und zugleich ohnmächtigsten Organisation der Weltgemeinschaft in Zeiten, da die Welt auseinander zu fallen droht. Nie gab es mehr Krisen, nie mehr ungelöste Konflikte. Der Saal des UN-Sicherheitsrates - auch er ist ein Geschenk von Mitgliedsstaaten. Die wertvolle Wandtapete stiftete Norwegen. Die Symbole beinhalten einen Anker: den Anker des fest verwurzelten Glaubens. Drei Weizenähren: der Weizen der wachsenden Hoffnung. Und Herzen, die für das Herz der menschlichen Güte stehen sollen. Geschenkte Formensprache für einen Sicherheitsrat, der sich allzu oft selbst blockiert.
Mittwoch 14:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

tagebücherBesondere Leidenschaften Sammellust, Sammelwut Von der Jagd nach den Dingen Tagebücher Vom Aufschreiben bis zur Selbsttherapie Das Kalenderblatt 19.9.1841 Marie Lafarge wegen Mordes verurteilt Von Anja Mösing Sammellust, Sammelwut - Von der Jagd nach den Dingen Autor und Regie: Martin Trauner Kann man Sammelleidenschaft verstehen? Eine Antwort liefert, wie so oft, der Fußball. Mit dem Sammelbildproblem: Vor jeder Weltmeisterschaft kursieren auf allen Schulhöfen die bunten Abziehbildchen der Fußballstars. Findige Mathematiker haben eine Formel aufgestellt, mit der man berechnen kann, wie viel Geld und Leidenschaft man investieren muss, um ein vollständiges Fußballalbum zu erhalten. Die Antwort: Viel. Sehr viel. - Die Sammellust ist ein weit verbreitetes Phänomen einer Wohlstandsgesellschaft. Schon seit der Renaissance werden nicht mehr nur nützliche und wertvolle Dinge gehortet, sondern auch Kurioses und Exotisches. Man sammelt nicht nur Briefmarken, sondern auch seltene Insekten, Kronkorken oder Parfümflakons. - Freilich: Nicht nur die Mathematiker, selbst Philosophen, Ethnologen und Psychologen sind den Sammlern auf der Spur. Einig sind sie sich darin: Ein jeder Sammler strebt nach Vollständigkeit, nur: erreichen kann er die selten. Oder nie. Tagebücher - Vom Aufschreiben bis zur Selbsttherapie Autorin: Claudia Schaffer / Regie: Es gibt unzählige Tagebücher, weltberühmte, unbekannte, vergessene. Vor allem junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren schreiben Tagebuch. Später lassen Beruf und Alltag immer weniger Zeit dafür. Wer in seinem Tagebuch von früher liest, muss starke Nerven haben und kann doch viel über sich lernen. Fest steht, dass das Aufschreiben von Gedanken, Erlebnissen, Sorgen, aber auch glücklichen Momenten eine Wirkung entfaltet, etwa bei der Selbstintegration und der Persönlichkeitsentwicklung. Schon in den 80er Jahren konnte der US-Psychologe James Pennebaker zeigen, dass die schriftliche Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen die damit verbundenen Gefühle zu ordnen hilft. Die von ihm entwickelte Therapieform, das expressive Schreiben, wurde sogar zu einer neuen Form der Selbsthilfe. Doch jenseits vom Therapieeffekt geht vom Tagebuch für viele noch immer eine ganz eigene Faszination aus. Warum schreiben und lesen wir Tagebücher so gerne, auch in Zeiten von Weblogs, Facebook & Co? Welche Bedeutung haben Tagebücher als Zeitzeugnisse und was passiert eigentlich mit Tagebüchern Verstorbener? Moderation: Florian Kummert Redaktion: Susanne Poelchau
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Fischer WeltalmanachWer fixiert das Wissen der Welt? Zum Ende des Fischer Weltalmanachs Von Ulrike Köppchen Nach 60 Jahren wird das Nachschlagewerk über Deutschland und die Welt eingestellt - Ende eines der größten enzyklopädischen Projekte der Bundesrepublik.
Mittwoch 19:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

charly kowalczykAuf den Spuren von Schorsch Medikamentenversuche an Jugendlichen und ihre Folgen Von Charly Kowalczyk (Produktion: SWR/DLF/NDR) Mediziner warnten Ende der 60er-Jahre, die vom Pharma-Konzern Schering entdeckte triebhemmende Substanz "Cyproteronacetat" Heranwachsenden zu verabreichen. Sie fürchteten langfristige Folgen. Doch der ehemalige Ersatzdienstleistende Gebhard Stein erinnert sich, dass er 1972 das Versuchsmedikament regelmäßig drei Jugendlichen in der Behinderteneinrichtung der Diakonie Kork geben musste. Einem von ihnen wuchsen plötzlich Brüste. Er hieß Schorsch. Der Autor geht auf die Suche nach ihm, um zu erfahren, wie lange er den Triebhemmer nehmen musste und mit welchen Folgen. Seine Recherchen ergeben zudem, dass Schering, das heute zu Bayer gehört, das Medikament auch in anderen Einrichtungen testete. Wie steht es um die Verantwortung der Diakonie Kork und des Pharmakonzerns Bayer für die Versuche an den Jugendlichen?
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

Geburtshilfe""Weinen hilft dir jetzt auch nicht!"" Gewalt in der Geburtshilfe Von Marie von Kuck Regie: Beatrix Ackers Produktion: Dlf/WDR 2017
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

LernbegleitungDas Lehrerbild im Wandel. Vom Drill zur Lernbegleitung (3). Gestaltung: Winfried Schneider Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Vom Entwurf zur Anwendung (3). Gestaltung: Mariann Unterluggauer Lexikon der österreichischen Popmusik. Stefan Weber Drahdiwaberl, Yung Hurn, 5/8erl in Ehr´n, A-Gen 53 (3). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Walter Gröbchen, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

OddarrangWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | Von tropfendem Eis bis zu brutalem Beben: Oddarrang Die spinnen, die Finnen! - Wenn sich die bizarren Sound-Landschaften des Master Drummers Olavi Louhivuori in Frankfurt zu "Oddarrang" verdichten
Mittwoch 22:30 Uhr

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