Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Jazznacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Sechs Tage - sechs Rufe" - Über die "Flugblätter der weißen Rose". Hubert Gaisbauer, Publizist, erinnert an die Geschwister Scholl, Christoph Probst und Alexander Schmorell und ihre Flugblätter, in denen sie 1942 zum Widerstand aufriefen und dafür hingerichtet wurden. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Flugblätter der weißen Rose", so waren die ersten vier Aufrufe überschrieben, die eine Gruppe deutscher Studenten und Studentinnen in den Monaten Mai und Juni 1942 verfasste und verbreitete. Das erste Flugblatt beginnt mit den Worten: "Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ,regieren' zu lassen." Es gipfelt im Aufruf, passiven Widerstand zu leisten. Und dafür sind sie gestorben, Hans und Sophie Scholl und ihre Freunde. Vor 75 Jahren. Beim Verteilen des sechsten Flugblatts am 18. Februar 1943 im Lichthof der Universität München wurden sie verhaftet. Vier Tage später verhängte der Volksgerichtshof gegen die Geschwister Scholl und Christoph Probst die Todesstrafe, die noch am selben Tag vollstreckt wurde. Ihr Freund Alexander Schmorell, Mitakteur und Mitverfasser der Flugblätter, war orthodoxer Christ. Er wurde verraten, verurteilt und im Juli 1943 hingerichtet. Seine Kirche hat ihn als Märtyrer heiliggesprochen. Die ersten vier Blätter richteten sich an Schriftsteller, Professoren und Buchhändler aus München und Umgebung, aber auch an ihren Freundeskreis und Mitstudierende. Die Zielgruppe war bewusst gewählt. Ein Aufruf an die Intelligenz. Bereits das zweite Flugblatt berichtete über die Ermordung von 300.000 polnischen Juden und Jüdinnen. Im vierten Flugblatt findet sich eine lange Zitatencollage aus der Rede des Dichters Novalis "Das Christentum oder Europa". Im fünften heißt es unter anderem: "Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!" Allein in den letzten beiden Flugblättern ist zehnmal von der Besinnung auf den Geist Europas die Rede, vom Aufwecken der Seele, von der Notwendigkeit großzügiger Zusammenarbeit der europäischen Völker, vom Trugbild einer alles beherrschenden Wirtschaft. Freiheit der Rede, Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten, das sind die Grundlagen des neuen Europa.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Eine Laute besingt die Tränen der Musen, Berlioz vertont Piraten-Romantik und der Pasticciopreis an eine virtuose Geige. Hector Berlioz beschreibt in einem Brief an einen Freund eine Reise von Frankfurt nach Stuttgart und bringt in einem Satz die Stimmung der so genannten "Romantik" auf den Punkt: "nicht die kleinste romantische Ansicht: kein dunkler Wald, kein Kloster, keine einsame Kapelle, kein Bergstrom, kein großes nächtliches Geräusch, nicht einmal das von Don Quichottes Windmühlen ... "


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Botaniker Jürg Schönenberger spricht über das Aussehen der ersten Blüten vor 140 Millionen Jahren. Teil 4: Die Untersuchung von Fossilien Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Urblüte ist der letzte gemeinsame Vorfahre der heutigen Blütenpflanzen. Mindestens 300.000 verschiedenen Blütenpflanzen gibt es. Diese Gewächse bilden somit die mit Abstand größte Gruppe im Reich der Botanik. Sie gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Wie haben die Blüten dieses Vorfahren ausgesehen, und wie hat sich die heutige Vielfalt von Blüten entwickelt? Blüten sind für die Bestäubung wichtig. Botaniker unterscheiden genau die Begriffe "Blumen" und "Blüten". Für sie bezeichnet "Blume" die bestäubungsbiologische Einheit einer Blütenpflanze. Eine Blüte kann durchaus aus mehreren Blumen bestehen. Die ersten Blütenpflanzen sind vor 140 Millionen Jahren entstanden, in der Kreidezeit, zur Zeit der Dinosaurier. Kronblätter machen die Blüte farblich attraktiv, Staubblätter und Fruchtblätter sind die männlichen und weiblichen Organe. Die beiden Geschlechter sind in einer Blüte vorhanden. Das war auch bei der Urblüte so. Um herauszufinden, wie sie ausgesehen hat, brauchen Botaniker einen Stammbaum und eine Datenbank mit möglichst vielen Blüten und ihren Merkmalen. Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Merkmale können die Forscher nun schrittweise in der Zeit zurückgehen. Die Urblüte war relativ klein, zweigeschlechtlich und hatte eine Blütenhülle, in der die Organe in Dreierkreisen angeordnet waren. Duft und Farbe können nicht rekonstruiert werden, weil diese Merkmale heute extrem verschieden sind und auf keinen gemeinsamen Vorfahren schließen lassen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Verzeihen und Versöhnen

Wie mit Verletzungen weiter leben? (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Ob im familiären Zwist oder in der Auseinandersetzung mit Vorgesetzten: abwertende Worte kränken. Werden Menschen benachteiligt, ausgeschlossen, missachtet, ignoriert, führt das zu Verletzungen. Ihr Selbstwert wird in Frage gestellt. Die Antwort darauf können Wut und Hass sein, depressiver Rückzug oder Selbstzerstörung. Massive Übergriffe stürzen Menschen in tiefe Verzweiflung. Doch wie lassen sich diese Wunden bearbeiten? Das, was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Dieses zu akzeptieren ist ein erster Schritt aus der Lebenskrise. In kriegerischen Auseinandersetzungen erleben Menschen Grausamkeiten, sie werden Zeugen von Mord und Zerstörung. Das erschüttert ein Grundvertrauen in die menschliche Gemeinschaft. Die Antwort darauf ist oft neuerlich Gewalt. Um einen Bürgerkrieg zu verhindern, ging 1995 in Südafrika Nelson Mandela einen anderen Weg. Er gründete den Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung. Jeder, der ein Kriegsverbrechen begangen hatte, sollte von diesem Ausschuss begnadigt werden, wenn er sein Vergehen mit lückenloser Offenheit bekannte, und zwar im Angesicht der Hinterbliebenen und Opfer. Die Opfer sollen nicht vergessen, doch sie können vergeben, war Nelson Mandelas Überzeugung. Widerfährt ihnen damit Gerechtigkeit? In den Haag wurde vom UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien das vorläufig letzte Urteil gesprochen. Kriegsverbrecher wurden angeklagt und für schuldig gesprochen. Doch für die Menschen ist der Krieg noch allgegenwärtig. Das Zentrum für gewaltfreie Aktion versucht einen Versöhnungsprozess voranzutreiben. Die Voraussetzung dafür ist Verzeihen. "Täter und Opfer müssen einander als menschliche Wesen erkennen," erklärt die Südafrikanische Psychologin Pumla Gobondo-Madikizela. Sie hat im Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung mitgearbeitet. Begleitet wird dieser Prozess von großer Trauer über das, was geschehen und nicht zu ändern ist. Ein Gefühl, das uns mit der Wirklichkeit versöhnen kann.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Bregenzerwald

Transformationen einer Talschaft (4). Gestaltung: Thomas Mießgang "In der guten alten Zeit hatte im Bregenzerwald wohl jedes Dorf und jedes Dörflein seine Linde, sein sogenanntes Kaufhaus oder sonst einen öffentlichen Platz, wo nicht nur die Jugend sich versammelt zu Spiel und Tanz, sondern wo auch die ernsteren Väter oft und gerne ihre Schätze von Lebensweisheit zum Nutzen und Frommen aller öffneten". So schrieb im 19. Jahrhundert Franz Michael Felder, Bauer, Sozialreformer und bis heute der berühmteste Schriftsteller, den der Bregenzerwald hervorgebracht hat. Doch das beschauliche, das er hier in knappen Worten schraffiert, war schon damals eher Wunsch als Wirklichkeit. Felder, der bereits im Alter von 29 Jahren an Tuberkulose starb, nutzte sein kurzes Leben neben der Produktion von Literatur vor allem dazu, gewerkschaftsähnliche Strukturen zu schaffen und die lokalen Käsebarone zu bekämpfen, die die Bauern ausplünderten. Die Käseproduktion, heute in der KäseStrasse, einem Zusammenschluss lokaler Molkereibetriebe organisiert, ist immer noch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Bregenzerwald, der noch bis vor wenigen Jahrzehnten kleinlandwirtschaftlich geprägt war. Doch seit einiger Zeit finden hier, wie auch in anderen ländlichen Gegenden, grundlegende gesellschaftliche und ökonomische Transformationen statt. Das Bregenzerwälder Handwerk, das einen international ausstrahlenden guten Ruf geniesst, hat sich im Rahmen des Werkraumes Andelsbuch zusammengeschlossen und verfügt über ein spektakuläres Gebäude des Stararchitekten Peter Zumthor, das als Showroom, als Konferenz- und Begegnungsort dient, aber auch als Marketing-Plattform, die ein lokales Qualitätsprodukt international vermarkten soll. Und seit den 1970er Jahren gibt es auch das Phänomen der Bregenzerwälder Architektur: Erst wurden lokale Holzbautraditionen in kleinem Stil auf lokaler Ebene revolutioniert, erläutert der international tätige Architekt Bernardo Bader, dann passierten Maßstabssprünge: "Plötzlich wurde es möglich, Hochhäuser in Holzbauweise zu errichten". Der Bregenzerwald hat die Transformation von einem landwirtschaftlichen Gebiet in eine Region, in der Traktor, Technologie und Tourismus eine synergetische Verbindung eingehen, vollzogen. Bei noch überwiegend intakter Landschaft und unter weitgehendem Verzicht auf die Betonburgen eines eskalierenden Massentourismus bündelt eine neue Generation von Handwerkern, Architekten, Gastronomen, Kulturveranstaltern, Touristikern und innovativen Landwirten alles, was an Traditionsbestand und Innovationspotential da ist, zu einem integralen Narrativ. Einer großen Erzählung, in der Geschichte und Gegenwart, das Ländliche und das Urbane, der Laptop und die Lederhose zu einer Hybridgesellschaft zusammenwachsen, die vielleicht Modellcharakter für andere vermeintlich rückständige Regionen haben kann. "Meor ehrod das Ault, und grüssed das Nü." schrieb einst der Bregenzerwälder Mundartdichter Gebhard Wölfle: "Wir ehren das Alte und begrüssen das Neue".


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Come on, Generals!

Der Soundtrack der Anti-Kriegs-Proteste 1968 (4). Gestaltung: Maria Reininger Dem Folksänger Country Joe Mc Donald konnte es nicht laut genug sein, wenn das Publikum seinen I-Feel-Like-I'm-Fixin'-to-Die Rag mit der Zeile "What are we fightin' for?" unterstützte. Come on Generals, eure Chance ist gekommen, war seine Ironisierung des Kriegs gegen die Vietkong. Der Vietnamkrieg war der erste, der per Radio in jedes westliche Wohnzimmer kam. Und es war der Krieg, der von Protesten und Protestsongs zu Ende gebracht wurde. Erst jüngst wurden mehr als 330 Songs über den Vietnamkrieg aus den Jahren zwischen 1961 und 2008 in einer neuen Edition zusammengetragen. 1968 ist das Jahr, in dem die Proteste in den USA zunehmend Gehör fanden - im doppelten Wortsinn. In Chicago wurden demonstrierende Vietnamkriegsgegner niedergeschlagen. Der bereits Monate zuvor von den Demokraten als US-Präsidentschaftskandidat erwogene Robert Kennedy, Gegner des Vietnamkriegs, wurde während der Vorwahlen ermordet. 1968 ist auch das Jahr, in dem die Antivietnamkriegsbewegung nach Europa kam. Das Radiokolleg geht den Songs des Jahres 1968 nach, in dem nach wie vor Tom Paxtons "What did you learn in school today" gesungen wurde, in dem Eric Burdon The Animals "You never reach the sky" formulierten und in dem The Doors mit ihrem "Unknown soldier" die Sinnlosigkeit des Vietnamkriegs besangen. Außerdem widmet sich das Radiokolleg den vielen Songs, die sowohl Woodstock im Jahr darauf als auch die Antikriegsdemos bis zum Rückzug aus dem Vietnam beschallten, und den musikalischen Verarbeitungen des Vietnamkriegs in den Jahrzehnten danach.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

There'll Be Some Changes Made. Gestaltung: Michael Neuhauser "They say don't change the old for the new / But I've found out that this will never do!" Mit diesen Worten begann Ethel Waters 1923 ihre Version von "There'll Be Some Changes Made". Es war die erste Aufnahme dieses Songs und ein Meilenstein in der Musikgeschichte, denn alle Beteiligten - von den Songschreibern über die Interpretin und die Musiker bis hin zu den Betreibern des Plattenlabels - waren Afroamerikaner. Dieses für die "Harlem Renaissance" der 1920er Jahre geradezu ikonische Lied avancierte rasch zu einem Jazzstandard, dem es dann auch gelang, in unterschiedlichste Musikgenres außerhalb des Jazz vorzudringen, etwa Soul, Western Swing oder Rockabilly. Zwischen Rock, Jazz und Funk wiederum oszilliert "Them Changes" von Buddy Miles, das mit seinem markanten Riff und seinen weiten, offenen Improvisationsflächen auf Jimi Hendrix dröhnender E-Gitarre ebenso gut funktioniert wie im swingenden Tastenspiel von Ramsey Lewis oder den flirrenden Vibraphonklängen von Lionel Hampton. Zwei Songs, die die Veränderung besingen, die aber auch paradigmatisch sind für die Verzweigungen, Verflechtungen und Verwandtschaften im weiten Bereich der Populärmusik des 20. Jahrhunderts - würdig und recht, um im Mittelpunkt dieser letzten, der Populärmusik gewidmeten Ausgabe von "Anklang" am Donnerstag zu stehen. "There'll Be Some Changes Made" gilt nämlich auch für Ö1: ab 1. März wird die Sendung "Ausgewählt" mit ihren Interpretationsvergleichen aus der Welt der klassischen Musik an diesen Sendeplatz um 10:05 übersiedeln.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Und die Vögel werden singen. Ich, der Pianist aus den Trümmern". Von Aeham Ahmad. Aufgeschrieben von Sandra Hetzl und Ariel Hauptmeier. Gestaltung: Friederike Raderer Damaskus 2014. Ein junger Mann spielt Klavier inmitten der Bombenkrater. Auch wenn ihr noch so viele Bomben auf uns werft, ihr werdet uns nicht besiegen. Nicht Hass und Zerstörung werden triumphieren sondern das Leben. Die Musik.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Ein universeller Musiker, ein Qualitätsgarant am Dirigentenpult: Wolfgang Sawallisch "Im Interesse der Deutlichkeit" benannte Wolfgang Sawallisch seine Autobiografie. So trocken, akademisch, "deutsch" konnte Sawallisch wirken. Zugleich war er der versaliste, im deutschen Repertoire enzyklopädischste, im italienischen Repertoire festest verankerte Spitzenkapellmeister nach guter deutscher Art in seiner Generation. Dazu noch perfekter Pianist, in fast gleichem Maße wie als Opern- auch als symphonischer Dirigent anerkannt - ein wahrer Meister seines Fachs. Und, wenn man persönlich gefärbte Urteile über Wolfgang Sawallisch in Abzug bringt, speziell an der Bayerischen Staatsoper auch zumindest im rein Musikalischen Ära-bildend. Dafür, dass das alles nicht zu schnell vergessen wird, sorgten in den fünf Jahren seit dem Tod des Dirigenten auch etliche CD-Neuerscheinungen von Aufnahmen, die zu Lebzeiten Sawallischs nicht oder nur "unter der Hand" zu bekommen waren. Das reicht von einem Münchner "Don Giovanni" in Prachtbesetzung (Ruggiero Raimondi, Margaret Price, Julia Varady, Lucia Popp), einem ebenfalls Münchner "Gianni Schicchi" (Dietrich Fischer-Dieskau in der Titelrolle!) bis zu Haydn aus Florenz vom Maggio Musicale Fiorentino. Man kann nun den Bayreuther "Tannhäuser" (mit Victoria de los Angeles noch) direkt von den Rundfunkbändern überspielt hören, aber auch den ganz jungen Sawallisch, unter anderem mit "Cavalleria rusticana" und "André Chénier"!


15.30 Uhr

 

 

Moment

Groß schwer und fragil Die heikle Arbeit der Klaviertransporteure Viel ist derzeit von der Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt die Rede. Eine Diskussion, die die Branche der Klaviertransporteure kaum berührt. Denn hier sind keine Algorithmen gefragt sondern Muskelkraft, wie vor 100 oder 200 Jahren. Und nicht nur Muskelkraft, sondern auch Feingefühl. Beim Klavier handelt es sich nämlich um ein so schweres wie fragiles Transportgut. Eine einfache Spedition ist da schnell überfordert, gefragt sind Spezialisten. Und von denen gibt es nur wenige. Porträt einer der letzten Männerdomänen. Gestaltung: Wenzel Müller Meisterstück: Der Bäckermeister Simon Wöckl über ein besonderes Sauerteigbrot aus Dinkelmehl, das er für seine Meisterprüfung gebacken und seither schon unzählige Male verbessert hat. Gestaltung: Lukas Tremetsberger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Der Buchstabe "nichts" und Schreiben in Kreisen Rudis Fortbewegungsmittel Nummer 1 ist der Gedankenflieger. Der bringt ihn umgehend an jeden Ort, den er sich vorstellen kann. Derzeit interessiert sich der Radiohund für Süd- und Nordkorea. In Südkorea finden auch diese Woche noch die Olympischen Winterspiele 2018 statt. Professor Rüdiger Frank vom Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien hat dem Radiohund und seinen Hörerinnen und Hörern schon einiges über die beiden Koreas erzählt: wie es kam, dass das Land, das eigentlich ein Land ist, in die zwei Teile geteilt wurde; wie die Menschen in Nordkorea und Südkorea leben und - ganz wichtig: wie Hunde auf Koreanisch bellen. Mong, mong! Und wie sprechen und schreiben die Zweibeiner? Dem Radiohund kam zu Ohren, dass man die eigenartige Schrift der Koreanerinnen und Koreaner innerhalb eines Tages lernen könnte. Aber Rudi kann beim besten Willen nur Krixi Kraxi drin entdecken. Kann das wahr sein? Univ. Prof. Dr. Rüdiger Frank, Institut für Ostasienwissenschaften / Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens, Universität Wien: "Die Menschen in Korea schreiben mit Buchstaben. In Asien schreiben viele Menschen mit Zeichen - in China, in Japan - aber in Korea ist das anders, da sind es eben Buchstaben. Diese Buchstaben sehen nur aus wie Zeichen und das Besondere ist: man schreibt die Buchstaben im Kreis." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Wie das Verhalten der Tiere erforscht wird Gestaltung: Isabella Ferenci Graugänse haben einen besonderen Platz in der Geschichte der Wissenschaft - gerade in Österreich: der Arzt Konrad Lorenz hat durch seine Arbeit mit Graugänsen die Verhaltensforschung mitbegründet. Seit 1973 forschen Biologen in Grünau in Oberösterreich an einer Schar von Graugänsen, die Lorenz damals dazu gebracht hat, sich dort anzusiedeln. Warum aber eigentlich ist das Verhalten von Graugänsen überhaupt interessant? Können wir von Graugänsen auch etwas über das Verhalten von Menschen lernen? Verlieben Graugänse sich? Und wie heißt eigentlich eine frischgeschlüpfte Gans? Darüber haben die Ö1 Kinderuni Reporterinnen und Reporter Wolfram Fischer, Sofia-Elena Daniel-Ramirez und Antonia Unger mit Didone Frigerio von der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau gesprochen.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Groovemeister auf der Hammond-Orgel Es ist nie zu spät, karrieremäßig durchzustarten: Seit 2016 steht Hammond-Organist Dr. Lonnie Smith erneut bei Blue Note unter Vertrag, dem legendären Label, für das er bereits in den 1960er-Jahren aufgenommen hat. Und nach der mit prominenten Gastmusikern aufgenommenen (Wieder-)Einstands-CD "Evolution" legt der mittlerweile 75-Jährige mit dem Sikh-Turban und dem weißen Rauschebart aktuell das Album "All In My Mind" vor, in dem er auf sein aktuelles Trio mit Gitarrist Jonathan Kreisberg und Schlagzeuger Johnathan Blake setzt.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Victor Adler. Mit Wolfgang Maderthaner, Historiker und Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Geboren wurde Victor Adler 1852 in Prag, doch schon als Kleinkind übersiedelte er mit seiner Familie nach Wien. Sein Vater war ein wohlhabender jüdischer Geschäftsmann. Victor, das älteste von fünf Kindern, entschied sich für den Beruf des Mediziners. Er führte in den 1880er-Jahren eine Praxis als Armenarzt an seiner Wohnadresse, der Berggasse im Wiener Alsergrund. Politisch stand Victor Adler zunächst den Deutschnationalen nahe, er war Mitglied der Burschenschaft "Arminia Wien". Erst später schloss er sich der Arbeiterbewegung an und gründete 1886 die Wochenzeitung "Gleichheit" und 1889 die "Arbeiterzeitung". Für die Zeitungen und für seine politische Arbeit opferte er sein gesamtes Familienerbe. Er schrieb aufsehenerregende Reportagen über das soziale Elend der Ziegelarbeiter am Wienerberg, er kämpfte für Demokratie, für das allgemeine Wahlrecht und soziale Reformen. Mehrmals wurde er wegen seiner politischen Arbeit inhaftiert. Victor Adler ist der Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und wurde Staatssekretär des Äußeren in der ersten Staatsregierung unter Karl Renner. Die Erste Republik erlebte er allerdings de facto nicht mehr: einen Tag vor der Proklamation der demokratischen Republik Deutsch-Österreich, am 11. November 1918, verstarb Victor Adler.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

47 Millionen Touristen-Nächtigungen pro Jahr und Millionen LKW-Fahrten: Beides stellt das kleine Land Tirol vor große Probleme. Der Winter- und Sommertourismus sorgt für gewaltige Einnahmen, aber auch für unerfreuliche Begleiterscheinungen. Gestaltung: Katja Arthofer, Stefan Kappacher, Astrid Plank Schon lange beklagen viele die gewaltigen Eingriffe in die Natur, die Hotellerie und Seilbahnwirtschaft mit sich bringen. Und die Lärm- und Stauhölle auf den Tiroler Straßen und Autobahnen wird nicht kleiner. Welche Rezepte haben die Parteien, die zur Wahl am 25. Februar antreten? Und welche Koalition wird die dominierende ÖVP danach eingehen?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Die bewegende Geschichte des Kurt Klagsbrunn Von Uli Jürgens Kurt Klagsbrunn musste Österreich 1938 verlassen. Der 20-Jährige flüchtete mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten über Lissabon nach Brasilien. Dort, im Norden Rio de Janeiros, sind kürzlich Dokumente aus seiner Wiener Zeit und von der Flucht aufgetaucht: Kurts Studentenausweis, ein Skizzenbuch des 13-Jährigen, Fotografien, Briefe und eine Speisekarte von der Schiffsfahrt 1939 nach Rio. Dem Jüdischen Museum ist es gelungen, den Teilnachlass nach Wien zu holen. Das feuchte Klima Brasiliens hat den Objekten allerdings zugesetzt, nun wird restauriert und katalogisiert. Vor den Augen der Archivar/innen entsteht das Bild einer gutsituierten assimilierten jüdischen Familie im Wien der 1920er und 1930er Jahre: Der Vater ein angesehener Kohlehändler und Funktionär des Floridsdorfer Fußballklubs FAC, die Mutter liebevoll-tadelndes Familienoberhaupt, die beiden Söhne zwischen Medizinstudium, Skiurlaub im polnischen Zakopane und Sommern am Wörthersee. In Rio den Janeiro war die Familie gezwungen, nach neuen Wegen zu suchen, um ihre Existenz zu sichern. Kurt Klagsbrunn machte seine Leidenschaft - das Fotografieren - zum Beruf. Er gilt als einer der wichtigsten brasilianischen Gesellschaftsfotografen der 1940er bis 1960er Jahre. Heuer wäre er 100 Jahre alt geworden.


19.30 Uhr

 

 

Mozartwoche 2018

Marlis Petersen, Sopran; Camillo Radicke, Klavier; Florian Mayer, Violine. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss (aufgenommen am 3. Februar im Großen Saal des Mozarteum Salzburg). Präsentation: Philipp Weismann


21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

"Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Bernhard Pörksen, Medienwissenschafter und Buchautor Nachrichten werden immer aufgeregter, übertriebener und unübersichtlicher. Noch dazu geistert seit einiger Zeit ein neuer Kampf-Begriff durch die Medienwelt: Fake-News. In Kombination mit der schnellen Verbreitung solcher Nachrichten über den digitalen Weg, entsteht eine beinahe permanente Erregung und Empörung bei jenen, die diese Nachrichten konsumieren. Der 1969 in Freiburg im Breisgau geborene Medienwissenschafter Bernhard Pörksen hat sein neuestes Buch diesem Thema gewidmet: "Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung". Darin analysiert der Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Der Erfolgsautor Pörksen zeigt darin auch auf, wie sich unsere Idee von Wahrheit verändert und wie die Dynamik immer neuer Enthüllungen unsere öffentliche Debatte prägt. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz analysiert er die Geschwindigkeit der Medien in digitalen Zeiten, deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und Demokratie und berichtet von seinem Engagement bei der Erstellung der "Charta der Digitalen Grundrechte" der Europäischen Union.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Verzeihen und Versöhnen. Wie mit Verletzungen weiter leben? (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Der Bregenzerwald. Transformationen einer Talschaft (4). Gestaltung: Thomas Mießgang Come on, Generals! Der Soundtrack der Anti-Kriegs-Proteste 1968 (4). Gestaltung: Maria Reininger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Guy Fleming im Zeit-Ton Porträt. Gestaltung: Susanna Niedermayr Als der australische Musiker und Komponist Guy Fleming 1989 mit seinem Rucksack kreuz und quer durch Europa reiste, legte er unter anderem einen Stopp in Allensteig ein, um Günther Rabls Festival Absolute Musik zu besuchen, der Beginn mehrerer langjähriger Freundschaften. Unlängst ist nun auf Rabls Label canto crudo Flemings Album "confined entropy. a study in decay" erschienen. Zentrale Inspiration lieferte eine verfallene Müllverbrennungsanlage in Sydney, die Ruinen des Pyrmont Incinerator. Musikalischen Grundstein bildete die nicht-temperierte Skala des Charles Lucy.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten