Jetzt läuft auf Ö1:

Vom Leben der Natur

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Sätze lesen". Der Schriftsteller Michael Donhauser über Adalbert Stifter, dessen Todestag sich zum 150. Mal jährt. Gestaltung: Alexandra Mantler "Liest man nach und nach das Werk von Adalbert Stifter, stößt man unversehens und immer wieder auf Sätze von einem Reichtum, der so nicht erstrebt werden kann", sagt der Schriftsteller Michael Donhauser über seine Faszination für Adalbert Stifter, dessen Todestag sich am 28. Jänner zum 150. Mal jährt. "Denn es ist wohl allein die Hingabe an die Sprache, die solche Sätze ermöglicht. Sie stoßen dem Schreibenden zu, ohne Kalkül, und wenn, ist das Kalkül so verinnerlicht, dass es seiner geschriebenen Sprache völlig schon eigen ist. Insofern sind diese Sätze Dichtung. Auf solche Momente im Schreiben Stifters möchte ich hinweisen und deutend auch eingehen".


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Helmut Jasbar


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die Biologin Josephin Böhm über den Biber. Teil 4: Rückkehr und Verbreitung Gestaltung: Jakob Fessler Der Biber frisst im Sommer krautige Pflanzen, Gräser und Wasserpflanzen. Im Winter steigt er auf holzige Nahrung um. Große, nachwachsende und orangefarbene Nagezähne ermöglichen ihm das Fällen großer Bäume, um im Winter an die saftige Rinde und an die Knospen der Zweige zu gelangen. Zusätzlich legt er Nahrungsflöße als Vorrat im Wasser vor seinem Bau an. Der Biber ist ein semiaquatisches Tier und lebt im Wasser und an Land. Schwimmhäute an den Hinterbeinen und ein Schwanz, der als Kelle bezeichnet wird, helfen ihm beim Schwimmen und Tauchen. Als Ökosystem-Ingenieur kann der Biber seinen Lebensraum stark verändern. Er gräbt sich unterirdisch Biberburgen mit Gängen und Schlafkesseln. Der Eingang befindet sich unter Wasser und am Ufer, sodass der Bau vor Feinden geschützt ist. Ist die Wassertiefe zum Schwimmen und Tauchen oder für einen Eingang unter Wasser zu niedrig, baut der Biber einen Damm und staut das Wasser auf. Durch die Biberdämme kann Wasser geklärt werden, außerdem können seichtere und tiefere Bereiche mit unterschiedlich starker Strömung als Lebensräume für andere Tierarten wie Fische, Amphibien und Reptilien geschaffen werden. Das durch Fällung geschaffene Totholz ist für viele Vogelarten wichtig, um Nester bauen zu können. Studien belegen, dass der Biber die Artenvielfalt erhöht und deshalb als Schlüsselart gilt. Der Biber ist heute eine streng geschützt Wildtierart, die im 19. Jahrhundert in Europa fast vollständig ausgerottet wurde. Durch Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungsprojekte konnte sich der Bestand erholen - der Biber gilt in vielen Verbreitungsgebieten wieder als heimisch. Niederösterreich hat mit rund 3900 Tieren (Stand 2012) die größte Biberpopulation in Österreich. Seit 2005 gibt es in Niederösterreich auch ein "Bibermanagement". Die meisten Konflikte treten in Gewässernähe auf, wo Menschen den Lebensraum des Bibers mitbeanspruchen. Im steilen Ufergebiet kann der Biber durch seine Bauten Hochwasserschutzdämme untergraben. Das Aufstauen des Gewässers durch Biberdämme kann zur Vernässung von Flächen führen. Nach genauen Beobachtungen und Bewertungen durch die zuständige Behörde können stufenweise verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Jeder Fall muss eigens geprüft und entschieden werden. Präventionsmaßnahmen wie Schutzgitter und Spezialanstrich als Fraßschutz für Bäume, der Eingriff in den Lebensraum des Bibers sowie als letzte Stufe der Eingriff in die Biberpopulation durch Tötung sind möglich.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Sind wir Science-Fiction?

Zukunftssuche in der Vergangenheit (4). Gestaltung: Julia Gindl "Das Zimmer war so gut wie leer, und doch stand es mit allem in Verbindung, was Vashti wichtig war. Als Nächstes betätigte sie wieder den Isolationsknopf, und die Anfragen der letzten drei Minuten stürzten auf sie ein. Der Raum war vom Lärm der Klingeln und Kommunikationsröhren erfüllt. Wie ist das neue Essen? Kannst du es empfehlen? Hast du Ideen gehabt in letzter Zeit?" Man könnte meinen der britische Autor E.M. Forster umschreibt hier das Soziale Netzwerk Facebook und dessen nervige Dauerfrage "Was machst du gerade?". Fosters Erzählung "Die Maschine steht still" ist jedoch im Jahr 1909 erschienen. Die beiden Protagonisten sitzen da isoliert vor blassblauen Bildschirmen und sind von "DER MASCHINE" abhängig, über die sie kommunizieren, Informationen empfangen und alles Notwendige bestellen. 1970 ist der britische Schriftsteller gestorben, lange vor Instant Messaging, Videotelefonie und sozialen Netzwerken. Forster hat in seiner dystopischen Erzählung das Internet und heutige technologische Möglichkeiten vorweggenommen, er thematisiert Technikgläubigkeit und man könnte "Die Maschine steht still" auch als frühe Version von George Orwells "1984" lesen. Der US-amerikanische Informatiker Jaron Larnier bezeichnet Forsters Erzählung sogar als früheste und wahrscheinlich auch heute noch treffendste Beschreibung des Internets. Was wurde aus den Wunschvorstellungen vom Internet als Raum der Freiheit und Demokratie? Welche Technik-Utopien aus Film und Literatur sind bereits eingelöst worden? Und wie beeinflussen philosophische Theorien, künstlerische Werke und Phantasien die Entwicklung von Technologien und unseren Umgang damit. Was projizieren wir in all die smarten Dinge, die uns umgeben hinein und woher kommen diese Bilder? In E.M. Forsters Erzählung versagen die Maschinen schlussendlich, weil sie niemand mehr kontrollieren kann. Julia Gindl begibt sich auf Zukunftssuche in der Vergangenheit, entdeckt dabei Quellen in Literatur, Film und Kunst und vergleicht die Welt der Phantasie mit einer von Technologie mehr und mehr determinierten Realität.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Zäsur '38 - Flucht in eine andere Sprache

Schriftstellerinnen im Exil (4). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Die Wiener Schriftstellerin Vicki Baum war schon ein Star, als sie 1932 nach Kalifornien emigrierte. Sie war die erste Bestsellerautorin des deutschsprachigen Buchmarkts. Nach der Verfilmung ihres Buches "Menschen im Hotel" mit Greta Garbo übersiedelte sie für eine Publicity-Tour nach Kalifornien. Die Nationalsozialisten begannen gegen sie zu hetzen, setzten sie 1933 auf die sog. "schwarze Liste" der verbotenen Bücher, 1938 wurde sie ausgebürgert. Da hatte sie sich schon eine neue Existenz aufgebaut. Nicht alle Schriftstellerinnen hatten so viel Glück. Mela Hartwig zum Beispiel emigrierte 1938 nach England, konnte dort aber nicht mehr als Schriftstellerin reüssieren und arbeitete als Sprachlehrerin. Veza Canetti wurde als Jüdin und Sozialistin von den Nazis mit Berufsverbot belegt und flüchtete 1938 mit ihrem Mann Elias Canetti nach England, wo sie 1963 starb. Annemarie Selinko heiratete 1938 nach Dänemark und schloss sich dort der Widerstandsbewegung an. 1954 schaffte auch sie den Sprung nach Hollywood. Ihr Buch "Désirée" wurde mit Marlon Brando verfilmt. Die Flucht bedeutete auch die Flucht in eine andere Sprache. Vicki Baum eröffnete ihre Lesungen am Anfang ihrer Amerikazeit gerne mit den Worten: "Bitte entschuldigen Sie mein lousy Englisch".


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Ausloten der traditionellen Grenzen

100 Jahre Gottfried von Einem (4). Gestaltung: Gerhard Hafner Vor 100 Jahren, am 24. Jänner 1918, erblickte Gottfried von Einem, als (außerehelicher) Sohn eines k. u. k. Militärattachés und der für ihre Diplomatie international renommierten Gerta Louise von Einem, in Bern das Licht der Welt. Als 20-Jähriger kam Gottfried von Einem als Korrepetitor an die Berliner Staatsoper, später assistierte er in Bayreuth. 1943 wurde sein "Concerto" von Herbert von Karajan uraufgeführt. Die Blitzkarriere des Komponisten erhielt einen Dämpfer, als die Gestapo gegen von Einem wegen Verdachts auf Landesverrat ermittelte. Streitbar war Gottfried von Einem sein ganzes Leben. Das reichte von seinem Rücktritt aus dem Direktorium der Salzburger Festspiele wegen seines couragierten Einsetzens für Bertolt Brecht bis hin zu den Turbulenzen wegen der Blasphemie-Vorwürfe gegen seine Oper "Jesu Hochzeit". Für dieses unter lautstarken Protesten im Mai 1980 bei den Wiener Festwochen uraufgeführte Werk, hatte von Einems zweite Ehefrau, Lotte Ingrisch, das Libretto verfasst. Die große Leistung von Einems lag vor allem in seinem musikdramatischen Schaffen, hierbei insbesondere in der Gattung der Literaturoper. Angefangen von seinem ersten großen Erfolg der 1947 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Oper "Dantons Tod" nach Georg Büchners gleichnamigen Drama. Auf Büchner folgten "Der Prozess" (Kafka), "Der Zerrissene" (Nestroy), "Der Besuch der alten Dame" (Dürrenmatt) und Schillers "Kabale und Liebe". Daneben entstand ein Reigen von Instrumental-, Vokal- und Kammermusikwerken sowie das Ballett "Medusa". Gottfried von Einem, der in Wien liebevoll - spöttisch nur "der Eine" genannt wurde, war einer der wenigen Komponisten, die unbeirrt an den Gesetzen der Tonalität festhielten. Er war so kühn und ehrlich, seine Vorliebe für Konsonanzen, Tonalität oder leicht erkennbare Chiffren zu zeigen. Er riskierte es oft und gern gegen den Strom zu schwimmen und sich mit den politisch oder geistig Mächtigen anzulegen. Natürlich hat von Einem in mancher Hinsicht auch die Postmoderne vorweggenommen, aber dafür schämte er sich auch nicht: er ging unbeirrt einen österreichischen Sonderweg.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Komponisten des Great American Songbook: Victor Young, der Tunesmith. Gestaltung: Klaus Wienerroither Nur 56 Jahre alt ist der am 8. August 1900 in Chicago, Illinois geborene Victor Young geworden. Ein Geigenwunderkind, das zehn Jahre am Warschauer Konservatorium bei dem Geigenvirtuosen Isidor Lotto studiert hat, widmete sich nach seiner Rückkehr in die USA mehr und mehr der Unterhaltungsmusik und versuchte sein Glück als Liedkomponist. Seinen ersten Hit hatte er 1932 mit dem Evergreen "(I Don't Stand) A Ghost Of A Chance (With You)", und bis zu seinem frühen Tod war er mit verschiedenen Partnern, welche die Songtexte besorgten, konstant erfolgreich. Unsterblich wurde Young nicht zuletzt durch seine harmonisch sehr raffinierte Komposition "Stella By Starlight", die praktisch jeder wichtige Jazzmusiker bzw. jede wichtige Jazzmusikerin einmal interpretiert hat.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Herbst im Automatenrestaurant" von Lawrence Block. Aus dem Amerikanischen von Frauke Czwikla. Gestaltung: Friederike Raderer Eine Frau mit einem seltsamen Hut sitzt allein und irgendwie verloren in einem Restaurant. Diese Frau, gemalt von Edward Hopper, verspinnt Lawrence Block, einer der prominentesten Krimiautoren der USA, in eine Geschichte, in der erhebliche kriminelle Energie enthalten ist. Ein Bild als Momentaufnahme und Ausgangspunkt einer Geschichte - Lawrence Block und eine Reihe von prominenten Kollegen bieten in ihren Stories zu ihren jeweiligen Lieblingsgemälden verblüffende Einsichten in den US-amerikanischen Alltag.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Nadja Kayali. Das Debütalbum des russischen Pianisten Dmitry Masleev. 2015 hat er den renommierten Tschaikowsky Klavierwettbewerb gewonnen. Jetzt ist sein Debütalbum erschienen. Der junge russische Pianist Dmitry Masleev, der aus einer sibirischen Stadt zwischen Baikalsee und mongolischer Grenze stammt, hat sich dabei für ein auf den ersten Blick ungewöhnliches Programm entschieden, denn er beginnt seine CD mit Domenico Scarlatti und zieht einen Bogen zu Prokofjew, der ihm bereits beim Wettbewerb Glück gebracht hat. Im Mittelpunkt steht allerdings Schostakowitschs 2. Klavierkonzert. Außerdem: Eine Vorschau auf die Premiere der "Entführung aus dem Serail" bei der Salzburger Mozartwoche


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Auch ein Meister der Vokalmusik: Gottfried von Einem abseits von "Alter Dame" und "Dantons Tod" (mit Anton Dermota, Peter Schreier, Ira Malaniuk, Lisa della Casa, Max Lorenz u.a) Ein paar Schlüsselwerke aus dem reichen ?uvre des, dieser Tage omnipräsenten Gottfried von Einem werden 2018 wieder groß herausgestellt werden. Wieviel mehr wäre hörenswert, vom letzten österreichischen "Componisten", der auch fürs Abonnementpublikum schrieb! Wo beginnen, wo aufhören? Beim "Stundenlied" nach Brecht, beim "Hymnus" nach Lernet-Holenia? Bei den vielen Liederzyklen aus unterschiedlichster Zeit, die aus den späten Jahren ganz reduziert, ganz tonal wiederum? Auch bei den Opern gibt es ungehobene Schätze, aber etwa vom "Prozess" nach Kafka eine großartige Aufnahme, mit Max Lorenz und Lisa della Casa ...


15.30 Uhr

 

 

Moment

Die meisterliche Reife Warum ein Meisterbrief mehr als ein Wandschmuck ist Der Meisterbrief hängt an der Wand oder im Schaufenster. Er ist ein Befähigungsnachweis und das Ergebnis harter Arbeit. "Viermal die Matura" sagt ein Meister mit Reifeprüfung. Während Verfechter fordern, den Meisterbrief in Österreich endlich - so wie in anderen EU-Staaten - dem Bachelorabschluss gleichzustellen, wollen Kritiker seine Abschaffung, damit mehr Betriebe gegründet würden. Welche Rolle spielt es im Berufsalltag, Meister und Meisterin zu sein? Wie bereitwillig zahlen Kunden für diese Qualifikation? Wie unangefochten ist der Titel tatsächlich in Zeiten von Liberalisierung und Globalisierung? Gestaltung: Andrea Hauer Meisterstück: Der Bogenmachermeister Thomas Gerbeth erzählt über den Streichbogen, den er vor 25 Jahren zur Meisterprüfung gebaut hat: ein Goldbogen, nachempfunden nach dem Modell des französischen Bogenbauers Dominique Peccatte aus dem 18. Jahrhundert. Gestaltung: Kathrin Wimmer


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Was ist Nebel und wie entsteht er? Leonie aus Korneuburg hat Rudi eine Frage geschickt. Sie möchte wissen: Wie entsteht eigentlich Nebel und was ist Nebel überhaupt? Rudi rast zu Clemens Biermair, Experte für Wetterfragen aller Art bei der ZAMG und hört von Nebelbänken und Nebelwüsten. Er erfährt auch, warum man Nebel auch in der eigenen Wohnung haben kann. Hast auch Du eine Frage, deren Antwort Rudi für Dich erschnüffeln soll? Schreib uns ein Mali an rudi.radiohund@orf.at Und wenn Du ein richtiger Wetterfrosch oder eine Wetterfee bist: Mehr über Wetterprognosen hörst Du am Sonntag, 28. Jänner ab 18.15 Uhr in der Sendereihe [http://oe1.orf.at/moment| Moment - Leben heute] auf Ö1. Clemens Biermair, ZAMG: "Es gibt einen Punkt, wo zu viel Wasserdampf in der Luft drin ist, und dann beginnt der Wasserdampf zu kondensieren. Kondensieren heißt: wo sonst der durchsichtige Dampf ist, entstehen plötzlich Wassertröpfchen und wenn da ganz viele Wassertröpfchen sind, wird die Sicht immer schlechter und schlechter und dann entsteht Nebel." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Wie ein gutes Leben auf dem endlichen Planeten gelingen kann. Gestaltung: Isabelle Engels In einem Haus am Stadtrand wohnen: das wünschen sich sehr viele Menschen. Umgeben von Wäldern und Wiesen und dennoch schnell bei den Angeboten der City. Auch viele Kinder haben diesen Traum. Das ist verständlich. Sie wollen dem Lärm, dem Grau und den Abgasen der Stadt entfliehen. Doch was passiert, wenn alle diesen Traum Wirklichkeit werden lassen? Dann werden auch dort die Grünflächen sehr rasch kleiner und die Autos mehr. Das Grün am Stadtrand ist endlich wie der ganze Planet endlich ist. In der Stadt wohnen mit viel Grün in der Nähe? Gut und gesund essen? Cool aussehen in fair produzierter Kleidung? Tolle Urlaube machen ohne die Luft zu verschmutzen? Wie kann es gelingen, dass ich gut lebe und dennoch die Umwelt schone? Wie kann es gelingen, dass nicht nur ich gut lebe sondern alle anderen auch? Schnell wird klar: alle sind gefordert, die Politik, die Wirtschaft, die Forschung und jeder einzelne von uns. Die Ö1 Kinderuni Reporter/innen Flavio Gordon, Felix Holzer, Niklas Steinbach und Ronja Fartacek haben viele Ideen, die sie im Gespräch mit Lisa Bohunovsky vom Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit der Universität für Bodenkultur Wien, diskutieren.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Neue Töne von Matteo Pastorino und Louis Sclavis Der aus Sardinien stammende, seit zehn Jahren in Paris lebende Klarinettist Matteo Pastorino legt aktuell mit "Suite for Modigliani" eine hinreißende Hommage an den jung verstorbenen, für seine Aktgemälde bekannten Amedeo Modigliani vor, seines Zeichens ebenfalls Wahl-Pariser aus Italien. Klarinettisten-Magnifizenz Louis Sclavis hingegen setzt seine Einspielungsserie für ECM mit dem Album "Asian Fields Variations" fort, im Trio mit Violinist Dominique Pifarely und Cellist Vincent Courtois.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Kapitalismus und Kapitalismuskritik. Mit Jürgen Kocka, em. Professor für die Geschichte der industriellen Welt an der Freien Universität Berlin. Gestaltung: David Winkler-Ebner Sei es die Klage über wachsende Unsicherheit, den zunehmenden Beschleunigungsdruck oder die Verschärfung sozialer Ungleichheit - die Kritik am Kapitalismus ist vielfältig und erlebte in jüngster Vergangenheit nicht zuletzt infolge des Ausbruchs der Finanzkrise im Jahr 2008 einen Aufschwung. Grund genug, einen Blick auf das Phänomen des Kapitalismus zu werfen, dessen früheste Ansätze sich bis zum Fernhandel antiker Großreiche verfolgen lassen. Ausgehend von China und dem arabischen Reich begann sich der Kapitalismus im Mittelalter in Form des Kaufmannskapitalismus auszubreiten, wohingegen in Europa die christliche Morallehre, die wirtschaftlichem Gewinn grundsätzlich skeptisch gegenüberstand, die Durchsetzung des Kapitalismus zunächst erschwerte. Schließlich sollte Europa aber zum Zentrum des Kapitalismus werden, das neue Formen dieser Wirtschaftsweise hervorbrachte. Mit der europäischen Expansion an der Wende zur Neuzeit nahm auch die Entwicklung des Kapitalismus an Fahrt auf. Aus der Verbindung von Finanzkapitalismus und Kolonialismus entstand jene Organisationseinheit, die für die kapitalistische Produktionsweise in der Neuzeit typisch werden sollte: die Kapitalgesellschaft. Eine der damals größten dieser Art war die 1602 gegründete "Vereinigte Ostindische Kompanie". Zudem kamen über den Aufstieg von Börsen und Bankwesen in der Frühen Neuzeit immer breitere Gesellschaftsschichten mit Kapitalismus in Berührung. Auch die Landwirtschaft wurde vom Kapitalismus erfasst - seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich in Osteuropa der Agrarkapitalismus. Im Bereich des Gewerbes bildeten wiederum die protoindustrielle Hausindustrie und Heimarbeit - so Jürgen Kocka - das "wichtigste Einfallstor des Kapitalismus". Die sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts von England ausbreitende Industrialisierung steht in enger Verbindung zum Kapitalismus. Einerseits hatte dieser der Industrialisierung den Weg geebnet, andererseits veränderte diese den Kapitalismus fundamental: Lohnarbeit wurde zum Massenphänomen, die Akkumulation von Kapital erreichte neue Dimensionen und der Kapitalismus wurde nicht bloß zum dominierenden Regelwerk der Wirtschaft, er durchdrang vielmehr auch andere Bereiche des menschlichen Lebens wie Gesellschaft, Kultur und Politik. Der Aufstieg des Finanzkapitalismus in den vergangenen Jahrzehnten stellte das System vor bislang ungelöste Herausforderungen, die verbreitet zu Ansatzpunkten einer neuen Skepsis gegenüber dem Kapitalismus wurden.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

1,4 Millionen Wahlberechtigte entscheiden am Sonntag über die neue Zusammensetzung des niederösterreichischen Landtages. Fünf Parteien matchen sich landesweit um Stimmen. Gestaltung: Astrid Plank/ Birgit Pointner Johanna Mikl-Leitner hat Erwin Pröll als Landeshauptfrau abgelöst. Wird es ihr gelingen, die absolute Mehrheit der ÖVP zu verteidigen? Alle anderen antretenden Parteien wollen das verhindern. Doch SPÖ, Grüne und Neos haben im Land keinen leichten Stand; am ehesten werden der FPÖ gute Chancen eingeräumt, wieder kräftig zuzulegen. Eine Reportage aus dem niederösterreichischen Wahlkampf.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Fischotter in Österreich Von Lukas Tremetsberger Seit Anfang November 2017 werden Fischotter in Niederösterreich gejagt. Vierzig dieser pelzigen Räuber dürfen bis Ende Februar 2018 geschossen werden. Fischerinnen und Teichwirte sehen in dem ausgezeichneten Schwimmer einen Konkurrenten für ihre Fische. Der Naturschutz protestiert gegen den Abschuss der geschützten Tierart. - Wildbiologen und Gewässerökologinnen von der Wiener BOKU und dem Naturhistorischen Museum untersuchten die Fischotterpopulationen in Bächen und kleinen Flüssen in Niederösterreich. Sie sammelten ihre Losungen entlang der Gewässer. Für jede wurde ein genetisches Profil erstellt, um auf die einzelnen Individuen zu schließen. So konnte die Anzahl der Fischotter in einem Gebiet erhoben werden und geklärt werden, ob diese Tiere dort dauerhaft ansässig sind oder nur durchziehen. - Diese Ergebnisse sollen mit weiterführenden Untersuchungen zum Fischbestand in den Gewässern kombiniert werden. Damit soll beantwortet werden, wie sich Fischotter auf die Fischbestände auswirken.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Teodor Currentzis; Alexander Melnikov, Klavier. Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18 * Zugabe des Solisten: Alexander Skrjabin: Poème Fis-Dur op. 32/1 * Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100 (aufgenommen am 20. Februar 2015 im Großen Konzerthaussaal in Wien)


21.00 Uhr

 

 

Zeitgenossin im Gespräch

"Es gilt, öffentlich zu werden, zu diskutieren, und zu widersprechen" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Schriftstellerin Olga Flor Die 1968 in Wien geborene Schriftstellerin Olga Flor hat sich in den letzten Jahren den Ruf erschrieben, zum Besten zu gehören, was die österreichische Literaturszene zu bieten hat. Mit ihrem jüngsten Buch "Klartraum" hat sie einen Liebesroman vorgelegt, der das Private mit dem Öffentlichen, die Liebe mit der politischen Weltlage verknüpft. "Analytisch präzise und zugleich hochpoetisch" sei er, schrieb der STANDARD zum Erscheinen des Romans 2017, der auch für den Österreichischen Buchpreis nominiert war. Olga Flor, die zunächst Physik und Kunstgeschichte studierte und dann jahrelang im Multimedia-Bereich arbeitete, seziert mit ihrer schriftstellerischen Arbeit eine Gesellschaft, die sich mehr und mehr im Privaten breit macht und das Politische außer Acht lässt, während sich gleichzeitig eine "Politik der Emotionen" breit macht. Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Theater in der Josefstadt und Radio Österreich 1 wird Olga Flor am 21. Januar 2018 zu Gast in den Sträußelsälen des Theaters in der Josefstadt sein. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht sie über das Politische, das Poetische und was die beiden Bereiche in ihrer Literatur und in ihrem Leben miteinander zu tun haben.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Sind wir Science-Fiction? Zukunftssuche in der Vergangenheit (4). Gestaltung: Julia Gindl Zäsur '38 - Flucht in eine andere Sprache. Schriftstellerinnen im Exil (4). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Ausloten der traditionellen Grenzen. 100 Jahre Gottfried von Einem (4). Gestaltung: Gerhard Hafner


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Lukasz Szalankiewicz im Zeit-Ton Porträt. Gestaltung: Heinrich Deisl Lukasz Szalankiewicz arbeitet mit - wie er es nennt - Medienobjekten: Fieldrecordings, Radiowellen, Pulsgeneratoren und Telekommunikationsgeräte sind seine bevorzugten Musik-Instrumentarien. Er zählt zu den profiliertesten Klangkünstlern Polens, war Kurator zahlreicher Festivals, ist Historiker, leitet einen Universitätslehrgang für Computerprogrammierung in Poznan und ist Betreiber des Labels Audiotong. Anlässlich des 20-jährigen Bühnenjubiläums seines Soloprojekts Zenial widmet der Zeit-Ton Szalankiewicz ein Porträt. Außerdem hat er für den Zeit-Ton extended am kommenden Ö1 Kunstsonntag eine Zusammenstellung mit polnischer Experimentalelektronik-Musik kuratiert. Die Geister der Maschinen In den frühen 1990ern war Lukasz Szalankiewicz in der Demo-Scene aktiv; man programmierte kurze Video-Sequenzen und Echtzeit-Animationen auf 8-Bit-Computersystemen. Daraus entwickelte sich sein Audiovisionsprojekt mit dem bezeichnenden Namen Palsecam. Seit 1998 ist Zenial Szalankiewiczs hautsächliches Arbeitsfeld, allein unter diesem Künstleralias hat er mehr als ein Dutzend Alben und einige Videos herausgebracht, die vor allem auf Zoharum erschienen. Das Album "Minotaur" (2015) wurde auch im renommierten "Computer Music Journal" des MIT besprochen. Er ist Mitglied der Polnischen Gesellschaften für Elektroakustische Musik (PSeME) und für Zeitgenössische Musik (ISCM). Nach Aufenthalten in Krakau und New York lebt Szalankiewicz seit einigen Jahren in Poznan. In der Band Aabzu mit Maciej Szymczuk treffen Dub und Electronica aufeinander, Dizzy Kinetics ist ein Noise-Duo mit Marek Choloniewski und mit Patryk Gegniewicz erforscht er als Angst78 Grenzbereiche zwischen Elektro- und Psychoakustik. Szalankiewicz verfolgt einen Medienansatz, der Marshall McLuhan vielleicht gut gefallen hätte: Es gehe ihm, so der Künstler im Zeit-Ton-Interview, um die mythischen Grundlagen der Kommunikationstechnologien. Vernetzungen Szalankiewicz war an zahlreichen Festivals und Kunstausstellungen in Polen, China, Lateinamerika, Kasachstan und den USA beteiligt. Auf Vermittlung des Labels Laton spielte er des Öfteren in Wien und 2014 war er beim ORF musikprotokoll im steirischen herbst zu Gast. Zudem war er Mitbegründer des Krakauer Unsound Festivals, kuratierte das Musikprogramm des Laznia Zentrums für Zeitgenössische Kunst in Danzig und arbeitete für das Kulturzentrum Zamek in Poznan. Auf seinem Label Audiotong sind seit 2005 mehr als hundert Veröffentlichungen polnischer Musikschaffender herausgekommen. Im Zeit-Ton Porträt erzählt Lukasz Szalankiewicz über seine künstlerische Arbeit, Medienarchäologie, künstliche Intelligenz und seine Vorliebe für trashige Science-Fiction, abgründige Popkultur und Black Metal.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten