Jetzt läuft auf Ö1:

Mittagsjournal

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Watzlawick reloaded". Anlässlich des 10. Todesstages von Paul Watzlawick bearbeitet der Sozialarbeiter und Politikwissenschafter Roland Fürst das Leben von Paul Watzlawick und seine fünf Axiome und verknüpft diese mit Phänomenen wie der postfaktischen Kommunikation. Gestaltung: Alexandra Mantler "Man kann nicht nicht kommunizieren", lautet das erste der fünf Axiome der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick. Heuer jährt sich zum zehnten Mal der Todestag des österreichischen Pioniers der Kommunikationstheorie. Der gebürtige Kärntner Watzlawick war Psychotherapeut, Konstruktivist, Philosoph und Bestsellerautor und beeinflusste so Generationen. "Auch zehn Jahre nach seinem Tod sind seine Arbeiten aktueller denn je. In vielen Berufszweigen sind seine Konzepte nach wie vor Grundlage und Basiswissen", erklärt Roland Fürst. Roland Fürst ist Departmentleiter für Soziales an der Fachhochschule Burgenland und war im Vorjahr Mitveranstalter des ersten weltweiten Paul Watzlawick Symposiums. Der Sozialwissenschafter arbeitet gerade an der Herausgabe einer Publikation unter dem Titel "Watzlawick 4.0 reloaded", die im Herbst 2017 erscheinen soll. In seinen "Gedanken für den Tag" bearbeitet er das Leben von Paul Watzlawick und seine fünf Axiome und verknüpft diese mit Phänomenen wie der postfaktischen Kommunikation.


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Sommerreprisen "So reiß ich meine Erde auf, schmelze zusammen, lasse glühen und hoffe, der Einsamkeit durch die Realisierung von Träumen und Kontakten zu entgehen", schrieb der 1970 verstorbene Keramikkünstler Kurt Ohnsorg. 1927 im niederösterreichischen Sigmundsherberg geboren, war er ein Pionier der modernen Keramik. Es ging ihm um eine - auf diesem Gebiet nie dagewesene - elementare Ästhetik. Um handwerklich Gefertigtes, dem es erlaubt ist, so zu sein, als ob es wie ein Vulkan aus der Natur herausgebrochen wäre. Gewaltig und roh mit aufgerissenen rauen Oberflächen, im provokanten Gegensatz zu monotoner, glänzender Keramik. Das zentrale Thema Kurt Ohnsorgs war die Auseinandersetzung mit dem Gefäß, mit der Formfindung als Weltfindung. 2010 schrieb Elfriede Jelinek über Ohnsorgs Arbeit unter anderem: "Sollen wir das aus diesen Werken erfahren, dass sie das, was sie sind, nie eigentlich sein werden, indem man sie benutzt als das, was sie sein können oder sein sollen, und sind sie das nicht mehr, weil sie jederzeit an ihr Ende kommen könnten, vergänglich, wie sie sind?" In diesem Jahr wäre Kurt Ohnsorg 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ist in der Bibliothek der Provinz das Kurt Ohnsorg Werkverzeichnis "Keramik aus Leidenschaft" erschienen. Zusammengestellt vom Journalisten Reinhard Linke und dem Direktor des Landesmuseums Niederösterreich Carl Aigner. Der reich bebilderte Hochglanz-Band in Großformat gibt anhand zahlreicher Interviews mit Wegbegleitern auch einen Eindruck von der Persönlichkeit Kurt Ohnsorg.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Gerhard Krammer. Eine kleine Fantasiereise auf den Flügeln des Schmetterlings, des Klaviers und des (Jazz-)Gesanges.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Ein Hotspot der Artenvielfalt. Mit dem Biologen Alexander Maringer in einer steilen Lawinenrinne im Nationalpark Gesäuse. Teil 1: Der Lawinenwinter als Basis eines sommerlichen Artenreichtums. Gestaltung: Wolfgang Bauer Lawinenabgänge werden meistens als Naturkatastrophen betrachtet, Lawinenrinnen als Bahnen für die gefährlichen Schneemassen gesehen. Doch so manche Steilrinne, die im Winter als lawinengefährlich gilt, entpuppt sich im Sommer als Hotspot für eine artenreiche Fauna und Flora. So verhält es sich zum Beispiel mit dem Kalktal bei Hieflau am Ostrand des Nationalparks Gesäuse. Diese Steilrinne auf der Südseite des Tamischbachturms (2035 m) war bereits mehrmals Schauplatz großer Schadenslawinen. Daher schützt seit Jahrzehnten eine Lawinengalerie in der Nähe des Bahnhofs Hieflau die Geleise der Eisenbahn und die Gesäuse-Bundesstraße vor etwaigen Schneemassen aus dem Kalktal. Weiter oben zählt diese Steilrinne jedoch zu den artenreichsten Gebieten im Nationalpark Gesäuse. So stellt das Kalktal zum Beispiel eine wahre Oase für Schmetterlinge dar. An die 700 Schmetterlingsarten wurden dort festgestellt - was unter anderem am günstigen Mikroklima in der Rinne liegt. Sie ist nach Süden ausgerichtet und bietet überaus warme Bedingungen. Ein Höhenunterschied von 1500 Höhenmetern vom Gipfelbereich des Tamischbachturms bis hinunter zur Enns - und das auf kürzester Distanz - ermöglicht den Schmetterlingen an schönen Sommertagen ein problemloses Driften mit der Thermik von unten nach oben. Fallwinde wiederum können den seltenen Apollofalter, den Birkenspanner oder den Brombeerspinner in kürzester Zeit nach unten verschleppen. Reptilien wie Kreuzottern, Schlingnattern oder Heuschrecken - wie die akustisch interessante Schnarrschrecke - haben sich an das Leben in der Steilheit bestens angepasst. Angepasst sind auch die Legbuchen an den Rändern der Lawinenrinne. Während die Rinne selbst durch die häufigen Lawinenabgänge praktisch ohne Bäume ist, können die Buchen am Rande den Lawinenabgängen und dem Schneedruck standhalten, indem sie die Äste talwärts "legen". Wie es auch die Legföhren machen, die man als "Latschen" kennt. Da - wie bereits erwähnt - im Bereich der Enns die Infrastruktur durch technische Vorkehrungen vor Lawinen geschützt ist, können sich in der Lawinenrinne selbst die Naturprozesse ungestört entfalten - was die Artenvielfalt in der Rinne begünstigt.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Verdinglichung des Menschen

Kapitalismus und Gewalt (1). Gestaltung: Dorothee Frank Eine somalische Mutter und ihre zwei Babies werden an der ägyptischen Mittelmeerküste tot aufgefunden. Mit aufgeschnittenen und wieder zugenähten Oberkörpern ... Manchmal befördern Schlepper auch Flüchtlinge, die den horrenden Preis für die Überfahrt nicht zahlen können, und verkaufen sie dann an Organhändler. Die im Netz kursierenden Fotos der somalischen Opfer waren für Dorothee Frank der Anlass, den vielfältigen Zusammenhängen zwischen der Praxis kapitalistischer Ökonomie und Gewalt in allen Formen - auch den nicht so offensichtlichen - auf den Grund zu gehen. Wo soziale Hierachien keinen regionalen Spielregeln mehr unterworfen sind, wo ethische Verantwortlichkeit in der Anonymität globaler Wirtschaftsnetzwerke versickert, da werden immer größere Gruppen aus einem menschenwürdigen Leben ausgegrenzt. Die Verdinglichung von Menschen beginnt bei der Disziplinierung von Bürgern in reichen Staaten durch ein immer rigideres Sicherheitsregime - und endet, wie für die somalische Familie, auf der Mülldeponie derer, von denen kein Profit mehr zu holen ist.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Schlange und Mensch

Geschichte einer ambivalenten Beziehung (1). Gestaltung: Renate Pliem Die Schlange fasziniert und verängstigt zugleich: In vielen Kulturen wird sie als mächtige Beschützerin gesehen, im Christentum ist sie der Inbegriff des Bösen, der Verführung. Eine Natter umwindet den Wanderstab des griechischen Gottes Asklepios und wird so zum Symbol für Heilkunst. Eine Giftschlange bringt der ägyptischen Königin Kleopatra den Tod. Auch sprachliche Assoziationen sind vielschichtig: "Mit gespaltener Zunge sprechen", "falsch wie eine Schlange sein" evoziert Unaufrichtigkeit. Andererseits erscheint der Buchstabe S in Schlangenform und ahmt lautmalerisch den Zischlaut der Bodenbewohnerin nach. Bei vielen Menschen lösen Schlangen Unbehagen, Furcht und Ekel aus. Und das, obwohl die Tiere von Natur aus menschenscheu sind und die Gelegenheit, von einer Schlange gebissen zu werden, selten ist. Woher kommt diese Phobie? Ist es eine Urangst, die angeboren ist? Oder wird die Ablehnung durch tradierte Bilder und Vorurteile genährt? Renate Pliem sucht nach jahrtausendealten Schlangenmythen und vergleicht sie mit der Biologie der faszinierenden Tiere, die einen wichtigen Platz im Ökosystem einnehmen.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - 20 Jahre Anokha

Breakbeats und Utopien (1). Gestaltung: Paul Lohberger Im Juni 1997 erschien der Sampler "Anokha - Soundz of the Asian Underground". Diese Zusammenstellung ist ein Zeitdokument aus einer damals sehr lebendigen Unterabteilung der Londoner Szene, darüber hinaus sind mit dieser Musik viele Ideen verbunden, die heute utopisch wirken. Zusammengestellt wurde "Anokha" von Talvin Singh, einem Engländer mit indischen Wurzeln, der als Clubbetreiber und Musiker eine Londoner Szenefigur geworden war. Nun präsentierte Talvin Singh zwölf Titel, die Elemente klassischer indischer Musik mit elektronischer Clubmusik verbanden, im Kontext der aktuellen Formen von Dub/Jungle/Drum Bass und nach dem Vorbild von Ninja Tune und Metalheadz im engeren Sinn. In dieser Musik, in dieser Szene schien das globale Dorf bereits Wirklichkeit geworden. Denn nicht nur der Sound ließ sich elektronisch verbinden, auch das Internet entfaltete seine Wirkung und bot Anlass für positive Perspektiven. Nach dem Ende der großen Blöcke 1989 schien sich nun die ganze Welt zu verbinden. Freilich war Clubcommunity, von der hier die Rede ist, eine polyglotte und intellektuelle Avantgarde. Dies war kein lokales Phänomen in London: In Frankreich gab es die Buddha Bar, in New York Turntables On The Hudson. Indische und orientalische Klänge verbanden sich mit eleganter Elektronik. Multikulturelle Urbanität erschien als vielschichtige, jedenfalls positive Vision, die es heute noch in Yoga-Studios zu hören gibt. Als Anfang der 2000er Jahre Berlin tonangebend wurde, wurde Minimal Techno zum dominierenden Stil und der Soundpool der Clubmusik kleiner.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. "Mein A - mein E" - Hugo von Montfort und seine eheliche Minnelyrik Er war ein durchsetzungsfähiger Politiker in seinen Vorarlbergischen Stammlanden ebenso wie in der Steiermark. Er konnte es sich leisten, seine Gedichte und Lieder in einer Prachthandschrift verewigen zu lassen. Und er gibt zu, dass er nur Dichter und nicht Komponist seiner Lieder ist. Vor allem aber ist er der liebende Ehemann, der seiner Gattin gereimte und klingende Liebesbriefe schreibt.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Literarisches Österreich: Tirol. "Im Alphabet der Häuser. Roman einer Stadt". Von Christoph W. Bauer. Es liest: Michael Dangl. Gestaltung: Edith-Ulla Gasser Häuser sind nicht nur die steinernen Zeugen einer Zeit, sie sind auch die Zeit selbst. Sie berichten von Schicksalen und Persönlichkeiten, von den großen Ereignissen der Weltgeschichte und den kleinen eines unscheinbaren Lebens. Nicht zuletzt erzählen Häuser auch von der Endlichkeit ihrer Bewohner/innen. Häuser sind Bücher, in denen das Ferne nahe rückt. In ihnen zu blättern heißt, sich selbst zu begegnen. Christoph W. Bauer erzählt auf literarische Weise die Geschichte Innsbrucks anhand der Geschichte seiner Häuser. Christoph W. Bauer wurde 1968 in Kärnten geboren und ist in Tirol aufgewachsen. Er ist Autor von Lyrik, Prosa, Essays, Hörspielen und literarischen Übersetzungen, und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis, dem Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb oder dem Kärntner Lyrikpreis


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Konzert mit Mariana Flores in Innsbruck 2. Tanz im Wiener Akademietheater 3. Klarinette trifft Gesang in Millstatt Konzert mit Mariana Flores in Innsbruck Am 1. August tritt die argentinische Opernsängerin Mariana Flores mit der Cappella Mediterranea im Schloss Ambras in Innsbruck auf. Der Abend läuft unter dem Titel "Spiegelbild der Liebe". Auf dem Programm stehen Werke von Claudio Monteverdi, Antonia Bembo, Francesco Cavalli und Barbara Strozzi. Tanz im Wiener Akademietheater Am 31. Juli treten im Wiener Akademietheater Koffi Koko und Floros Floridis auf: der eine ist eine unbestrittene Größe im Tanz, der andere in der Musik. Koffi Koko ist Choreograf und Voodoo-Priester aus Benin, Floros Floridis ein Freejazzer aus Griechenland. Wenn sie vor Publikum zusammenkommen, um einander künstlerisch zu überraschen, dann steht ein Ausnahme-Ereignis ins Haus: Nächsten Montag ist es dann soweit, wenn die österreichische Erstaufführung ihres Stückes "Think About?" im Wiener Akademietheater über die Bühne geht. Klarinette trifft Gesang in Millstatt Zu den Musikwochen Millstatt, die derzeit im historischen Ambiente des Stiftes und der Stiftskirche Millstatt stattfinden. Präsentiert werden sowohl groß besetzte geistliche und weltliche Chor- und Orchesterwerke als auch bedeutende Kammermusikwerke aus sämtlichen Epochen der Musikgeschichte. Übermorgen heißt es in der Stiftskirche: Klarinette trifft Gesang. Die Austrian Clarinets treten unter der Leitung von Friedrich Pfatschbacher mit der Sängerin Birgit Pfatschbacher auf. Interpretiert werden Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvorak und Astor Piazzolla. Konzertbeginn ist um 20 Uhr 15.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Helmut Jasbar. Die 1988 in Luxemburg geborene Pianistin Sabine Weyer ist schon seit ihrer Debut-CD mit Werken von Rameau und Debussy auf dem Radar der Klavierenthusiasten aufgetaucht. Ihr Stil, der von einer sehr akzentuierten Rhythmik geprägt ist, kommt bei ihrer neuen Aufnahme mit zwei Konzerten von JS Bach für Klavier und Orchester - mit der Berliner Camerata - sehr gut zur Geltung. Für den zweiten Teil des Albums hat sie klug Felix Mendelssohns Doppelkonzert für Violine, Klavier und Streicher ausgewählt. Speziell diese selten gehörte Stück, bei der Olga Pak den Geigenpart übernommen hat, ist ein Gustostückerl dieses Sommers.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Vom Glück, eine Frauenfußballmannschaft zu haben. Und von der Krux. Gäste: Olga Hutter, Fußballerin und Trainerin, Gabriele Frimberger, Kuratorin des Filmprogramms im EM-Quartier im Wiener WUK. Moderation: Kristin Gruber. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich: 0800 22 69 79 Derzeit läuft die Frauenfußball-Europameisterschaft in den Niederlanden. Das österreichische Team hat sich erstmals qualifiziert, die EM eröffnet und überraschend gegen die Schweiz gewonnen. Das Team ist als klarer Außenseiter in diese Meisterschaft gegangen: Die Spielerinnen sind im Durchschnitt 23,2 Jahre alt und damit die jüngste Mannschaft im Bewerb; außerdem auf Platz 24 der Rangliste liegend und damit das am schlechtesten platzierte Team bei dieser EM. Zu Gast bei Kristin Gruber in Punkt eins sind Olga Hutter und Gabriele Frimberger. Olga Hutter wurde 1958 in Zvolen geboren, war als Fußballerin im Nationalteam der CSSR, der CSFR und später der Slowakei. In Wien spielte sie für den USC Landhaus, begann dort auch ihre Karriere als Trainerin und gewann mit ihrer Mannschaft einen Cup-Sieg und zwei österreichische Staatsmeisterschaften. Sie war über Jahre Co-Trainerin der österreichischen Frauen-Nationalmannschaft und trainierte zuletzt - von 2004 bis 2010 - den erfolgreichsten Frauenfußballverein Österreichs, den SV Neulengbach, mit dem sie sich mehrfach unter Europas 16 beste Mannschaften reihte. So viele Public-Viewing-Möglichkeiten wie in diesem Jahr hat es für eine Frauenfußball-EM in Österreich noch nie gegeben. Eine davon ist das EM-Quartier im Wiener WUK. Abgesehen von den Live-Übertragungen der Spiele wurde von Gabriele Frimberger - Festivalleiterin der FrauenFilmTage - ein Filmprogramm kuratiert, darunter Spielfilme, Kunstfilme und Dokumentationen, in denen Flüchtlingsmädchen in Beirut kicken, Grannies im südafrikanischen Limpopo oder die bekannteste spanische Spielerin Verónica "Vero" Boquete, die - so heißt es im Ankündigungstext - "aus einem Land" kommt, "das Frauenfußball nicht akzeptierte". Mit Kristin Gruber und unseren Hörer/innen sprechen Gabi Frimberger und Olga Hutter über die Welt des Frauenfußballs - von 1958 bis heute, vom Libanon bis ins Gymnasium in der Billrothstrasse. Verfolgen Sie die EM? Sind Sie Fußballspielerin? Ist es notwendig oder überflüssig über den Unterschied zwischen Männer- und Frauenfußball zu reden? Die Redaktion freut sich über Fragen und Gedanken zum Thema: Sie erreichen uns per Mail an punkteins(at)orf.at oder live während der Sendung unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Ensemble Nevermind. Werke von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann (aufgenommen am 1. Juli im Flagey in Brüssel im Rahmen des "Festival de Wallonie 2017"). Präsentation: Jörg Duit


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Die Hagelflieger. Ein gewittriger Lokalaugenschein Im niederösterreichischen Weinbaugebiet Krems-Langenlois versucht ein Verein seit vierzig Jahren, mit Kleinflugzeugen vorm drohenden Hagel zu schützen. Die Piloten fliegen Gewitterzellen an und "impfen" sie mit Silberjodid. Auf diese Weise sollen sich statt großen nur kleine Hagelkörner bilden, die bestenfalls als schwere Tropfen am Erdboden aufkommen. Die umstrittene Methode wird auch in der Steiermark angewandt, eine einheitliche Organisation oder Finanzierung existiert nicht. Gestaltung: Johanna Steiner Randnotizen: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Von wegen! Wie die Donau zu ihrer Farbe kommt - und was das mit dem Sandstrand zu tun hat. Vergangene Woche war Rudi tatsächlich auf Urlaub. Der Tonmeister hat unseren Radiohund an die Donau mitgenommen und Rudi, nicht faul, hat von dort Selfies aus Tönen verschickt - vom Zille-Fahren und dem Donauwassergurgeln. Etwas hat Rudis Urlaub allerdings getrübt: Das trübe Wasser der Donau. Soll die nicht eigentlich blau sein? Ein ganzes Lied handelt doch davon! Und dann das: die Donau ist braun. Wie kommt das? War sie einmal blau und ist es jetzt nicht mehr? Der Radiohund besucht den Wasserbauprofessor Helmut Habersack, der ihm erzählt, dass die Donau wie ein Chamäleon ist und dass die Farbe ihres Wassers etwas mit dem Sandstrand am Schwarzen Meer zu tun hat. Helmut Habersack: "Es geht nicht darum, ob die Donau einmal blau war. Sie kann blau sein, zum Beispiel, wenn sich der blaue Himmel im Wasser spiegelt. Aber sie ist selten rein blau, wie du auch gesehen hast. Die Farbe ist geprägt von den Einflüssen." Rudi: "Von welchen Einflüssen? Von Flüssen, die in die Donau hineinfließen?" Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Zur kritischen Edition von Hitlers Propagandaschrift Die Zeithistorikerin Rosemarie Burgstaller diskutiert mit Othmar Plöckinger, Historiker, Salzburg und Winfried Garscha, Historiker, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Aufzeichnung aus dem Depot in der Wiener Breitegasse vom 24. Oktober 2016) Bearbeitung: Robert Weichinger Mit Ablauf des Jahres 2015 erlosch, 70 Jahre nach dem Tod des Autors, die Schutzdauer der Urheberrechte für das 2-bändige Buch "Mein Kampf". Seit 1945 bestand ein Publikationsverbot: Der Freistaat Bayern, d. h. das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, dem die Urheberrechte offiziell im Jahr 1965 übertragen worden waren, untersagte jeglichen Nachdruck. Ab 1. Jänner 2016 wurde dieser Text "gemeinfrei" - so der Terminus - und es theoretisch für jeden möglich, ihn zu veröffentlichen. Beim Forschungs- und Publikationsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte in München ging es um eine umfassende, wissenschaftliche Gesamtaufarbeitung einer zentralen Quelle zum Nationalsozialismus, was nach ca. 3-jähriger Beschäftigung schließlich auf knapp 2.000 Seiten mehr als 3.700 Anmerkungen hervorbrachte. Mit dem Wahrnehmen dieses Mandats sollte auch anderen, weniger ambitionierten und einschlägigen Publikationsvorhaben zuvorgekommen werden.


16.55 Uhr

 

 

Das Ö1 Musiklexikon

Csakan mit Helmut Schaller Redaktion: Irene Suchy und Hans Georg Nicklaus


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Das achte Wiener Popfest Das Wiener Popfest hat sich zu einer etablierten Institution entwickelt. Für die Auswahl der Acts ist ein Kuratorenpaar zuständig - für jeweils eine Ausgabe. So ist für einen abwechslungsreichen Blick auf die blühende heimische Popszene gesorgt. Heuer sind mit Eberhard Forcher (Austrozone, Ö3) und Punk-Expertin Ana Threat zwei - zumindest nach der Papierform - stilistisch besonders weit auseinanderliegende Szenegrößen mit dem Programm betraut worden. Ein Ausblick auf eine besonders bunte Popfest-Ausgabe.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Ein Strom wird gebändigt. Zur Geschichte der Wiener Donauregulierung. Mit Severin Hohensinner, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement an der Universität für Bodenkultur Wien. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Blickt man heute, etwa von der Reichsbrücke, auf den sehr geradlinigen Lauf der Wiener Donau, dann lässt sich kaum mehr etwas von der weit verzweigten und stets "wandernden" Auen- und Flusslandschaft erahnen, die es hier einmal gab und die jede Schiffsreise zu einem Abenteuer machte. Letzte verbliebene Zeugen dieser Zeit des alten Gewässernetzes sind der Donaukanal und die Alte Donau. Die zahlreichen Donauarme waren früher durchsetzt von Inseln. Die Menschen nutzten diese Insellandschaft bereits im Mittelalter intensiv. Man rodete das Holz, um Brenn- oder Bauholz zu gewinnen, oder nutzte die Inselflächen als Wiesen und Weiden. Auch die Versuche, die Donau zu bändigen, begannen früh: Bereits im 14. Jahrhundert wurde ein sogenannter "Wasserkünstler" namens Kaspar Hartneid aus Augsburg beauftragt, den "Wiener Arm", also den heutigen Donaukanal, mit einer Art Wasserpflug soweit auszutiefen, dass auch große Schiffe bis zur Stadt fahren konnten - das Vorhaben scheiterte allerdings. Erst mit der Donauregulierung zwischen 1870 und 1875 konnten nachhaltige Erfolge für die Schifffahrt erzielt werden. Doch als Hochwasserschutz war auch diese Regulierung nicht geeignet: Beim großen Hochwasser, 1954, standen abermals angrenzende Bezirksteile Wiens an die Donau unter Wasser. Zwischen 1972 und 1988 folgte dann die sogenannte "Zweite Wiener Donauregulierung", im Zuge derer auch die Donauinsel entstand. Die heutige Freizeitoase ist also primär ein Produkt des Hochwasserschutzes.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Von einer echten Aufarbeitung ist Irland weit entfernt, wenn es um die Verbrechen der mächtigen katholischen Kirche geht. Es herrscht nach wie vor eine Kultur des Vergessens und Verdrängens, sagen Betroffene und Menschenrechtler. - Gestaltung: Thomas Kruchem Im März 2017 bestätigte Irlands Regierung: Katholische Nonnen hatten zwischen 1925 und 1961 bis zu 800 Kleinkinder in Klärgruben ihres Mutter-Kind-Heims im Städtchen Tuam "entsorgt". Fast alle Kinder waren an Unterernährung und heilbaren Krankheiten gestorben. Im strikt katholischen Irland jener Zeit mussten ledige Mütter in kirchlichen Heimen entbinden; nach einem Jahr wurden sie von ihren Babys getrennt. Hübsche Kinder verhökerten die Nonnen zur Adoption nach Amerika; auf die übriggebliebenen wartete ein Horror-Dasein. Heute schweigt die Kirche zu den Geschehnissen in Tuam und anderen Heimen, die seit 2015 von einer staatliche Kommission untersucht werden. Die Kommission jedoch arbeitet extrem langsam und unterwirft alles von ihr ausgewertete Material der Geheimhaltung.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Sozialreformer, Rebell und Dichter. Von Sonja Bettel Franz Michael Felder wurde 1839 als einziges überlebendes Kind von Kleinbauern in Schoppernau im Bregenzerwald geboren. Trotz kargen Lebens und schwerer Arbeit liest der Bub eifrig. Zeitungen und Bücher, verdächtige Medien für Kirche und Bauernstand, werden das Tor zur Welt. Felder beginnt die geistige Enge der Heimat, die Bevormundung der Kirche und die Unterdrückung durch die "Käsebarone" zu hinterfragen. Er gründet eine landwirtschaftliche Genossenschaft und eine Reformpartei, organsiert eine erste Dorfbücherei und einen Lesezirkel, arbeitet am Grimmschen Wörterbuch mit und wird Mitglied des Leipziger Germanistenclubs. Felder, der nicht einmal 30 Jahre alt wird, hält seine gesellschaftlichen Ideen in Form von Gedichten, Romanen und einer Biografie fest.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Andreas Felber. Neuigkeiten aus Minneapolis: "The Bad Plus" beim Jazzfestival Leibnitz 2016. Mit dem Programm "It's Hard" kehrt das im Jahr 2000 in Minneapolis gegründete Schlagzeug-Bass-Klavier-Trio "The Bad Plus" in gewisser Weise zum Anfang zurück: Sind Dave King, Reid Anderson und Ethan Iverson doch Anfang der Nullerjahre mit unorthodoxen, druckvollen Indie-Jazz-Bearbeitungen von Pop- und Rock-Hits bekannt geworden. Während sich die drei Herren in den vergangenen Jahren u.a. auch mit Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" beschäftigt haben, zeigten sie am 14. Oktober 2016 im Rahmen eines umjubelten Konzerts beim Jazzfestival Leibnitz, dass sie derlei nicht verlernt haben und präsentierten überraschungsreiche Versionen u.a. von Barry Manilows "Mandy" und dem Kraftwerk-Hit "The Robots".


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Julia Reuter Sommerserie, zweiter Teil Das bewegte Leben. Klassiker des 19. und 20. Jahrhunderts in Neuausgaben. Scholem Alejchem: Damals in Kasrilewke. Weitere Geschichten aus dem Schtetl, Marix Verlag (Übersetzung: Gernot Jonas) Antanas Skema: Das weiße Leintuch, Roman Guggolz Verlag (Übersetzung: Claudia Sinnig)



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Konzert mit Mariana Flores in Innsbruck 2. Tanz im Wiener Akademietheater 3. Klarinette trifft Gesang in Millstatt Konzert mit Mariana Flores in Innsbruck Am 1. August tritt die argentinische Opernsängerin Mariana Flores mit der Cappella Mediterranea im Schloss Ambras in Innsbruck auf. Der Abend läuft unter dem Titel "Spiegelbild der Liebe". Auf dem Programm stehen Werke von Claudio Monteverdi, Antonia Bembo, Francesco Cavalli und Barbara Strozzi. Tanz im Wiener Akademietheater Am 31. Juli treten im Wiener Akademietheater Koffi Koko und Floros Floridis auf: der eine ist eine unbestrittene Größe im Tanz, der andere in der Musik. Koffi Koko ist Choreograf und Voodoo-Priester aus Benin, Floros Floridis ein Freejazzer aus Griechenland. Wenn sie vor Publikum zusammenkommen, um einander künstlerisch zu überraschen, dann steht ein Ausnahme-Ereignis ins Haus: Nächsten Montag ist es dann soweit, wenn die österreichische Erstaufführung ihres Stückes "Think About?" im Wiener Akademietheater über die Bühne geht. Klarinette trifft Gesang in Millstatt Zu den Musikwochen Millstatt, die derzeit im historischen Ambiente des Stiftes und der Stiftskirche Millstatt stattfinden. Präsentiert werden sowohl groß besetzte geistliche und weltliche Chor- und Orchesterwerke als auch bedeutende Kammermusikwerke aus sämtlichen Epochen der Musikgeschichte. Übermorgen heißt es in der Stiftskirche: Klarinette trifft Gesang. Die Austrian Clarinets treten unter der Leitung von Friedrich Pfatschbacher mit der Sängerin Birgit Pfatschbacher auf. Interpretiert werden Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvorak und Astor Piazzolla. Konzertbeginn ist um 20 Uhr 15.


22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Die Verdinglichung des Menschen. Kapitalismus und Gewalt (1). Gestaltung: Dorothee Frank Schlange und Mensch. Geschichte einer ambivalenten Beziehung (1). Gestaltung: Renate Pliem 20 Jahre Anokha. Breakbeats und Utopien (1). Gestaltung: Paul Lohberger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Neue Musik aus Lockenhaus (2). Gestaltung: Gerhard Krammer Beim Kammermusikfest Lockenhaus 2017 steht die Zeit im Mittelpunkt: "Chronos - Kairos" lautet das Motto. Es musizieren Cristina Barbuti, Alexander Lonquich, Aleksandar Madzar und natürlich auch Intendant Nicolas Altstaedt. Zu hören ist u.a. Musik von Anton Webern und Jörg Widmann.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten