Jetzt läuft auf Ö1:

Apropos Oper

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Jenseits von Raum und Zeit". Johannes Huber, Mediziner und katholischer Theologe, prüft vor einem wissenschaftlichen Hintergrund mit Blick auf Transzendentales die Zeit nach dem Tod. - Gestaltung: Alexandra Mantler "In ruhigen Stunden stellen sich mitunter dem Naturwissenschaftler zwei Fragen", erzählt der Arzt und Theologe Johannes Huber", von denen die erste medizinischen Hintergrund hat: Erlischt mit dem Tod eines Menschen endgültig seine Identität oder wäre es möglich, dass - unabhängig von der Erinnerung - aus seiner Existenz etwas erhalten bleibt?" Darauf gibt es laut Huber unterschiedliche Antworten; der religiös Musikalische sieht im Tod eine "Gütertrennung" - ein Teil zerfällt, der andere bleibt jenseits von Raum und Zeit. Und dies führt zur zweiten Frage: Ist es intellektuell redlich, an Transzendentales zu glauben? Die Naturwissenschaft kann und darf darauf keine Antworten geben, ist Huber überzeugt. Weil es allerdings nicht unvernünftig sein soll, an einen Weltenbaumeister zu glauben, kann diese Lebensentscheidung vor einem wissenschaftlichen Hintergrund geprüft und kalibriert werden.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Otto Brusatti. Savonarola wurde am Florentiner Hauptplatz zuerst gehenkt und dann verbrannt. Der 2. Prager Fenstersturz gibt vor 400 Jahren Anlaß zum längsten Krieg in Mitteleuropa. Aber auch das wird begründet, was wir heute als realen Sozialismus kennen. Die Oper FIDELIO wird in der Endfassung uraufgeführt. Der Deutsche Kulturkampf beendet ... Alles zudem feine Pasticcio-Vorlagen, man vermutete es kaum.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Christof Schramm kultiviert im Weinviertel 40 seltene Kartoffelsorten. Teil 2: Von Roten Hörnern zur Galactica Gestaltung: Ilse Huber Sie wachsen im Dunklen, reifen zu verdickten Sprossachsen heran, ehe sie auf dem Teller landen. Oder in den Fingern. Oder in der Chipspackung. Die Geschichte der Kartoffeln ist turbulent: Weitangereist aus der Neuen Welt, brachte sie der Entdecker Christoph Kolumbus nach Europa. In Spanien wurden sie für Zierpflanzen gehalten, der besonderen Blüten wegen. Doch ihr wahrer Schatz liegt unter der Erde. Ob speckig, mehlig, blau, schwarz oder weiß - die optische Vielfalt ist genauso groß wie die geschmackliche. In fester wie flüssiger Form. Christof Schramm hat sich auf seinem Weinviertler Hof ganz auf die Knollen spezialisiert. Mehr als 40 seltene Sorten kultiviert der Landwirt auf seinen Feldern.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wie Phönix aus der Asche

New Orleans - Stadt der Widersprüche (2). Gestaltung: Ute Maurnböck New Orleans, The Big Easy, die Wiege des Jazz: Wo französische Kolonialisten vor genau 300 Jahren inmitten der unwirtlichen Sümpfe einen Außenposten errichteten, entwickelte sich eine der unamerikanischsten Kulturen der USA. Auch wenn New Orleans heute noch als liberaler Hafen im rundum höchst konservativen republikanischen Umland gilt: Ein katastrophales Schulsystem, miserabel bezahlte Jobs sowie exorbitant hohe Kriminalitätsraten sind die Schattenseite der Tourismushochburg. Der Anteil der Afroamerikaner/innen sank nach Katrina von 67% auf 59%, Viele konnten es sich schlicht nicht leisten, wieder in ihre Heimatstadt zurückzukehren. Und auch für jene, die in ererbten Häusern leben, ist das Leben in den inneren Bezirken oft nicht mehr möglich: durch eine Steuerpolitik, die die jährlichen Hausabgaben in den gentrifizierten Gegenden in schwindelnde Höhen treibt. Dass viele "locals" wie auch Zugezogene einen Teil ihrer Häuser über die Internetplattform airbnb vermieten, macht die angespannte Wohnsituation nicht einfacher. Darüber hinaus drohen der Stadt ökologische Probleme: neben Warnungen, dass schwerste Stürme häufiger werden, verschwinden die natürlichen Pufferzonen - die "wet lands" - im Golf von Mexiko durch den Meeresspiegelanstieg, Fabriken entlang der sogenannten "Cancer Alley", der "Krebsallee", produzieren nach wie vor giftigste Abfallstoffe. Ein Umdenken in der Umweltpolitik ist von politischer Seite derzeit nicht zu erwarten genauso wenig wie an einer Entspannung der Rassenkonflikte gearbeitet wird. Und dennoch gibt es Lichtblicke: Erst voriges Jahr wurde trotz heftiger Proteste - unter anderem von rassistischen und rechtsextremistischen Gruppen - die Statue des konföderierten Generals und Sklavereiprofiteurs Robert E. Lee von ihrem Sockel entfernt und damit vom Bürgermeister der Stadt ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Das Radiokolleg hört sich um, wie Menschen heute in der "karibischsten Stadt der USA" leben, wie präsent Rassismus ist und wie optimistisch sie, die bis jetzt alle Katastrophen tanzend und gelassen überstanden haben, in die Zukunft blicken.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der rasende Reporter

Egon Erwin Kisch und seine journalistischen Abenteuer (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch "Mir kann eigentlich nichts passieren. Ich bin ein Deutscher. Ich bin ein Tscheche. Ich bin ein Jud. Ich bin aus gutem Hause. Ich bin Kommunist. Ich bin Corpsbursch. Etwas davon hilft mir immer": Mit diesen Worten soll sich Egon Erwin Kisch selbst einmal beschrieben haben. Als er 1885 in Prag geboren wurde, bestand noch die Habsburger-Monarchie, doch die diversen Nationalisten, darunter auch die tschechischen, strebten bereits nach eigenen Staaten. Als direkter oder indirekter Zeuge erlebte Kisch den Ersten Weltkrieg und das Ende der Habsburger Monarchie, den Aufstieg Hitlers und Stalins und das Dritte Reich, aber auch den Spanischen Bürgerkrieg. So sehr er sich der Literatur und dem eigenen literarischen Oeuvre verpflichtet fühlte, einen Namen machte er sich insbesondere durch seinen investigativen Journalismus und seine Reportagen. Darin fängt er eine von enormen politischen Turbulenzen, wachsender ideologischer Polarisierung und Gewalt geprägte Zeit eindrucksvoll ein. "Reportage als Kunstform und Kampfform" lautete der Titel seines Referats beim 1. Internationalen Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur in Paris 1935. Als rasender Reporter ging er in die Geschichte ein. In seinem Traum von einer absoluten Wahrheit war allerdings auch er - wie so viele andere Intellektuelle seiner Zeit - bereit, zugunsten der Ideologie die Augen vor der Realität zu verschließen. Er starb vor 70 Jahren in Prag.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Suzuki-Methode

Eine musikalische Früherziehungsmethode aus Japan (2). Gestaltung: Franziska Dorau Anfang der 1930er Jahre sollte der japanische Musikpädagoge Shinichi Suzuki erstmals einen sehr jungen - genauer gesagt, einen 4-jährigen - Geigenschüler unterrichten. Er machte sich Gedanken über die Lernfähigkeit von kleinen Kindern und hatte plötzlich eine Eingebung: "Alle japanischen Kinder sprechen perfekt japanisch!" Selbst jene, die in Regionen aufwachsen, in welchen schwierige Dialekte gesprochen werden, die ein erwachsener Japaner aus einer anderen Region kaum lernen könnte, beherrschen ihr Idiom mühelos. Warum? Weil die Methode, nach der ihnen Japanisch beigebracht wurde, offenbar die richtige war. Er entwickelte also eine musikalische Früherziehungs-Methode, die an den Erwerb der Muttersprache angelehnt ist und auf dem Prinzip beruht, dass Kinder unweigerlich von ihrer Umgebung lernen. Das bedeutet, dass das Kind täglich und mit ständigen Wiederholungen an die Musik herangeführt wird. Und dass der Unterricht im Idealfall schon vor dem dritten Geburtstag beginnt - in jenem Zeitraum also, in dem Kinder das absolute Gehör, mit dem alle Menschen geboren werden, noch nicht verloren haben. In den ersten Jahren musizieren die Kinder ausschließlich nach dem Gehör, dann erst kommen Notenlesen und Theorie dazu - so wie ein Kind fließend sprechen lernt, lange bevor es lesen lernt. Bei seiner heute als "Talent Education" bekannten Früherziehungsmethode, sagte Shinichi Suzuki, gehe es nicht darum, Kinder zu Profimusikern zu erziehen, sondern ihrer Begabung und Lebensfreude Raum zu geben. Es gehe um Bildung ohne Kalkül; ohne Hintergedanken daran, das Kind, zu etwas "Besonderem", womöglich zu etwas "Profitablem" zu machen. Die Frage, ob ein Kind eine musikalische "Prädisposition" habe, sagt er, sei per se schon falsch. Denn Talent muss entwickelt werden. Und kann bei jedem Kind entwickelt werden.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Nadja Kayali. Antonin Dvorak: Streichquinett Es-Dur op. 97 (L'Archibudelli) Auf der Suche nach einem Sommerdomizil fand Antonin Dvoraks Adlatus einen kleinen Ort im Bundesstaat Iowa, der durch und durch tschechisch war. Dvorak war begeistert und ließ sich sofort inspirieren. In Spilleville entstand nicht nur das "amerikanische" Streichquartett, sondern auch ein Streichquintett, in dem ebenso wie im berühmten Schwesternwerk Dvoraks amerikanische Erfahrungen verarbeitet wurden.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Begegnung am Fünfundzwanzigsten". Von Christine Brückner. Es liest Andrea Clausen. Gestaltung: Stefanie Zussner "Messen Sie einer Begegnung am Fünfundzwanzigsten die notwendige Bedeutung zu", steht im Horoskop einer Illustrierten. Sie war - vom Regen überrascht - in ein kleines Café eingekehrt und verkürzte sich die Wartezeit mit der Lektüre von Zeitschriften. Später will sie in den Lesesaal der Bibliothek, um dort zu arbeiten und einen Mann erstmals zu treffen. Eine ältere, anscheinend einsame Dame setzt sich an ihren Tisch und beginnt das Gespräch ... Gleich ihr erster Roman "Ehe die Spuren vergehen" (1954) wurde ein so großer Erfolg, dass Christine Brückner (geboren 1921) als freie Schriftstellerin leben konnte. Die Romane "Jauche und Levkojen", "Nirgendwo ist Poenichen" und "Die Quints", zur sogenannten Poenichen-Trilogie gehörend, waren Christine Brückners erfolgreichste Romane und wurden für das Fernsehen verfilmt. Die unterhaltsame Behandlung elementarer menschlicher Themen - insbesondere aus der Frauenperspektive - war Brückners zentrales Anliegen. Ihren Erfolg als Theaterautorin begründeten die Monologe "Wenn du geredet hättest, Desdemona. Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen" (1983). Sie gehörten zu den meistgespielten zeitgenössischen Theaterstücken. Christine Brückner verstarb 1996 in Kassel.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Daniela Knaller. Tanz ist nicht nur Bewegung zu Musik. Tanz ist Leidenschaft und pure Lebenslust. Das passt ideal zur klassischen Band SPARK, die weltweit auf den verschiedensten Bühnen die Funken sprühen lässt und nun zum Tanz aufspielt! Im Jahr 2011 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, hat sich die seit zehn Jahren bestehende Formation einen festen Platz an der Spitze der jungen kreativen Klassikszene erspielt. Im Kern klassisch, nach außen eigenwillig, neugierig und unangepasst, schlagen die fünf Musiker Brücken zwischen Klassik, Minimal Music und Avantgarde. "On the Dancefloor" präsentiert Tanzmusik klassischer Meister sowie moderne Werke. Darauf gibt es Musik von W.A. Mozart, Maurice Ravel, Max Reger, Cole Porter, Sebastian Bartmann, Michael Nyman u.a.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

hr-Sinfonieorchester, Dirigent: Aziz Shokhakimov; Behzod Abduraimov, Klavier; Jürgen Ellensohn, Trompete. Suleiman Yudakov: Choresmischer Festumzug * Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streicher Nr. 1 c-Moll op. 35 * Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100 (aufgenommen am 16. Februar in der Alten Oper Frankfurt). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

"Ich bin heute froh aufgestanden" Schreibwerkstatt mit jungen afghanischen Flüchtlingen. Vor zwei Jahren hat die Grazer Kulturinitiative "uniT" mit dem "Kunstlabor Graz" begonnen, einer Basisbildung für Jugendliche und junge Erwachsene. Täglich vier Stunden lang werden hauptsächlich afghanische Flüchtlinge in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Medienbildung unterrichtet. Die Autorin Katerina Cerna leitet den Deutschkurs. Statt Frontalunterricht gestaltet sie allwöchentlich eine Schreibwerkstatt. Ihr Ziel ist es, bei den jungen Männern einen freien Schreibfluss anzuregen. Die Vorbereitung auf den geplanten Pflichtschulabschluss geht so ganz nebenbei. Gestaltung: Jonathan Scheucher Wort der Woche: Lothar Bodingbauer Moment-Echo: Tanja Rogaunig


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Mutter Erde: Wie aus Körnern Brot wird. Rudi diskutiert mit Tony. Der Terrier behauptet, dass Brot am Affenbrotbaum wächst und Zweibeiner das einfach pflücken. Der Radiohund schüttelt den Kopf. Er weiß, dass Brot irgendwie aus Körnern gemacht wird. Allerdings ist er sich nicht ganz sicher, wo diese Körner herkommen und wieviele Körner man für ein Butterbrot braucht? Deshalb besucht Rudi die Bäuerin Brigitte Obernhumer. Sie bäckt jeden Freitag Brot auf ihrem Hof und kann ihm sicher weiterhelfen. Brigitte Obernhumer: " Ich mache mein eigenes Brot. Das mache ich aus den Körner, die der Bauer auf die Äcker sät. Diese Korn wird dann gemahlen und aus dem Mehl wird Brot gebacken." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft

Unter anderem mit dem Beitrag: Zwischen Genuss und Verantwortung Immer mehr Menschen machen sich bewusst Gedanken darüber, wie sie sich ernähren, nicht nur aus gesundheitlichen sondern auch aus ethischen, mitunter auch religiösen Gründen. Kritisch hinterfragen sie den verschwenderischen Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen, vor allem das Phänomen der Massentierhaltung lehnen viele Konsumentinnen und Konsumenten ab. Neue Ernährungsmodelle, darunter solche, die auf Fleisch völlig verzichten, finden mehr und mehr Anhängerinnen und Anhänger. In Österreich verzichten neuesten Studien zufolge bereits 10 Prozent der Bevölkerung auf den Konsum von Fleisch. Was sagen die Weltreligionen zum Umgang mit der Umwelt und welche religiös-ethischen Überlegungen spielen in die Mahlzeitengestaltung mit hinein? Die Praxis zum ORF-Schwerpunkt "Mutter Erde - Schau, wo dein Essen herkommt!" geht diesen Fragen nach. - Gestaltung: Judith Fürst


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1942 - Serbenhalle Die Werkshalle am Stadtrand von Wiener Neustadt wirkt unscheinbar - trotz der riesigen Dimensionen von 300 Metern Länge, 70 Metern Breite und 30 Metern Höhe. Kaum bekannt ist die Geschichte des Bauwerks. Für die Produktion von Rüstungsgütern wurde die Halle im serbischen Kraljewo (daher die Bezeichnung "Serbenhalle") 1942 abmontiert und nach Wiener Neustadt transportiert, um dort auf dem Gelände der Raxwerke aufgebaut zu werden. Schon für diese Arbeiten wurden KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter eingesetzt. Der Serbenhalle angeschlossen war ein "Außenlager" des KZ Mauthausen, in dem etwa 1.000 Häftlinge an der Produktion von V2-Raketen arbeiten mussten - das waren über 90 Prozent der gesamten Belegschaft. 1943 und 1944 wurden große Teile der Raxwerke bombardiert und zerstört - die "Serbenhalle" überdauerte die Luftangriffe und wird heute als Lager genützt. Architekten: unbekannt Errichtung: 1942 Adresse: 2700 Wiener Neustadt, Werftgasse 1


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Abschiede, Aufbrüche - Das neue Soloalbum von Elina Duni "Partir" In neun Sprachen und Dialekten werden existentielle Themen wie Landschaften vor uns ausgebreitet. Und das - so scheint es - in Schwarzweiß. Auf die Essenz des eigenen Musizierens reduziert, begleitet sich die albanische Musikerin und Sängerin Elina Duni ausschließlich selbst - entweder am Klavier, mit der Gitarre oder schlicht nur mit der Rahmentrommel oder noch schlichter: sie singt a capella. Das evoziert mitunter karge Schönheit, intensive Schlichtheit, aber auch eine Art Pathos, das man mögen muss, um es zu schätzen.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Alltag und Kultur im Biedermaier zwischen 1815 und 1848. Mit Ernst Bruckmüller, emeritierter Professor am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Nach dem Wiener Kongress 1814/15 und der Restauration der politischen Verhältnisse zieht sich das Bürgertum - den überwachungsstaatlichen Tendenzen der Ära Metternich geschuldet - ins Häusliche zurück, das Politische tritt zurück, das Häusliche wird zum Ort des Rückzugs. Familiäre Vergnügen rücken ins Zentrum des Alltagslebens. Erstmals wird der Kindererziehung besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit aufwändigem Kinderspielzeug, eigenen Kinderbüchern und Hauslehrern streben die wohlhabenden Bürgerfamilien nach dem neuen Idealbild einer glücklichen Kindheit. Hier liegen die Wurzeln vom Bild der glänzenden Kinderaugen vor dem Weihnachtsbaum und der sonntäglichen Familienausflüge. Außer Haus werden Bälle besucht, Kaffeehaus- und Konzertbesuche genossen, und Salonabende abgehalten. Von Politik und Wirtschaftsfragen hält man sich fern. Biedermaier-Tendenzen sind in ganz Mitteleuropa zu erkennen, doch in Wien nehmen sie durch die Repressionen von Fürst Metternich besonders starke Ausmaße an. Dafür erreichte die Kunst und Kultur in jener Zeit eine neue Hochform: Franz Grillparzer, Johann Nestroy, Ferdinand Raimund und Emanuel Schikaneder dichteten, Ludwig van Beethoven, Franz Liszt, und Franz Schubert musizierten, und Ferdinand Georg Waldmüller zählt bis heute zu den berühmtesten Malern seiner Zeit.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama Mittwochsrunde


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Eine Fußnote zum Österreichischen Zeitgeschichtetag Von Tanja Malle Im Fokus des Gedenk- und Erinnerungsjahrs 2018 stehen gleich mehrere historische Umbrüche. Darunter: Das Ende der Monarchie im Jahr 1918, der Untergang der Ersten Republik 1933 und die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1938. Am Österreichischen Zeitgeschichtetag, der alle zwei Jahre stattfindet, wird danach gefragt, von welcher Bedeutung diese Umbrüche für die Gegenwart sind und wie heute damit umgegangen wird, in der Forschung, in der Schule, in der Politik, an Gedenkstätten und in Museen. Etwa im Haus der Geschichte Österreich, das im November am Wiener Heldenplatz eröffnet werden soll, oder in der Österreich-Ausstellung in der KZ Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, die derzeit neu gestaltet wird. Was die Auseinandersetzung mit Geschichte für die Bewältigung von gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen leisten kann, ist ebenfalls Gegenstand der Tagung.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. 50 Jahre Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis der Kunstuniversität Graz. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Institutes für Alte Musik und Aufführungspraxis an der Kunstuniversität Graz meldet sich "Alte Musik - neu interpretiert" diesmal live aus der Aula der TU in Graz. Die Hauptaufgabe des Instituts ist die Erforschung und Erschließung Alter Musik und ihrer jeweiligen Aufführungstradition bzw. Spielpraxis. Der Institutsvorstand Universitätsprofessor Klaus Hubmann sowie Lehrende des Institutes 15 werden über ihr umfangreiches Arbeitsspektrum erzählen und Studierende werden in diversen Besetzungen musikalische Preziosen aus dem reichhaltigen Schatz der sogenannten "Alten Musik" live zum Klingen bringen.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Der Prager Frühling 1968 und sein Ende Gestaltung: Martin Haidinger Im Frühjahr 1968 versuchten mutige Reformkräfte in der Tschechoslowakei das herrschende kommunistische System zu demokratisieren - mit großem Zuspruch in der Bevölkerung! Denn die Mehrheit der Menschen in der CSSR dürfte laut Erhebungen zwar für die Beibehaltung des Sozialismus im Land gewesen sein, aber nicht in der damals herrschenden poststalinistischen Variante. Alexander Dubcek, KP-Generalsekretär und Führungsfigur der Bewegung, leitete eine Liberalisierung ein, die vom großen Bruder Sowjetunion allerdings als "konterrevolutionär" eingestuft wurde. Gemeinsam mit den kommunistischen Satellitenstaaten Ungarn, Polen und Bulgarien marschierte die UdSSR im Sommer 1968 mit einer halben Million Soldaten in der CSSR ein, und beendete das demokratische Projekt gewaltsam. Alleine ins Nachbarland Österreich flüchteten danach 162.000 Menschen. Der "Prager Frühling" vor 50 Jahren war nicht nur das Ringen um einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz", sondern auch ein Aufbäumen von Tschechen und Slowaken gegen den sowjetischen Panzerkommunismus. Das rote Bündnis, der "Warschauer Pakt", wurde zusehends durch Waffengewalt zusammengeschweißt, während sich im Westen immer mehr kommunistischen Parteien von der Interventionspolitik der Sowjetunion zugunsten eines "Eurokommunismus" lossagten. Wie beurteilen der Berliner Stalinismusexperte Jörg Baberowski, die Juristin und neue tschechische Botschafterin in Wien Ivana Cervenková, und andere Historiker die Bedeutung des "Prager Frühlings" für die europäische Zeitgeschichte? Ein Salzburger Nachtstudio von Martin Haidinger über die Ereignisse vor 50 Jahren, deren Einordnung in die außen- und interventionspolitische Strategie der Sowjetunion im Kalten Krieg, die Rolle Österreichs, und die Auswirkungen des "Roten Experiments" auf die Tschechen und Slowaken von heute.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Wie Phönix aus der Asche. New Orleans - Stadt der Widersprüche (2). Gestaltung: Ute Maurböck Der rasende Reporter. Egon Erwin Kisch und seine journalistischen Abenteuer (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Die Suzuki-Methode. Eine musikalische Früherziehungsmethode aus Japan (2). Gestaltung: Franziska Dorau


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Susanna Niedermayr Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das diesjährige Hyperreality Festival im Rahmen der Wiener Festwochen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten