Jetzt läuft auf Ö1:

Kulturjournal

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Rosh ha Schana" ist nicht nur ein Neujahrstag - darüber spricht Sarah Egger, Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Gestaltung: Alexandra Mantler Das jüdische Neujahrsfest, das heuer auf den 21./22. September fällt, ist hauptsächlich als Rosch ha Schana (Kopf des Jahres) bekannt. Doch es sind nicht nur Tage der Anfänge. Es sind ist auch Tage der Verhüllung, des Lärmblasens, ein Neumondfest. Auf dem Boden jüdischer Weisheit, Schriften und Traditionen macht sich Sarah Egger, Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Gedanken für den Tag.


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die Herausforderung der globalen Erwärmung. Die Meteorologin Helga Kromp-Kolb über Klimaforschung vor 50 Jahren, jetzt, und in der Zukunft Teil 4: Aktuelle Klimamodelle und ihre Anwendung in der Praxis Gestaltung: Thomas Thaler Im Rahmen von "Baujahr 67 - Zeitreise Wissenschaft" ist diese Woche eine der Ikonen der österreichischen Wissenschaft zu hören. Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb tritt als unermüdlich Mahnerin dafür ein, die Erkenntnisse ihrer Disziplin ernst zu nehmen. Sie fordert Umdenken und konkretes Handeln, um ein Entgleisen des Weltklimas zu verhindern. Begonnen hat alles mit ihrer Studienwahl im Jahr 1967. Helga Kromp-Kolb entschied sich damals für die Meteorologie in der Hoffnung, "viel Zeit im Freien" verbringen zu können. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Dafür wurde sie Umwelt- und Klimaforscherin und nahm in der Diskussion um die globale Erwärmung eine zentrale Rolle in Österreich ein. Bis heute arbeitet sie unermüdlich auf ein großes Ziel hin: Die Menschheit muss die größte kollektive Herausforderung ihrer Geschichte erfolgreich meistern.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Forschungsobjekt Ich

Erfahrungswissenschaft Oral History (4). Gestaltung: Ute Maurnböck Vor 50 Jahren wurde eine neue Ära der Geschichtsforschung durch die Gründung der US-amerikanischen Oral History Association wissenschaftlich anerkannt. Mit einem revolutionären Ansatz, der sich seit den 1930er und besonders den 1950er Jahren abgezeichnet hatte: Das Neue und Bahnbrechende dabei war die "Geschichte von unten" zu erzählen. Die Methode der Geschichtswissenschaft, also jene mündlich tradierte Geschichte, die ja eigentlich uralt ist, beschäftigt sich mit dem subjektiven Erleben und Umgang der eigenen Geschichte. Einfache Zeitzeug/innen wurden zum Forschungsmittelpunkt, ihre Erinnerungen waren gleichwertig mit jenen von Adeligen oder Vertreter/innen der herrschenden Gesellschaftsschichten. Zwangsarbeiter/innen im Nationalsozialismus, Überlebende von Naturkatastrophen, Vertreter/innen der Arbeiterklasse, der Frauengeschichte, von sozialen Minderheiten oder einfach der Alltagswelt sind ihre Protagonist/innen. Auch das Oral-History-Projekt der Österreichischen Mediathek, "MenschenLeben", lässt das Jahr 1967 lebendig werden. In persönlichen Erinnerungen erzählen Menschen von der Bedeutung dieses speziellen Jahres für sie. Die Methodik der Befragung hat sich seit ihren Anfängen weiterentwickelt. Kein Interview dauert unter 12 Stunden, die Art der Fragestellung hat sich methodisch verfeinert. Inzwischen ist die Oral History fix in der Geschichtswissenschaft angekommen, auch wenn nach wie vor Kritik daran geübt wird. Wenn es etwa heißt, dass heute schon einfache Interviews in der Geschichtsforschung als Oral History bezeichnet werden oder dass aus der Subjektivität der Erzählungen historische Zusammenhänge abgeleitet werden. Neben dem Wunsch nach einer demokratischen Geschichtsschreibung möchte die Oral History eines erreichen: das aus der Vergangenheit für die Zukunft gelernt wird.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Vom Wesen der Hülle

Verpackungen, Nutzen und Nebeneffekte (4). Gestaltung: Paul Lohberger Große Mengen Müll entstehen nur durch Verpackungen. Wie kann man sie vermeiden? Ohne Verpackung gäbe es weniger Müll, unsere Warenwelt wäre aber auch eine völlig andere. Zwar gibt es bereits kleine Läden, wo Lebensmittel wieder wie in alten Zeiten verkauft werden - die großen Handelsketten können solche Konzepte aber nicht adaptieren. Die gesamte Logistik wäre ohne Verpackung undenkbar, manche Produkte würden beim Transport kaputt. Mitunter macht aber auch die Verpackung erst das Produkt zu einem solchen; nicht zuletzt sind Verpackungen ein Wirtschaftsfaktor. In Schottland betrifft dies nicht nur die Herstellung von Whiskey, sondern auch die der schönen Verpackungen. Würden wir teuren Whiskey kaufen, wenn er in einer banalen Flasche zu uns kommt, ohne schön gestaltete Schachtel? Die Vermarktung von Zigaretten hängt stark an dem Image, das die Marke über die Verpackung transportiert. Aber auch natürliche Produkte werden künstlich verpackt: Bioäpfel werden auf einer Kartontasse in Klarsichtfolie eingeschweißt. Würden wir sie sonst nicht kaufen? Verpackungen werden aufwendig gestaltet und produziert. Der Aufwand scheint manchmal größer als der für das eigentliche Produkt. Mittlerweile arbeiten nicht nur kreative Designer, sondern auch Forscher an dieser Materie. Wenn Verpackungen zum Produkt gehören, gilt es, umweltverträgliche Materialen zu entwickeln, wie beispielsweise Plastikflaschen aus Biomasse.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die letzte "Diva assoluta" - Maria Callas (192

3 - 1977) Ein Portrait zum 40. Todestag (1). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht "La Divina", die "Göttliche", wurde sie genannt, und eine Zeit lang galt sie sogar als berühmteste Frau der Welt - die Sopranistin Maria Callas. Ihre Triumphe feierte sie in den 1950er Jahren an den großen Opernhäusern der Welt, vor allem an der Mailänder Scala. "Die Callas", griechischer Herkunft und in Amerika geboren, war in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung: Ihre Stimme umfasste in ihren besten Zeiten drei Oktaven. Derart universal angelegt, wurde sie allen drei Sopran-Kategorien gerecht, dem lyrischen, dem dramatischen ebenso wie dem Koloratur-Fach und sprengte damit die traditionellen Kategorien des Opernrepertoires. Dazu kam ein enormes schauspielerisches Talent: Starke Emotionen stellte die Callas nicht nur dar, es entstand vielmehr der Eindruck, sie würde diese tatsächlich durchleben. Dadurch wurden tragische Heldinnen wie die "Violetta" aus Verdis "La Traviata", Bellinis "Norma", Puccinis "Tosca" und Cherubinis "Medea" zu glaubwürdigen Figuren. Für die Sängerin hatten sie geradezu existentielle Bedeutung. Der Musik ordnete die Callas von Anfang an alles kompromisslos unter. Bei ihr gab es nichts Halbherziges, kein Mittelmaß und keine Routine. Als gnadenlose Perfektionistin selten mit sich zufrieden, konnte sie unprofessionelles Verhalten anderer nicht ausstehen. All das hat wohl auch den Umgang mit ihr schwierig gemacht und ihr letztlich den Ruf einer Diva im negativen Sinn eingebracht. Außerdem entsprachen starke Frauen wie sie in der Nachkriegszeit einfach nicht dem weiblichen Ideal. Jedenfalls wurde Maria Callas wie kein anderer Bühnen- und Filmstar der Zeit angefeindet. Sie galt als egozentrisch, jähzornig und unberechenbar. Zu diesem Bild trugen ganz wesentlich die Medien bei: Aufsehen erregende Absagen, Prozesse, Rivalitäten und vor allem das Privatleben der Sängerin standen immer mehr im Mittelpunkt. Als sie eine Liaison mit dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis einging, war es längst nicht mehr die Opern-, sondern die Jetset-Diva, über die genüsslich berichtet wurde. Als die sich und andere Fordernde und oft Überfordernde stimmliche Probleme bekam, trat sie nicht mehr auf. Ende der 60er Jahre war ihre Karriere zu Ende. Maria Callas starb am 16. September 1977 in Paris an Herzversagen. Sie wurde nur dreiundfünfzig Jahre alt.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Der Sonnyboy. Gestaltung: Klaus Wienerroither Ende der 80er-Jahre wird der aus New Orleans stammende Harry Connick Jr. sehr erfolgreich als neuer Frank Sinatra vermarktet. Vor allem die Filmmusik zu dem Kassenschlager "When Harry met Sally" macht ihn (auch) zu einem Teenie-Idol. Dass der smarte Harry überdies noch ein veritabler Jazzpianist ist, der eng mit dem Marsalis-Clan verbunden ist, soll in diesem Zusammenhang nicht unterschlagen werden. Der ewige Sonnyboy hat am 11. September seinen 50. Geburtstag gefeiert. In Amerika ist er, nicht zuletzt dank einiger prominenter Filmrollen und seinem Mitwirken als Juror bei "American Idol", noch immer ein richtiger Star.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Der Fisch, der zu den Sternen schwimmen wollte". Von Ahn Do-Hyun. Aus dem Koreanischen von Hyuk-Soon Kim und Manfred Selzer. Gestaltung: Friederike Raderer Sanft wiegt der grüne Fluss die Lachse auf ihrem Weg zum Oberlauf. Doch Silberlachs will mehr. Seit er den Mond gesehen hat, sehnt er sich nach den Sternen ...


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus. Kardinal in Rom müsste man sein (Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts), mit Kunstsammlung und Hausorchester! Die Academia Ottoboni hat sich den Namen eines kunstliebenden römischen Kardinals gegeben und spielt virtuose Cellowerke, die von den Cellisten des Hausorchesters Ottobonis stammen. "Musikalischer Frühling in Rom": Um 1706-8 waren in Rom Corelli, Alessandro Scarlatti und Händel gleichzeitig tätig. Sie prägten das Musikleben Roms nachhaltig. Unter anderem das Cello erlebte eine solistische Aufwertung. Im Orchester Corellis saßen viele beutende Cellovirtuosen, die alle auch komponierten. Finanziert wurden die Musiker großteils von den beiden musikliebenden Kardinälen Benedetto Pamphil und Pietro Ottoboni. Letzterer war es auch, der 1710, als sich Corelli vom Musikleben zurückzog und Händel Rom schon wieder verlassen hatte, für "Nachschub" sorgte: er holte den Cellisten Giuseppe Gaetano Boni aus Bologna nach Rom und verpflichtete unter anderen auch den Cellovirtuosen Giovanni Battista Costanzi. Da der Kardinal aber kein Fürst war mit einem höfischen Orchester, wurden die Musiker als Kammerdiener angestellt. Als solche waren sie aber nicht für Aufsicht und Pflege der Gemächer des Kardinals eingesetzt, sondern als Cellisten der Hauskapelle und Komponisten: raffinierte, virtuose Cellosonaten und -konzerte entstanden, die die Spieltechnik des Cellos entscheidend erweiterte.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Lieder-"Heimaten": Neuerscheinungen in vielerlei Sprachen Der junge deutsche Bariton Benjamin Appl gibt mit seiner Lieder-CD "Heimat" das Thema vor, mit (u.a.) Schubert und Reger, Richard und Adolf (!) Strauss. Aber sind nicht auch die manchmal melancholischen, manchmal opernhaften Lieder aus der Feder von Giacomo Puccini "Heimat"-Musik? Krassimira Stoyanova hat sie neu aufgenommen. Ihre junge Kollegin Kate Lindsey wiederum macht sich mit Weill, Korngold und Zemlinsky "Thousands of Miles" auf die Reise, während Tenor Pavol Breslik mit selten gehörten Liedern von Antonin Dvorak in seiner Muttersprache singt. Besonders intensiv, mit Orchester und auch Zeitgenössischem, die CD "In the Stream of Life", auf der Gerald Finley Sibelius zum Dahinschmelzen bietet.


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Ein unsichtbares Loch im Kopf. Rudi schleicht sich im Park an die Vögel an, um mit ihnen zu spielen. Er schleicht sich von hinten an, aber sie fliegen trotzdem weg! Wie geht denn das? Die Vögel haben doch keine Ohren, oder? Zumindest kann unser Radiohund keine Ohren sehen. Die Vogelexpertin Eva Karner-Ranner von Birdlife Österreich kommt unserem Vierbeiner zu Hilfe. Sie erklärt auch, was es mit Federohren-Stimmungs-Anzeigern und Schalltrichtern auf sich hat. Eva Karner-Ranner, Birdlife Österreich: "Bei Vögel sieht man die Ohröffnungen am Kopf, denn die Vögel haben keine Ohrwascheln, so wie ein Hund zum Beispiel, sondern die haben einfach Ohröffnungen. Im einfachsten Fall ist das so, wie seitliche Löcher in den Kopf." Gestaltung: Franziska Schwarz


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Radiodoktor - Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Über Erwartungen und Wirklichkeiten. Gestaltung: Isabelle Engels Fußball spielen, raufen, wild und laut sein - das macht einen Buben aus. Oder? Ist es nicht eher das, was jungen Männern zugeschrieben wird, was man von ihnen erwartet? Wenn die Ö1 Kinderuni Reporter Ryan, Moritz, Ralf, Alex und Leonhard über sich reden und an andere Buben und Männer aus ihrem Freundes- und Familienkreis denken, kommen sie drauf, dass das männliche Geschlecht wesentlich vielfältiger ist. Sie kennen Buben, die mit Fußball gar nichts anfangen können, sondern die lieber Balletttanzen lernen. Buben, die ruhig und hilfsbereit sind. Sie bewundern die Superhelden der Filme, aber ihre Vorbilder sind der eigene Vater, der Naturwissenschafter oder der Friedensaktivist. Über die vielen Seiten von Männern sprechen die Ö1 Kinderuni Reporter mit Philipp Leeb von "Poika" - Verein zur Förderung gendersensibler Bubenarbeit in Unterricht und Erziehung.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Über das Verhältnis von Staat und Gesellschaft. Mit Peter Becker, Professor für Österreichische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert an der Universität Wien. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Staatlichkeit beeinflusst Denken und Handeln der Bürger. Staatliche Forderungen, Leistungen und Zumutungen wirken sich auf die Lebensentwürfe und Chancengleichheit der einzelnen Menschen aus. Der Staat erzielt also Wirkungen mit seinem Bildungs-, Fürsorge- und Kontrollapparat. In Österreich, wie überall auch, haben verschiedene Formen von Staatlichkeit im Laufe der Zeit auf die Gesellschaft eingewirkt und sie verändert - zugleich forderte eine sich verändernde Gesellschaft auch immer wieder staatliche Veränderungen. Diese wechselseitige Beziehung lässt sich bereits seit den Habsburgern nachverfolgen: Die Monarchie scheiterte als Staat, weil sie nicht genug Integrationspotential innehatte. Doch ihre Rechtsordnung, ihre Verfassung und Behördenkultur prägte die nachfolgenden Staatssysteme. In der Ersten Republik wird das Parteibuch ein wichtiges Kriterium für die soziale Zugehörigkeit. Nach den Erfahrungen mit dem Faschismus und dem Leben unter Besatzungsmächten stehen im Österreich der Zweiten Republik der Sozialstaat und die Sozialpartnerschaft im Zentrum der Staatlichkeit. Zugleich findet der Schriftsteller Thomas Bernhard harte Worte über den Bürger der Zweiten Republik: "Wenn wir Menschen sehen, sehen wir nur Staatsmenschen, Staatsdiener, wie ganz richtig gesagt wird, keine natürlichen Menschen sehen wir, sondern durch und durch unnatürlich gewordene Staatsmenschen als Staatsdiener, die ihr ganzes Leben dem Staat dienen und also ihr ganzes Leben der Unnatur dienen". Die heutige Mitgliedschaft in der Europäischen Union und das Subsidiaritätsprinzip verändert wiederum das Verständnis vom Staat - und wirft Fragen für die Zukunft des traditionellen Staates auf.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Mehr als 180.000 deutsche Staatsbürger/innen leben derzeit in Österreich - es ist die mit Abstand größte Zuwanderergruppe im Land; sich hier einzufinden, fällt vielen jedoch schwerer als erwartet. - Gestaltung: Elisa Vass Gerade in Vorwahlzeiten zeigen sich deutlich die Unterschiede in der politischen Kultur in Deutschland und Österreich: Hier ein wenig sachlicher, personenzentrierter Wahlkampf mit populistischen Untertönen, dort eine ruhige, fast langweilige Auseinandersetzung praktisch ohne Kontroversen, ohne Schärfe. Das Interesse an der Wahl im Heimatland ist groß unter den Deutschen in Österreich - viele würden allerdings lieber in Österreich wählen. Wie erleben Deutsche in Österreich den Wahlkampf - zu Hause und hier? Wie kommen die hierzulande grundsätzlich nicht so beliebten "Piefkes" im Alltag mit der doch ganz anderen Mentalität und mit dem ständigen Pochen auf österreichische Eigenheiten - sprachliche wie kulturelle - zurecht?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Kryonik und der Traum vom ewigen Leben Von Martin Bernhofer Am 12. Jänner 1967 ließ sich der 73-jährige amerikanische Psychologieprofessor James Bedford als erster Mensch einfrieren. Zwei Tage später ließ die "Cryonics Society" in einer Presseaussendung verlauten: "Ein Patient wurde sofort nach seinem Krebstod eingefroren, in der Hoffnung auf eine mögliche Wiederbelebung und Verjüngung durch zukünftige Techniken". Dann wurde James Bedford in eine Aluminiumfolie gewickelt und kopfüber in einem Stickstofftank versenkt. - Der uralte Traum der Menschen vom ewigen Leben erhielt damit eine neue Dimension. Die Kryonik verließ die Phantasiewelt der Science Fiction, in der seriösen Wissenschaft ist sie bis heute aber nicht angekommen. Das Verfahren ist umstritten: Frostschäden an Organen können noch nicht repariert werden, ein Wiedererwachen bleibt utopisch. Immerhin wird die Kryokonservierung in einigen medizinischen Bereichen erfolgreich eingesetzt. Beispielsweise, um Ei- und Samenzellen haltbar zu machen, die zur Reparatur, zur Regenration, aber auch zur "Verjüngung" von Geweben herangezogen werden. Kein Wunder, dass eine neue Verjüngungsmedizin derzeit Hochkonjunktur hat und Silicon Valley-Milliardäre und globale Firmen wie Google viel Geld in geheim gehaltene Forschungen zur Lebensverlängerung investieren. Der eisige Traum vom ewigen Leben scheint die Fantasie auch im digitalen Zeitalter zu befeuern.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Baujahr 67 - Eine Ö1 Zeitreise. Werke aus 1967: Von Stockhausen über Kage, Lachenmann und Alexander von Schlippenbach bis Rihm. Gestaltung: Nina Polaschegg In der letztenr Zeitreise zum Thema 1967 begeben wir uns nach Deutschland. Wieder wird ausschließlich Musik zu hören sein, die 1967 entstanden ist. Kompositionen, aber auch Improvisationen ganz unterschiedlicher stilistischer und ästhetischer Ansätze, die zeigen, wie vielfältig und unterschiedlich zeitgenössisches Kunstschaffen auch in der Blütezeit der sogenannten Nachkriegsavantgarde war. Erklingen wird unter anderem Musik von Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel, von Bernd Alois Zimmermann und dem Globe Unity Orchester Alexander von Schlippenbachs oder aber dem damals noch recht jungen Wolfgang Rihm.


21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Jochen Jung, Verleger und Autor Bücher sind sein Leben: Seit einem halben Jahrhundert gehört Jochen Jung zu den zentralen Protagonisten der österreichischen Literaturszene. Ob als Verleger von Thomas Bernhard, Peter Handke, H.C. Artmann, Barbara Frischmuth und Peter Waterhouse oder als scharfzüngiger Literaturkritiker für die "Zeit" und das "Presse-Spectrum", ob als elegant-ironischer Erzähler oder als gewandter Lyriker: Der gebürtige Frankfurter, der seit Menschengedenken in Salzburg lebt, reüssiert auf vielen Gebieten. Jochen Jung ist seit Kindesbeinen ein enthusiastischer Leser, ein Erbteil seiner Mutter, die bereits dem Knaben die unauslöschliche Liebe zu Schiller, Stifter, Gottfried Keller einimpfte. "Ich bin bis heute gern Opfer von Texten", behauptet der 75-Jährige Wahlösterreicher. Zusammen mit seiner aus Griechenland stammenden Frau gründete der passionierte Büchermacher, der siebzehn Jahre lang die Geschicke des renommierten Residenz-Verlags leitete, im Jahr 2000 sein eigenes Verlagshaus: "Jung und Jung". Das Gespräch führt Günter Kaindlstorfer.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Forschungsobjekt Ich. Erfahrungswissenschaft Oral History (4). Gestaltung: Ute Maurnböck Vom Wesen der Hülle. Verpackungen, Nutzen und Nebeneffekte (4). Gestaltung: Paul Lohberger Die letzte "Diva assoluta" - Maria Callas (1923 - 1977). Ein Portrait zum 40. Todestag (4). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Klangspuren 2017: Klangexperimente mit Les femmes savantes. Gestaltung: Reinhard Kager Als "gelehrte Frauen" bezeichnen sich drei deutsche Musikerinnen, die, aus der Berliner Improvisationsszene kommend, mittlerweile eine von Europas wichtigsten frei improvisierenden Gruppen bilden: Die Trompeterin Sabine Ercklentz, die Pianistin Andrea Neumann und die Sängerin Ute Wassermann sind in der Tat Meisterinnen im experimentellen Umgang mit Klängen und beschränken sich dabei nicht auf die herkömmlichen Instrumente. Neumann spielt meist ein Innenklavier, also nur den Rahmen und die Saiten des Flügels, die elektronisch verstärkt und verfremdet werden. Auch Ercklentz verwendete elektronische Geräte, um den Klang ihrer Trompete zu verändern. Und Wassermann entwickelte ganz eigene Vokaltechniken, durch die sie ihre Stimme mit dem Mikrophon vom leisen Flüstern bis zu gutturalen Urlauten expandiert. Bei den Klangspuren werden mit der gleichfalls in Berlin beheimateten Sängerin und Gitarristin Margareth Kammerer auftreten.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten