Deutschlandfunk Kultur

Feature

Denken lernen. Ein Underground-Gymnasium in Minsk Von Inga Lizengevic Regie: Johanna Olausson Mit: Hansa Czypionka, Malina Ebert, Martin Engler, Christian Heisler, Marija Mauer, Nastassja Revvo, Mandy Rudski Ton: Martin Eichberg Produktion: Deutschlandfunk Kultur/SWR 2017 Gefördert durch das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung Länge: 49"07 (Wdh. v. 24.06.2017) Seit 14 Jahren unterhalten Eltern und Lehrer eine konspirative Schule in einem Vorort von Minsk. Als Diktator Lukaschenka das aufmüpfige Jakub Kolas Lyceum 2003 schließen ließ, organisierten sich Lehrer und Eltern auf eigene Faust. In Belarus dürfen Kinder außerschulisch lernen, sind aber verpflichtet, regelmäßig an staatlichen Prüfungen teilzunehmen. Offiziell existiert die Schule nicht. Der Unterricht geht weit über den offiziellen Lehrplan hinaus. Kritisches Denken wird gelehrt und vorgelebt. Im Lehrerkollegium sind einige der führenden Intellektuellen des Landes. Inga Lizengevic, geboren in Russland, aufgewachsen in Belarus, Russland und der Ukraine, studierte in Minsk und Berlin, lebt als Theaterregisseurin, Hörfunkautorin und Dokumentarfilmerin in Berlin. Zuletzt: "Drei Länder. Meine dreifach gespaltene Persönlichkeit" (SWR 2016). Denken lernen. Ein Underground-Gymnasium in Minsk
Montag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Integrierte GesamtschuleAbitur in Kochen, Fußball und Tischtennis Eine Bildungsgeschichte Von Knut Benzner Hannover 1973, die landesweit erste Integrierte Gesamtschule, die IGS Roderbruch, nimmt den Betrieb auf. 120 Schüler von anderen Gymnasien, von Mittelschulen sowie der sogenannten Kollegiaten, also Schüler, die bereits eine Lehre hinter sich haben (alles paritätisch zu je einem Drittel verteilt), nutzen das riesige Schulgelände zunächst noch alleine. Das Projekt ist ganz vom Reformgeist dieser Tage durchdrungen. Die Lehrer werden geduzt, vor jeder Stunde stimmt die Klasse ab, ob geraucht werden darf und die ständigen Auseinandersetzungen mit politischen Splittergruppen prägen den Unterricht. Alles ist verhandelbar, und man kann tatsächlich in Kochen, Fußball und Tischtennis Abitur machen. Geschadet hat es den Schülerinnen und Schülern offenbar nicht. Der Jahrgang brachte Rechtsanwälte, hochrangige Ärzte, Doktoren an physikalischen Instituten, Ministerialbeamte oder Mitarbeiter des DAAD hervor. Und einer landete beim Radio.
Montag 19:30 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

schiedsrichterHerr des Platzes Wenn die Aufklärung den Fußball erreicht Von Martina Keller Aufnahme WDR/NDR 2016
Montag 20:05 Uhr

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