HR2

Feature

Cäsar GläserDas geheime Tonband von Pannach, Fuchs und Kunert | Doris Liebermann Ein Oktober-Wochenende in Leipzig 1976. Der Liedermacher Gerulf Pannach, der ehemaligen Renft- Keyboarder Christian "Kuno" Kunert und der Schriftsteller Jürgen Fuchs nehmen ein Tonband auf. Mit dabei die beiden Musiker Thomas "Monster" Schoppe und Peter "Cäsar" Gläser von der ein Jahr zuvorverbotenen DDR-Kultband "Renft". Vor dem Haus stehen Stasi-Autos, die das Kommen und Gehen überwachen - ein vermeintlich enger Musiker-Freund hatte die Aufnahmepläne an das Ministerium für Staatssicherheit verraten.
Sonntag 18:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

Bewegung für Leib und Seele Die Wirkungsweise der Sozialgymnastik Von Peter Kolakowski Den ganzen Menschen ansprechen, ihn zu einem achtsameren Körperbewusstsein führen, das war der Plan, der in den 1920er-Jahren kreierten anderen Form der "Leibeserziehung". Sport und Bewegung tun nur dann gut, wenn sowohl die Gesundheit des Leibes als auch die der Seele gefördert wird. Die Sportlehrerinnen Elisabeth Vogler und Maria Buchholdt verbanden ab den 20-er Jahren mit ihrer ,Sozialgymnastik" jugendliche Gesundheitserziehung und sozialpädagogische Arbeit miteinander und bildeten in einer eigens gegründeten Schule Sozialgymnasten aus, die vorwiegend Kinder aus armen Verhältnissen betreuten. Auch die Gymnastiklehrer Rudolf Bode und Hinrich Medau galten als Pioniere einer neuen, anderen Form der Gymnastik. Im Gegensatz zur traditionellen Leibeserziehung sollte die ,Organgymnastik" mit ihren mehr fließenden und konzentrierten organischen Bewegungen den ganzen Menschen ansprechen, zu achtsamerem Körperbewusstsein führen und dadurch auch die geistig-seelische Entwicklung fördern. In welchen Bewegungsangeboten finden sich heute zumindest noch Ansätze von ,Sozialgymnastik" und welche Chancen böte sie den herkömmlichen Sportkursen in Schule und Verein und der Sozialarbeit?
Sonntag 18:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

holger böhmeDieter und der Wolf Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von Holger Böhme Mit: Jörg Schüttauf Musik: Tobias Morgenstern Regie: Gabriele Bigott (Produktion: MDR 2019) Ob die Wölfe in Deutschland ein Segen oder doch eher ein Fluch sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. Der ehemalige Revierförster Dieter spricht sich jedenfalls für die gezielte Entnahme aus. Als das Dorf von ihm verlangt, einen Wolf abzuschießen, und zwar ohne Genehmigung, zögert Dieter nicht. Beziehungsweise doch. Die Vorstellung, einmal der Held des Dorfes und nicht der verschrobene Außenseiter zu sein, ist eine starke Verlockung. Doch ausgerechnet die Marianne ergreift für den Wolf Partei. Und für die Marianne hat sich Dieter schon interessiert, als sie zusammen eingeschult wurden.
Sonntag 18:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

etel adnanA Funeral March For the First Cosmonaut Ein Trauermarsch für den ersten Kosmonauten Ein Hörspiel-Poem von Etel Adnan und Ulrike Haage Übersetzung und Dramaturgische Mitarbeit: Klaudia Ruschkowski Realisation und Komposition: Ulrike Haage Mit: Etel Adnan, Judith Engel, Zainab Alsawah und Eduard Wassmann Musiker: Christina Andersson, Gesang Claudio Puntin, Klarinette Ulrike Haage, Truhenorgel, Celesta und Flügel Ton und Technik: Thomas Monnerjahn und Philipp Adelmann Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: ca. 60" (Ursendung) 1968 schrieb Etel Adnan den "Trauermarsch" für den zu Tode gekommenen Kosmonauten Jurij Gagarin, "das große Kind in einer großen Maschine", als eine Metapher auf Höhenflüge und Abstürze der Menschheit. Am 12. April 1961 umrundete Jurij Gagarin mit dem Raumschiff ,Wostok 1" in 108 Minuten die Erde und schrieb damit Weltraumgeschichte. Kaum sieben Jahre später kam er beim Absturz seiner zweisitzigen MiG nahe Moskau ums Leben. Die Ursache für das Unglück ist bis heute nicht genau geklärt. Etel Adnan, interessierte sich unter philosophischen, künstlerischen und mythischen Aspekten für die Weltraumprogramme der Großmächte. Der Kosmonaut Gagarin - "the great child in the great machine" - hatte es ihr besonders angetan. Sie schrieb nach seinem Tod 1968 das elfteilige Poem ,A Funeral March for the First Cosmonaut" - eine Metapher auf Höhenflüge und Abstürze der Menschheit. Die Kosmopolitin Etel Adnan, geboren 1925 in Beirut, gehört zu den wichtigsten Stimmen der arabischen Welt und gilt als Grande Dame der arabischen Literatur. Die Schriftstellerin, Essayistin, Philosophin und Malerin lebt heute in Paris, früher in Sausalito (Kalifornien) und Beirut. Ihre Bilder, Zeichnungen und Künstlerbücher waren 2012 in eigenen Räumen auf der documenta13 zu sehen. Hörstücke: "Schiff im Sturm Berg Mond Meer ganz und gar schwerelos. Etel Adnans Reise durch Leben und Länder" (DKultur 2008), "Arabische Apokalypse" (DKultur/HR 2013). "Nacht" (Dlf Kultur 2017) wurde zum Hörspiel des Monats August gewählt. A Funeral March For the First Cosmonaut
Sonntag 18:30 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

Bettina WilpertNichts, was uns passiert Von Bettina Wilpert Eine Vergewaltigung und ihre Folgen
Sonntag 19:04 Uhr

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Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Werner BrixWerner Brix "Friss und Stirb", Gestaltung: Jakob Fessler "es lem" - eine poetisch-ironische Reise durch Wien mit Ernst Molden. Gestaltung: Doris Glaser Mit Prosa, Poesie und Loopstation ausgestattet, leistet Werner Brix in seinem neuen Solo geistigen Beistand in einer Welt der Wirrnisse." Wir wissen, was richtig ist und tun das Falsche. Das nennt man Sucht. Und Sucht ist eine Erkrankung. Wir sind also krank", sagt Werner Brix. Wer den Teufel in uns womit füttert, versucht der Kabarettist in einem heiteren Stück zu ermitteln. Der Dichter und Singer Songwriter Ernst Molden lässt in seinen Texten und Liedern einen ganz speziellen Wiener Mikrokosmos entstehen. Das von ihm wahrgenommene Lokalkolorit bietet den Rahmen für seine sehr persönlichen Songs. Er philosophiert darin heiter bis melancholisch u.a. über "de haschisch hendln" ebenso, wie über den "Vorstadtcasanova", die Prater "Hauptallee", "de Schwoazzmarie" oder "es lem": Ursprünglich wollte Molden einmal Zoologe werden, später arbeite er als Polizeireporter, als Dramaturg im Schauspielhaus und als Kolumnist. Seit 1993 veröffentlichte er als Musiker eine Reihe höchst erfolgreicher Tonträger und hat vier Romane geschrieben. Derzeit tourt der Künstler in unterschiedlichen Formationen durch Österreich
Sonntag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

BeleidigungDie hohe Kunst der Beleidigung Ein kleiner Ratgeber Von Rolf Cantzen Regie: Rita Höhne Produktion: Dlf 2010 Blödmann. Trottel. Arschloch. Einen Polizisten so zu nennen, kann teuer werden. Besser: subtil beleidigen. Dabei sind die Grenzen zur legitimen Meinungsäußerung fließend, sie sind weitaus kreativer und interessanter. Um strafrechtlich als Beleidigung zu gelten, muss die Äußerung ehrverletzend sein. Sie kann dann sogar "mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe" geahndet werden, nach § 185 StGB. Interessanter sind subtile Beleidigungen wie die sogenannten ,Schmähkritiken", ,ehrverletzende Tatsachenbehauptungen" oder satirische Zeichnungen. Sie bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Denn die Beleidigung ist nicht immer eindeutig und der Beleidigte fühlt sich nicht immer beleidigt. Das ist der Nachteil. Öffentliche Persönlichkeiten müssen sich hier - die Rechtsprechung zeigt dies - einiges gefallen lassen. Denn im eher robusten Feld der Politik entwickelt sich die Beleidigung selten zur hohen Kunst, eher schon bei Philosophen und Schriftstellern. Die hohe Kunst der Beleidigung
Sonntag 20:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Money JungleGenerationenübergreifendes Gipfeltreffen: Der Duke und die Rebellen. Gestaltung: Klaus Wienerroither Am 17. September 1962 nehmen der Pianist und Komponist Duke Ellington, der Bassist Charles Mingus und der Schlagzeuger Max Roach im "Sound Makers Studio" in New York das Album "Money Jungle" auf. Mit einer sehr harschen und absolut zeitgemäßen Spielweise überrascht der damals 63-jährige Duke die Musikwelt. Der wilde Sound auf "Money Jungle" ist zum Teil dem musikalischen Konflikt zwischen Mingus und Roach geschuldet, für dessen Kalmierung der Charmeur Ellington all sein diplomatisches Geschick aufbieten muss. Drei musikalische Titanen können indessen auch unter widrigen Umständen einen musikalischen Meilenstein schaffen.
Sonntag 21:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Literatur

cees nooteboomDer Augenmensch Porträt des niederländischen Schriftstellers Cees Nooteboom Von Lore Kleinert und Mechthild Müser Produktion: RB 2018 Wenn Cees Nooteboom mal nicht in der Welt herumreist, lebt er abwechselnd an - gleich drei Orten. Er ist ein Reisender, ein neugieriger Nomade, unterwegs in der Welt zwischen Tradition und Moderne, in Städten, die noch nicht im Heute angekommen scheinen, in Kulturen, auf die er sich lesend vorbereitet hat und die vor Ort völlig Unverhofftes bieten. Cees Nooteboom sammelt Länder und Landschaften, Begegnungen mit Menschen, und seine Eindrücke bringt er in vielfältigen Formen zu Papier: als Gedichte, Reiseberichte, Briefe und Erzählungen und als Romane, vielfach preisgekrönt. Die Reisen des Umtriebigen sind kaum weniger geworden, und wenn er mal nicht reist, lebt er abwechselnd auf Menorca, im Allgäu und in Amsterdam. In den Niederlanden haben Lore Kleinert und Mechthild Müser ihn und seine Frau, die Fotografin Simone Sassen, besucht und mit ihnen gesprochen über den Verlust der Kindheit und das Gewicht der Erinnerung, über Bilder und Bücher, die Unruhe des Reisens und den Wert der Freundschaft.
Sonntag 22:03 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Musikpassagen

Poppy AckroydHyperpiano Die Popmusik erfindet das Klavier neu Von Christoph Wagner Das Klavier erlebt gerade in der Musikszene einen Boom. Inspiriert durch Erik Satie, John Cage oder Steve Reich entdeckt eine junge Generation von Pianisten und Pianistinnen das Klavier neu und entwickelt es mit digitaler Technologie zu einem Hyperinstrument, das so vielfältig wie ein futuristisches Orchester klingt. Nils Frahm, Hauschka, Poppy Ackroyd und die Grandbrothers sind Namen, die aktuell hoch im Kurs stehen, weil sie den Flügel aus dem Konzertsaal in den subkulturellen Club, auf Popfestivals und in die Discos bringen.
Sonntag 23:03 Uhr

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